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11.02.2018 16:36 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Ciemalla

Sieg gegen Leipzig: Nach vierzig Minuten zieht Melsungen davon

Julius Kühn erzielte zehn TrefferJulius Kühn erzielte zehn Treffer
Quelle: Hartung, MT
Nach vierzig Minuten und einem unruhigen Start in die zweite Halbzeit stand ein 17:14 auf der Anzeigetafel, doch in der Folge sorgte die MT Melsungen für klare Verhältnisse - auch dank konsequent genutzter Überzahlsituationen. Während bei den mit Verletzungssorgen im Rückraum angereisten Gästen aus Leipzig viel Verantwortung auf den Schultern von Philipp Weber lastete, der am Ende auf acht Treffer kam, ragte bei Melsungen aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung Julius Kühn mit zehn Treffern heraus. Die MT festigt damit den sechsten Tabellenplatz und hält Anschluss an die Spitzengruppe, Leipzig bleibt auf dem achten Platz mit nun 25:15 noch in Schlagweite - der Abstand auf die Hessen beträgt drei Punkte.

Sowohl bei Gastgeber Melsungen wie auch beim SC DHfK Leipzig gab es heute Premieren auf der Trainerbank. Die Gäste waren erstmals mit Cheftrainer Michael Biegler angereist, der im Dezember noch die deutschen Frauen bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land betreut hatte, und nun absprachegemäß in Leipzig das Kommando gemeinsam mit dem bisherigen Coach Andre Haber übernommen hatte. Bei Melsungen saß Heiko Grimm als neuer Co-Trainer neben Michael Roth.

Auf dem Parkett wurde auf beiden Seiten unterdessen auf bewährte Kräfte gesetzt. Den ersten Treffer der Partie erzielte Aivis Jurdzs, es sollte allerdings die einzige Führung für die Gäste im gesamten Spielverlauf bleiben. Lasse Mikkelsen hatte erst sehenswert in den Winkel und dann mit etwas Glück mit einem Schlagwurf für die Melsunger Führung gesorgt, Julius Kühn legte zum 3:1 nach. Leipzig hatte Probleme in der Offensive, blieb immer wieder in der aufmerksamen MT-Deckung hängen. Ein weiterer Ballgewinn bot den Hausherren im Ggeenstoß sogar die Chance auf die Drei-Tore-Führung, doch Tobias Reichmann scheiterte im Gegenstoß an Milos Putera.

Auf der Gegenseite machte Johan Sjöstrand mit einem entschärften Siebenmeter auch eine Großchance der Gäste zunichte. Maximilian Janke gelang dann in der zehnten Minute aber der ersehnte Treffer für die im Rückfraum personell geschwächt angereisten Leipziger. Die Antwort der Melsunger folgte allerdings umgehend, Lasse Mikkelsen und Julius Kühn sorgten mit einem Doppelschlag für das 5:2. Nach einem Siebenmeter und einem Gegenstoß von Michael Allendorf war der Abstand beim 8:4 dann erstmals auf vier Tore angewachsen - Michael Biegler griff nach einer Viertelstunde zur Grünen Karte und beantragte die Auszeit.

Mit etwas mehr Bewegung schuf Leipzig in den nächsten Angriff Lücken in der Melsunger 5:1-Deckung, die Folge waren unter anderem zwei Siebenmeter. Als Melsungen nach Ballgewinn durch einen Schrittfehler im Umschaltspiel den Ball verlor, schaltete die Gäste zudem schnell: Philipp Weber sorgte mit 8:7 für den Anschlusstreffer. Weber war generell der zentrale Akteur im Angriff der Gäste, sechs Treffer gingen alleine im ersten Abschnitt auf das Konto des Rückraumspielers - verhindern, dass Melsungen wieder davonzog, konnte aber auch er nicht.

