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Die Rhein-Neckar Löwen stellten einen Halbzeitrekord in der HBL auf.Die Rhein-Neckar Löwen stellten einen Halbzeitrekord in der HBL auf.
Quelle: Marco Wolf

12.02.2018 18:01 Uhr - 1. Bundesliga - Elisabeth Trübenbach

"Elis Woche": Löwen stellen Rekord auf, Magdeburg und Göppingen mit Siegen im EHF-Pokal

Welche Themen haben die Handball-Welt in der vergangenen Woche besonders bewegt und was gibt es Neues in Bundesliga, Champions League und Nationalmannschaft zu berichten? Jeden Montag blickt unsere Redakteurin Elisabeth Trübenbach in "Elis Woche" auf die Meldungen der vergangenen sieben Tage zurück und liefert einen Ausblick auf die anstehenden Ereignisse und Events in der kommenden Woche...

Zurück im Ligaalltag heißt es nun bei den Vereinen der HBL. In der vergangenen Woche mussten die Klubs nach der WM-Pause wieder ran. Bereits am vergangenen Donnerstag standen fünf Partien auf dem Programm und der Tabellenführer wartete gleich mit einem Rekord auf. 23:4 für die Rhein-Neckar Löwen hieß es nach 30 gespielten Minuten gegen den TBV Lemgo. Der amtierende Deutsche Meister sorgte damit für die höchste jemals erreichte Pausenführung in der Geschichte der Bundesliga. Im zweiten Durchgang kam der TBV dann zu mehr Toren und so stand es schließlich 38:17 (zum Spielbericht). "Wir haben gerade in der ersten Halbzeit gar keine Leistung gebracht, sind nicht ins Spiel gekommen und haben so schlecht gespielt wie noch nie", zog Florian Kehrmann schonungslos Bilanz (hier nachzulesen). "So etwas habe ich noch nicht erlebt", kommentierte Löwen-Rechtsaußen Bogdan Radivojevic. Seine Kollegen, so der Flügelspieler, hätten sich auf der Bank sitzend gekniffen und gefragt, ob das wirklich echt sei: "Bei uns lief alles und bei Lemgo nichts."

Mit diesem Sieg verteidigten die Löwen die Tabellenführung, doch auch die Füchse Berlin konnten gegen die Eulen Ludwigshafen mit 25:19 punkten und bleiben ihnen damit auf den Fersen. Nach dem Abgang von Petar Nenadic, der Verletzung von Paul Drux und dem kurzfristigen Ausfall von Fabian Wiede lief noch nicht alles rund bei den Hauptstadthandballern, vor allem in der zweiten Halbzeit konnten sie ihrer Favoritenrolle dennoch gerecht werden.

Auf dem dritten Platz befindet sich die TSV Hannover-Burgdorf mit 31:9 Punkten, die sich mit 36:29 ebenfalls deutlich gegen GWD Minden durchsetzte. Rang vier nimmt die SG Flensburg-Handewitt nach dem 29:20-Auswärtssieg gegen den HC Erlangen ein. Der THW Kiel, der erst am Sonntag beim TV Hüttenberg zu Gast war, bleibt nach dem 37:25 und mit nun 29:11 Punkten auf Platz fünf in Lauerstellung. Die MT Melsungen verteidigte durch das 28:20 gegen den SC DHfK Leipzig, der zum ersten Mal unter Michael Biegler als neuem Trainer auflief, den sechsten Rang. Dahinter sortiert sich der SC Magdeburg ein, der über einen 30:24-Erfolg gegen den VfL Gummersbach jubeln konnte.

Das Duell der Tabellennachbarn entschied die HSG Wetzlar mit 34:27 für sich und bleibt damit an zehnter Stelle der Tabelle vor Frisch Auf! Göppingen. Im Abstiegskampf holte sich der TuS N-Lübbecke mit dem 24:21 gegen den TVB 1898 Stuttgart zwei wichtige Punkte. Kurios dabei waren die ersten zehn Minuten. Recht schnell fielen die ersten beiden Tore zum 1:1. Dabei blieb es eine Weile - vor allem weil sich sowohl Peter Tatai als auch Jonas Maier immer wieder auszeichnen konnten. Lübbecke ist mit 10:30 Punkten nun 15., Stuttgart steht direkt dahinter. Schlusslicht hinter den Eulen Ludwigshafen ist der TV Hüttenberg - beide Teams konnten bisher sieben Punkte für sich verbuchen.

Auch in dieser Woche heißt es wieder Bundesliga satt: Fünf Mal am Donnerstag, ein Mal am Samstag und zwei Mal am Sonntag. Besonders spannend werden dabei die Begegnungen THW Kiel gegen HSG Wetzlar, Magdeburg gegen Leipzig und Flensburg gegen Melsungen. Auch im Abstiegskampf wartet eine interessante Partie, wenn der VfL Gummersbach die Eulen Ludwigshafen empfängt.

