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09.02.2018 16:12 Uhr - 1. Bundesliga - PM MT, red

Neuer Torhüter: MT Melsungen mit Blitz-Transfer

Matthias LenzMatthias Lenz
Quelle: SC DHfK Leipzig
Beim Start in die zweite Hälfte der Saison muss die MT Melsungen derzeit auf Torhüter Nebojsa Simic verzichten, der Montenegriner hatte sich nach der Rückkehr von der Europameisterschaft im Training einen Muskelbündelriss zugezogen. Der Verein hatte zunächst erklärt, neben Johan Sjöstrand auf die Torleute aus der eigenen Zweiten und der A-Jugend. Nun wurde nun mit Matthias Lenz aber doch ein routinierter Torwart unter Vertrag genommen.

Nur kurz befand sich Matthias Lenz somit im handballerischen Ruhestand. Der 33-jährige Torhüter stand letzte Saison noch im Aufstiegskader der TSG Friesenheim und wird ab sofort bei der MT Melsungen als Backup für Johan Sjöstrand aushelfen. In gleicher Mission war er in den letzten Jahren schon bei mehreren anderen Clubs im Einsatz.

Unter anderem - und das entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie - beim SC DHfK Leipzig, den Club auf den die MT am Sonntag trifft. Dort stand er im Dezember 2015 für drei Spiele im Tor, wovon eines das bei der MT in der Kasseler Rothenbach-Halle war. "Wir haben mit Leipzig damals in Kassel verloren", erinnert sich Lenz, und fügt augenzwinkernd an: "Ich hoffe, diesmal laufe ich in der Mannschaft auf, die gewinnt."

Inzwischen verdient der gebürtige Heppenheimer sein Geld nicht mehr mit dem Profihandball, sondern in seinem Lehrerberuf. "Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass von irgendwoher ein Anruf kommt. Umso mehr freue ich mich darauf, nochmal bei einer Mannschaft zu spielen, die zu den stärksten der Liga gehört."

Wichtig in dem Zusammenhang ist es Mathias Lenz, sich bei seinem Arbeitgeber zu bedanken: "Ich bin im Mannheimer Ludwig-Frank-Gymnasium, einer Eliteschule des Sports und Partnerschule des Olympiastützpunktes Rhein-Neckar als Lehrer tätig. Meine Vorgesetzten und Kollegen haben für den Sport großes Verständnis und nur deshalb kann ich in Absprache zu einzelnen Trainingseinheiten nach Melsungen fahren. Dieses Entgegenkommen ist nicht selbstverständlich."

Fit gehalten hat sich der Lehrer für Sport und Geographie auch nach seinem Ausscheiden bei den Friesenheimer Eulen mit regelmäßigem Sport unterschiedlicher Coleur. Von Laufen, über Turnen bis Badminton war alles dabei. "Ich hoffe, dass dies soweit reicht und ich im Bedarfsfall Johan etwas entlasten, zumindest ihm den Druck nehmen kann, alles alleine schultern zu müssen."

Mathias Lenz hatte mit einigen Akteure von der MT durchaus Berührungspunkte. Er hat zum Beispiel mit Co-Trainer Heiko Grimm schon in Wallau und später mit Julius Kühn in Düsseldorf gespielt, kennt die Müllers als Spieler gleichen Alters und aus Schulvergleichen. Umgekehrt hat er natürlich auch noch Kontakte zu einigen Leipzigern, wie etwa zu Torhüter Milos Putera oder Bastian Roschek.

Nebojsa Simic hatte sich im Training einen Muskelbündelriss zu gezogen und wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausfallen. "Hier heißt es einfach nur, dem Muskel, in diesem Fall einer der Wadenbeinmuskel, ohne Belastung Zeit zum Ausheilen zu geben, man muss sich also etwas gedulden", hatte MT-Teamarzt Dr. Gerd Rauch in der Vorwoche erklärt. Schlimmstenfalls betrifft dies bis Mitte März gleich sechs Begegnungen, darunter neben dem Heimspiel am Sonntag gegen Leipzig auch das vierzehn Tage später gegen Lemgo, sowie die Auftritte in Flensburg und Kiel.

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