Melsungen fing sich in der Offensive wieder, Maric fischte einen fast verlorenen Ball und so konnte Reichmann das wichtige 9:7 erzielen. Der Außen legte im Gegenstoß nach und als der gut aufgelegte Julius Kühn aus der Distanz zum 11:7 einnetzte, betrug der Abstand bereits wieder vier Tore. Melsungen überstand in der Folge auch eine Unterzahlsituation unbeschadet, nach dem fünften Treffer von Julius Kühn und einem erfolgreichem Versuch von Michael Müller war der Vorsprung auf fünf Treffer angewachsen. Der sechste Weber-Treffer sorgte dann aber für den 14:10-Pausenstand, da der letzte Angriff der Melsunger mit einem Pass ins Seitenaus endete.

Philipp Weber sorgte mit dem ersten Treffer des zweiten Abschnitts für Hoffnung bei den mitgereisten Leipziger Fans, doch die Gäste konnten die personellen Problemen insbesondere in der Offensive im zweiten Abschnitt nur schwer kaschieren. Gregor Remke und Lukas Binder hielten mit ihren Treffern den Abstand bei drei Toren, die Chance weiter zu verkürzen, gab DHfK aber aus der Hand. Dabei luden Melsunger Fehler durchaus dazu ein, doch Ballverluste und vergebene Großchancen standen einer erfolgreichen Aufholjagd im Wege. Als Michael Allendorf einen Siebenmeter zum 17:13 verwandelte, nahm Michael Biegler die Auszeit, danach sorgte ein abgefälschter Weber-Wurf für das 17:14.

Nach vierzig Minuten schien die Partie den erwartet umkämpften Verlauf zu nehmen. Melsungen gelang durch Julius Kühn zwar das 18:14, doch dann vergaben die Gastgeber einen Siebenmeter. Leipzig vergab allerdings im Angriff, kassierte in der Deckung dann eine Zeitstrafe. Ein Doppelschlag von Julius Kühn zum 20:14 hatte den Abstand binnen sechs Minuten verdoppelt. Aivis Jurdzs beendete dann zwar die Durststrecke bei den Leipzigern, doch diese musste eine weitere Hinausstellung hinnehmen. Ein Treffer von Tobias Reichmann ins verwaiste Tor sowie das 22:15 von Michael Allendorf hatten zehn Minuten vor dem Ende endgültig die Weichen gestellt.

Leipzig gab sich nicht auf, Peter Strosack traf - eine weitere Unterzahlsituation allerdings beendete auch die letzten Hoffnungen der Gäste. Zwei Treffer von Michael Müller sorgten für das 24:16 und dann traf auch noch MT-Torhüter Johann Sjöstrand in das leere Tor des Konkurrenten. Sjöstrand räumte danach seinen Platz für den aus der Handball-Rente nachverpflichteten Matthias Lenz und Gabor Langhans feierte nach über einem Jahr Verletzungspause ein umjubeltes Comeback. Mit dem 27:17 schob Julius Kühn den Abstand sogar in den zweistelligen Bereich, Leipzig konnte die Differenz bis zum 28:20-Endstand aber wieder zurück in den einstelligen Bereich schieben.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
20. Spieltag · 11.02.2018 · 15:00 Uhr
MT Melsungen28:20
SC DHfK Leipzig
Rothenbachhalle Kassel (Messe) · Zuschauer : 4300
Live als TV oder Internet-Stream auf sky (Pay-TV) -1

Spielfilm:
0:1 (2.), 2:1 (4.), 3:1 (6.), 3:2 (9.), 5:2 (11.), 6:3 (12.), 6:4 (13.), 8:4 (15.), 8:7 (18.), 10:7 (20.), 11:7 (22.), 11:8 (24.), 12:9 (27.), 14:9 (29.), 14:10 (HZ), 14:11 (31.), 15:12 (33.), 16:13 (35.), 17:13 (36.), 17:14 (41.), 20:14 (46.), 21:15 (50.), 22:16 (52.), 25:16 (54.), 26:17 (56.), 27:17 (57.), 28:18 (58.), 28:20 (EN)


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