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Auch die Gruppenphase im EHF-Pokal startete in der vergangenen Woche. Während sich zwei deutsche Klubs über zwei Punkte freuen konnten, gab es auch eine recht deutliche Niederlage. Diese kassierten die Füchse Berlin, die mit St. Raphael einen französischen Topklub zu Gast hatten. 50 Minuten lang lief kaum etwas bei den Berlinern zusammen, erst in den letzten zehn Minuten stimmten Einstellung und Abwehrleistung (zum Spielbericht). Jubeln durfte der SC Magdeburg über einen knappen 33:31-Sieg gegen Minsk. Besonders Matthias Musche wusste mit zehn Toren zu überzeugen (zum Spielbericht). Auch Titelverteidiger Frisch Auf! Göppingen startete beim 30:27 gegen RK Nexe mit einem Sieg in die Gruppenphase des EHF-Pokals. "Ich bin sehr zufrieden über diesen Erfolg gegen einen starken Gegner. Wir hatten heute die richtige kämpferische Grundeinstellung und konnten dann auch mit etwas Glück das Spiel in der Crunchtime für uns entscheiden", so Göppingens Coach Dr. Rolf Brack (hier nachzulesen).

Bereits am Mittwoch empfängt der SC Magdeburg nun Bjerringbro-Silkeborg. Am Donnerstag reisen die Füchse Berlin zu Lugi Lund und am Samstag tritt Göppingen bei RK Koper an.

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In der Champions League waren die Ergebnisse der deutschen Vertreter ebenfalls durchwachsen. Der THW Kiel holte wichtige Punkte nach dem 22:20-Heimsieg gegen Veszprem (zum Spielbericht). Ein wahres Torfestival gab es bei den Rhein-Neckar Löwen, die Punkte konnten die Mannheimer nach der 35:37-Niederlage gegen Pick Szeged jedoch nicht für sich verbuchen (zum Spielbericht). Die SG Flensburg-Handewitt erkämpfte sich, obwohl sie lange Zeit zurücklag, einen Punkt gegen Kielce (zum Spielbericht).

Wie sieht nun die Lage in den Gruppen aus? Vardar Skopje führt trotz der 28:29-Niederlage gegen den FC Barcelona - nun an dritter Stelle - die Gruppe A an. Rang zwei nimmt der HBC Nantes ein, der sich zuletzt gegen Kristianstad durchsetzte. Die Rhein-Neckar Löwen bleiben an vierter Stelle. In der Gruppe B führt Paris St. Germain, das sich gegen Celje vergangene Woche zwei Punkte holte, vor der SG Flensburg-Handewitt. Veszprem und Kiel nehmen die Positionen drei und vier ein. Dahinter folgen Kielce, Brest, Aaelborg und Celje. Die Gruppen C und D werden von Skjern und Montpellier angeführt.

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Das Topspiel der vergangenen Woche in der HBF war die Begegnung SG BBM Bietigheim gegen TuS Metzingen. Die SG BBM setzte sich denkbar knapp mit 26:25 durch. Da der Thüringer HC mit dem 30:19 gegen den TV Nellingen ebenfalls doppelt punktete, bleibt er ganz oben im Klassement. Die HSG Blomberg-Lippe baute gegen die HSG Bensheim/Auerbach ihre Siegesserie aus. Frisch Auf Göppingen punktete gegen die Bad Wildungen Vipers und Borussia Dortmund ließ dem TSV Bayer 04 Leverkusen keine Chance. Der VfL Oldenburg tat sich gegen Schlusslicht Rödertal schwer, der Buxtehuder SV hingegen feierte einen Elf-Tore-Sieg gegen die Neckarsulmer Sport-Union.

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In der Champions League blieben der Thüringer HC gegen Metz und die SG BBM Bietigheim gegen Budapest auch diese Woche ohne Punkte. Überraschend deutlich gewann Vardar Skopje gegen Buducnost Podgorica. Györ, das den Ausfall von Nora Mörk (wir berichteten) verkraften musste, gewann klar mit 32:21 gegen Ljubljana. Es gab zudem zwei Unentschieden. NFH Nykøbing und der FC Midtjylland trennten sich mit 21:21. Zwischen CSM Bukarest und Rostov-Don gab es ein 22:22. Bukarest führt dennoch die Hauptrundengruppe I weiterhin vor Györ an. In Gruppe II befindet sich Skopje ganz vorn, gefolgt von Metz. Der THC und die SG BBM Bietigheim nehmen die Plätze fünf und sechs ein.

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