13.08.2016 16:26 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Rhein-Neckar Löwen mit Auftaktsieg in Basel - Petersson ausgefallen

Alexander Petersson musste ins KrankenhausAlexander Petersson musste ins Krankenhaus
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Bei der diesjährigen Auflage des Traumalix dolo Cup in Basel gastieren mit den Rhein-Neckar Löwen und dem HBW Balingen-Weilstetten zwei Bundesligisten. Die weiteren Teilnehmer sind der RTV 1879 Basel und TSV Sankt Otmar St. Gallen, der zum Auftakt auf das Topteam aus Mannheim traf. Bei den Rhein-Neckar Löwen fehlen Rio-bedingt Mikael Appelgren, Mads Mensah und Hendrik Pekeler. Aus dem Nachwuchs waren, wie schon bei dem Test im Westerwald, Lucas Bauer, Max Schwarz und Leon Bolius teil der Mannschaft, wobei Schwarz nach einem Kopftreffer von Alexander Petersson lange im Angriff spielte. Petersson wurde in der Halbzeitpause zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Die Rhein-Neckar Löwen wurden ihrer Favoritenrolle von Beginn an gerecht. Andy Schmid war in seinem Heimatland in Wurflaune und verzeichnete bis zum 5:1 (7.) bereits vier Treffer, davon zwei Siebenmeter. Andreas Palicka trug in der frühen Phase mit drei Paraden zum Spielstand bei. Sein Gegenüber Michal Shejbal, früher in Diensten von Frisch Auf Göppingen, konnte sich nicht ganz so gut auf seine Vorderleute verlassen. Die Partie wurde insgesamt relativ hart geführt. Mehrmals musste dabei Alexander Petersson kräftig einstecken. Maximilian Haider (Abwehr) und Maximilian Schwarz, der im Angriff gute Akzente setzte, übernahmen seine Position über weite Strecken.

Otmar kam zwischenzeitlich ziemlich gut ins Spiel. Ondrej Zdrahala, ehemals für Großwallstadt, Dormagen und Hamm am Ball, stellte nach 13 Minuten für den siebenmaligen Schweizermeister früherer Jahre auf 8:5. Als Michael Abt dann gegen den Tschechen deckte, konnten die Löwen sich jedoch wieder absetzen.

Andy Schmid stellte auf 13:7 (20.). Kurz darauf wurde Patrick Groetzki eingewechselt, der nach einigen Dehn- und BelastungsĂĽbungen offenbar ein gutes GefĂĽhl mit dem fraglichen Knie hatte und beim 18:10 (25.) erstmals einnetzte. Bis zum 21:13-Halbzeitstand kamen vor allem die Zuschauer auf ihre Kosten, bei 14 Treffern in den letzten zehn Spielminuten.

Die Taktzahl bei den Torerfolgen blieb auch im weiteren Verlauf der Partie hoch. Gedeon Guardiola erhielt für seinen 26:17-Treffer (39.) Szenenapplaus. Andy Schmid hatte hingegen nicht mehr so viele freie Wurfchancen wie im ersten Durchgang, der Leitlöwe blieb mehrmals im Block hängen.

Indes hatte Rafael Baena nun am Kreis mehr Räume, er netzte beim 29:19 (43.). Die zweistellige Führung der Rhein-Neckar Löwen bestand nur kurz, da Otmar zwei schnelle Treffer setzte. Nikolaj Jacobsen legte eine Auszeit. In Überzahl, Baena hatte gegen Wetzel eine Strafzeit erwirkt, zogen die Löwen daraufhin ihre Deckung auf 4:2 heraus. Groetzki und Steinhauser besorgten die Treffer zum 32:21.

So gut es in den meisten Situationen im Angriff funktionierte, da Challenge-Cup-Teilnehmer Otmar auf diesem Niveau physisch kaum dagegenhalten konnte: Zufrieden mit der eigenen Deckungsarbeit wirkten die Spieler der Rhein-Neckar Löwen nur bedingt. Fehler in der Zuordnung spiegelten sich hin und wieder in Mimik und Gestik. In der Schlussphase, als Sankt Gallen unter anderem zweimal beim Wurf aufs leere Tor geblockt wurde, konnten die Löwen im Sieben gegen Sechs aber noch einiges für einen deutlicheren Sieg tun. Über Rafael Baenas 37:22 (56.) endete das Spiel deutlich 38:24. Doch wegen der möglichen Verletzung von Alexander Petersson gerät das Ergebnis in den Hintergrund.





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