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01.01.2018 11:07 Uhr - 1. Bundesliga - cie

Kiel will angreifen, Gislason hat allerdings "große Sorgen, wie Domagoj Duvnjak die EM verkraften wird"

Domagoj Duvnjak feierte mit dem THW im Dezember unter anderem einen Sieg in GöppingenDomagoj Duvnjak feierte mit dem THW im Dezember unter anderem einen Sieg in Göppingen
Quelle: Marco Wolf
Wie wichtig Domagoj Duvnjak für den THW Kiel ist, zeigt sich in den Ergebnissen nach seinem Comeback Anfang Dezember, auf den Sieg gegen den TV Hüttenberg folgten Erfolge in Flensburg sowie gegen Minden, Lübbecke und in Göppingen. Nach dem schwierigen Start in die Saison finden sich die Kieler als Tabellenfünfter mit 27:11 Punkten wieder mitten im Rennen um die Plätze in der Champions League - gut zehn Prozent der Leser von handball-world trauen in einer aktuellen Umfrage den Norddeutschen trotz fünf Punkten Rückstands auf Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen sogar die Meisterschaft zu. Trainer Alfred Gislason blickt allerdings mit bangem Blick auf die bevorstehende Europameisterschaft in Kroatien.

"Wir waren der größte Verlierer der letzten Turniere. Bei unseren Konkurrenten gibt es mehr Spieler, die auf Einsätze in der Nationalmannschaft verzichten. Ich mache mir zum Beispiel große Sorgen, wie Domagoj Duvnjak die EM verkraften wird und dass auf seine Gesundheit keine Rücksicht genommen wird", erklärte Alfred Gislason laut den Kieler Nachrichten im Interview mit der Zeitung, das am Samstag veröffentlicht wurde - allerdings nur in der Printausgabe beziehungsweise im kostenpflichtigen digitalen E-Paper der Zeitung vollständig aufgerufen werden kann.

"Das Schlaueste wäre es für alle Beteiligten, er würde bei der EM gar nicht spielen", hatte Alfred Gislason bereits im November im Interview mit der "Handballwoche" erklärt und die Verantwortung für die Verletzung des Spielmachers auch auf den kroatischen Verband geschoben. Der Trainer und die Verantwortlichen dort nehmen "keine Rücksicht auf die Verletzungsgeschichte von Duvnjak", kritisierte der Isländer bereits damals.

"Was Herr Gislason sagt, ist absolut falsch. Ich weiß als Trainer wie wichtig die Gesundheit des Spielers ist und es ist das Wichtigste überhaupt. Aber als Trainer, der Duvnjak 2007 in die Nationalmannschaft gebracht hat, habe ich das Recht zu sagen, dass so ein Statement von Gislason falsch ist, das ist etwas, was er nicht sagen sollte", so Cervar Anfang Dezember bei der Vorstellung seines Kader mit Blick in Richtung Kiel. "Es ist unnötig zu sagen, dass wir etwas mit Duvnjak falsch machen. Ich rede mit Duvnjak, ich weiß, was er denkt und was er will. Alles andere interessiert mich nicht", so der kroatische Trainer, der den Spielmacher des THW für die Heim-EM berief.

Nach einer Knieoperation hatte Duvnjak insgesamt 228 Tage pausieren müssen, bevor er für den THW Kiel sein Comeback feierte. Nach den ersten Belastungen in der Bundesliga und der Champions League steht für ihn nun die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im heimischen Kroatien auf dem Programm. Nach seinem Comeback hatte er bereits betont: "Wenn ich mich gut fühle, werde ich spielen." Danach will er dann mit dem THW Kiel angreifen. "2017 war nicht alles gut, aber wir haben den Pokalsieg feiern können und sind jetzt auf einem guten Weg. Die Saison ist noch nicht zu Ende", hatte er sich nach dem 29:19 gegen Lübbecke im letzten Spiel des Jahres in Richtung Fans erklärt und angefügt: "Wir sind wieder da und freuen uns auf das neue Jahr."

» Der erweiterte kroatische Kader für die Heim-EM

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