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13.08.2016 18:28 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Ersatzgeschwächter HBW fertigt Turnier-Gastgeber Basel mit 30:20 ab

Yves Kunkel in WurflauneYves Kunkel in Wurflaune
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
14 Spieler hat Runar Sigtryggsson für den Traumalix dolo Cup in Basel aufgeboten. Der von ihm trainierte HBW Balingen-Weilstetten muss derzeit, durch Verletzungen bedingt, auf die Dienste der sieben Spieler Davor Dominikovic, Pascal Hens, Dennis Wilke, Julian Krieg, Sascha Ilitsch, Tobias Wagner und Felix König verzichten. Daher geriet der Start beim Traumalix dolo Cup zuletzt zur internen Diskussion. Gegen den RTV 1879 Basel gelang dem HBW jedoch, trotz der Ausfälle, ein recht homogener Auftritt. Dabei gab die Sigtryggsson-Sieben nach anfänglichen Problemen klar den Ton an und siegte souverän mit 30:20 (16:10). Seine Spieler zeigten in der aufgeheizten Sporthalle Rankhof großen Einsatz, während der RTV Basel mit der eigenen Leistung unzufrieden wirkte.

Der Isländer hatte Rene Zobel, Micha Seiz, Fabian Wiederstein, Julian Thomann und Tim Nothdurft nach Basel mitgenommen. Jan Remmlinger und Jannik Hausmann waren bereits beim S-Cup am vergangenen Wochenende Teil der Mannschaft gewesen. Nothdurft wurde gleich zu Beginn eingesetzt und übernahm die Position an der Spitze der offensiven Abwehr-Formation der „Gallier von der Alb“. Trotz der veränderten Aufstellung war der HBW gegen den RTV 1879 Basel schnell im Spiel. Allerdings pflasterten nach dem konzentrierten Beginn Fehlwürfe den Weg. So scheiterte Yves Kunkel bei einem Siebenmeter und Markus Stegefelt scheiterte zweimal an Goalie Sebastian Ullrich.

Der Gastgeber, unter der Regie von Florian Goepfert und mit dem wurfstarken früheren Göppinger Rares Jurca sowie Bruno Kozina am Kreis, wurde durch Ullrich im Spiel gehalten, der auch gegen Co-Trainer-Junior Nothdurft parierte. Goepfert besorgte nach zwölf Minuten den 4:4-Gegenstoß. Der HBW konnte seine Abwehr im weiteren Verlauf der Partie kompakter stellen. Die Rückraumspieler Dick Hylken und Bruno Kozina, dessen Bruder in Flensburg und derzeit mit Kroatien in Rio spielt, setzten sich auf Baseler Seite häufig an den Kreis ab. Diese Abläufe konnten die Schwaben nun teils recht gut kontrollieren. Dies ermöglichte nach 20 Minuten die 6:9-Führung durch Jannik Hausmann.

Matthias Flohr, der beim S-Cup verdient zum besten Spieler gewählt worden war, führte wieder geschickt Regie, zudem wuchs das Selbstbewusstsein seiner Mitspieler. So spielte Lars Friedrich seine individuelle Stärke aus. Dennoch war es Runar Sigtryggsson, der noch vor der Pause die Grüne Karte zückte. Er war wohl mit den leichten Gegentreffern der Ex-Kadetten-Spieler in Baseler Reihen, zu denen auch Nikola Cvijetic zählt, unzufrieden. Ähnlich ging es derweil RTV-Trainer Joop Fiege, da dem Balinger Rückraum vieles gelang, wenn sich nicht Sebastian Ullrich entgegenstemmte. Der HBW legte indes weiter vor, Fabian Wiederstein erhöhte kurz vor der Pausen-Sirene auf 9:15.

Balingen hatte sich in der zweiten Viertelstunde ins Spiel gearbeitet und lag nach 30 Minuten mit 16:10 vorne. Das Team vom Fuße der Zollernalb präsentierte sich trotz der Ausfälle recht homogen. Basels Rares Jurca wirkte hingegen nach dem einen oder anderen Fehler schon ein wenig verärgert. Hinzu kam wohl, dass Balingen mit der Linie der Unparteiischen wesentlich besser zurecht kam als der Gastgeber. Die Unzulänglichkeiten auf Baseler Seite rächten sich aber in dieser Phase nicht. Nikola Cvijetic hatte beim 13:18 (40.) Wurfglück, beim HBW scheiterten Nothdurft und der jederzeit anspielbare Wiederstein. Doch lange ließ sich der Rückstand nicht auf fünf Tore begrenzen.

Runar Sigtryggsson hatte durchgewechselt. Nun spielte die junge Garde des HBW Balingen-Weilstetten. Trotz einiger Fehler erhöhte sie zunächst auf 13:20. Schlussmann Tomas Mrkva konnte sich dabei das eine oder andere Mal auszeichnen. Julian Thomann, eigentlich Sportlicher Leiter bei der JSG Balingen-Weilstetten, zog dabei im Rückraum die Fäden. Der Vorsprung wuchs langsam, aber stetig. Nach 50 Minuten eröffnete sich die Chance zur Balinger Neun-Tore-Führung. Basels Torwart Sebastian Ullrich stemmte sich mit drei Paraden in Serie erfolgreich dagegen. Die Wurfausbeute seiner Vorderleute war nicht so stark. Yves Kunkel machte es auf HBW-Seite besser und netzte nach 56 Minuten zum 19:27. Das Spiel endete klar mit 20:30.

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