News sendenPDF öffnen

16.01.2018 09:44 Uhr - 1. Bundesliga - PM Melsungen, red

Melsungen schafft im Trainingslager "die physischen und mentalen Voraussetzungen" für Rückrunde

Michael RothMichael Roth
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Die MT Melsungen hat die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte bereits eingeläutet. Trainingsauftakt im neuen Jahr war der 10. Januar. Nach den ersten Einheiten im heimatlichen Melsungen fliegt die Mannschaft nun am Montag ins einwöchige Trainigslager nach Fuerteventura. Dort werden Chefcoach Michael Roth, der neue Co-Trainer Heiko Grimm und Athletiktrainer Lutz Anders die Spieler physisch und taktisch auf den am 11. Februar beginnenden zweiten Saisonabschnitt einstimmen. Dann erwarten die Rotweissen als ersten Punktspielgegner den SC DHfK Leipzig in der Kasseler Rothenbach-Halle.

Das Wintertrainingslager im milden Klima Fuerteventuras hat für die MT Melsungen bereits Tradition. Der Handball-Bundesligist bezieht schon seit mehreren Jahren im Januar ein Domizil auf der Kanareninsel. In dieser Woche werden dort Temperaturen zwischen 17 und 21 Grad erwartet. Gute Bedingungen also für diverse Trainingseinheiten unter freiem Himmel - in dem Fall also am Strand, am und auf dem Wasser.

Apropos: Aufs Wasser wird das Trainergespann - neben Michael Roth und Athletiktrainer Lutz Anders ist mit Heiko Grimm erstmals ein neuer Co-Trainer dabei - die Spieler am Donnerstag schon in aller Frühe beordern. Denn im Rahmen einer Teambuilding-Maßnahme werden die MT-Cracks einen Sonnenaufgangs-Surfkurs absolvieren. Abwechslung muss schließlich sein damit die mitunter bei solchen Trainingsaufenthalten aufkommende Eintönigkeit erst gar keine Chance hat.

Der MT-Kader wird zum Zeitpunkt des Trainigslagers keinesfalls komplett sein. Definitiv verzichten müssen die MT-Trainer auf die EM-Teilnehmer Julius Kühn, Tobias Reichmann, Marino Maric und Nebojsa Simic, wobei Letztgenannter derzeit an einem Muskelfaserriss in der Wade laboriert, sich aber dennoch für Montenegros Auswahl zur Verfügung stellte. Ebenso nicht dabei sein werden Fin Backs, der zum Jahresbeginn zur Bundeswehr einberufen wurde, und Jeffrey Boomhouwer, der aufgrund seines großen Trainingspensums und der Spiele mit der holländischen Nationalmannschaft in den letzten Wochen ein reduziertes Einzelprogramm absolvieren wird.

"Hauptaugenmerk im Trainingslager auf Fuerteventura wird darauf liegen, die physischen und mentalen Voraussetzungen für die ganz sicher anspruchsvolle Rückrunde zu legen. Wir werden viel im Bereich Kraft und Ausdauer arbeiten, aber erstmals auch schon einige handballspezifische Einheiten in der Halle absolvieren", verrät Michael Roth. Darüber hinaus werden die Trainer mit allen Spielern Einzelgespräche führen, was unter anderem auch dazu dienen soll, dass der mit Jahresbeginn neu bei der MT eingestiegene Co-Trainer Heiko Grimm die Akteure besser kennenlernt.

"Es ist ganz normal, dass bestimmte Gewöhnungseffekte eintreten, wenn ein Trainer und eine Mannschaft längere Zeit zusammenarbeiten. Deshalb ist es wichtig, neue Ideen einzubringen und neue Impulse zu setzen. Mit Heiko Grimm gibt es jetzt eine weitere sportfachliche Kapazität im Verein, die uns dabei helfen wird. Wir werden unsere Philosophie im Training und beim Coaching dahingehend erweitern, dass Heiko sich verstärkt um das Angriffsspiel kümmert, während ich vor allem die Abwehrarbeit im Fokus habe. Wir sind sicher, dass diese Aufteilung die Arbeit mit der Mannschaft neu beleben wird - auch wenn im Einzelfall die letzte Entscheidung immer der Cheftrainer hat", erklärt Michael Roth die Vorgehensweise.

Nach dem Trainingslager auf Fuerteventura wird die MT vom 26. bis 28. Januar im ostwestfälischen Verl am Turnier um den Salming-Cup teilnehmen, bei dem sie übrigens als Titelverteidiger antritt. Am 31. Januar kommt Zweitligist Eintracht Hildesheim, die Mannschaft, in der dank Zweifachspielrecht in dieser Saison die beiden MT-Talente Fin Backs und Dimitri Ignatow spielen, nach Melsungen. Am 4. Februar steht ein weiterer Test bei den Rimparer Wölfen auf dem Programm, tags darauf fährt die MT zum "Rückspiel" nach Hildesheim. Sechs Tage später wird es dann ernst, zum Auftakt in die zweite Saisonhälfte kommt am Sonntag, 11. Februar, 15:00 Uhr, mit dem SC DHfK Leipzig die Mannschaft nach Kassel, die die MT im Oktober aus dem DHB-Pokal warf.

"Diese zwei Saisonhälfte wird ungleich schwerer, als die erste, da wir gegen viele der Top-Gegner auswärts antreten müssen. Deshalb müssen wir die Basis für eine möglichst erfolgreiche Fortsetzung unserer bisherigen Saison in den Heimspielen legen und darüber hinaus auch in fremden Hallen die ein oder andere positive Überraschung landen. Wenn wir es bei dieser Konstellation schaffen, gleich in der ersten Saison nach unserem Umbruch unter die besten sechs Mannschaften zu kommen, wäre das schon ein toller Erfolg. Die Leistungsdichte im oberen Tabellendrittel hat bekanntlich sehr stark zugenommen, mit Berlin und Hannover haben sich dort weitere Mannschaften etabliert. Mit denen müssen wir auf Augenhöhe bleiben", steckt Michael Roth die Zielsetzung ab.

Handballecke.de Diskutieren Sie direkt im Forum mit!




Meistgelesen:



Lesen Sie auch: