14.08.2016 17:24 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Balingen besiegt Sankt Gallen, Löwen erringen Turniersieg

Sieger des Turniers in Basel: Die Rhein-Neckar-LöwenSieger des Turniers in Basel: Die Rhein-Neckar-Löwen
Quelle: C. Monz
Im vorletzten Spiel des gut besuchten Traumalix dolo Cup trafen Vorjahressieger St. Otmar Sankt Gallen und der HBW Balingen Weilstetten aufeinander. Balingen lag dabei zur Pause mit 10:6 vorne und verteidigte den Vorsprung danach ĂŒber weite Strecken, obwohl grĂ¶ĂŸtenteils Spieler der zweiten Mannschaft spielten. Kurz vor Schluss gelang Vedran Balic der 16:16-Ausgleich, aber der HBW ging als 17:16-Sieger vom Feld. Im letzten Spiel besiegten die Rhein-Neckar Löwen den Lokalmatadoren RTV 1879 Basel mit 26:14 (14:7) und gewann das Turnier. Bei den Löwen konnten sich am Ende die jungen Spieler beweisen, sie bauten den Vorsprung noch aus. Beide Spiele gingen ĂŒber zweimal 20 Minuten.

Dem Spiel war eine 90-minĂŒtige Erholungspause fĂŒr die „Gallier von der Alb“ vorausgegangen. Sankt Gallen hatte morgens um 9:30 Uhr sein erstes Spiel gegen Basel verloren (wir berichteten). Der somit entthronte Cupverteidiger schien zunĂ€chst in HBW-TorhĂŒter Peter Johannesson seinen Meister zu finden. Der Schwede parierte die ersten fĂŒnf WĂŒrfe. Erst in der achten Spielminute konnte Basels Linksaußen Cyril Kaiser ihn beim 1:3 bezwingen. Balingen hĂ€tte zu diesem Zeitpunkt bereits höher fĂŒhren können: Vier Angriffe wurden vergeben, zwei davon gegen Otmar-Goalie Jonas Kindler.

So blieb der siebenmalige Schweizermeister frĂŒherer Jahre, der in der Abwehr durchaus rustikal zu Werke ging, zunĂ€chst im Spiel. Fehler im Aufbauspiel bestrafte Balingen jedoch konsequent und lag alsbald mit 2:5 vorne. Julian Thomann agierte indes auf der Mitte, er war bereits am Samstag teilweise eingesetzt worden. Der frĂŒhere Stuttgarter Michael Seiz war ebenfalls auf dem Feld. Beide Teams verzeichneten im weiteren Verlauf der ersten SpielhĂ€lfte bis zum 6:10-Halbzeitstand einige leichte Treffer. Nach dem vermasselten Start war Otmar inzwischen im Spiel angekommen.

Sankt Gallen verkĂŒrzte weiter. Igor Milovic stellte nach vier Minuten auf 9:11. Balingen bot dabei grĂ¶ĂŸtenteils Spieler der zweiten Mannschaft auf. Der Ausgleichstreffer lag einige Male in der Luft, Tomas Mrkva stemmte sich mehrmals erfolgreich dagegen. Zwischenzeitlich eilte Balingen dann auf 9:13 davon, doch Otmar steckte nicht auf. Julian Rauch setzte das 13:14 (33.). Vedran Balic egalisierte nach einer umkĂ€mpften Phase schließlich, drei Minuten vor Schluss. Nach dem 16:16 gelang Fabian Wiederstein jedoch der Lucky Punch mit dem 17:16. Jan Remmlinger knallte kurz vor Schluss auf die HĂŒfte.

Rhein-Neckar Löwen nach Kantersieg ĂŒber Basel Turniersieger

Akustisch war es ein Heimspiel fĂŒr den amtierenden Deutschen Meister. Da Andreas Palicka an seine Klasse-Leistung anknĂŒpfen konnte und Kim Ekdahl schnell zwei Treffer erzielte, lagen die Rhein-Neckar Löwen von Beginn an vorne. Andy Schmid erhielt fĂŒr seinen 5:2-Konter (6.) Szenenapplaus. Patrick Groetzki setzte nach und zwang Joop Fiege eine Auszeit zu nehmen. Doch aufhalten konnte der NiederlĂ€nder das Löwenrudel nicht. Ein Grund dafĂŒr war die massive Deckung mit Michael Abt, Gedeon Guardiola, Kim Ekdahl und Andy Schmid. Die Löwen ließen einen 4:0-Lauf folgen.

Hatte Publikumsliebling Schmid gegen Balingen gar nicht getroffen, verzeichnete er nun bereits drei Torerfolge. Angesichts des 12:5 (15.) lief die Maschine bei den Löwen rund. Max Haider war derweil, neben Guardiola, in den Mittelblock der Löwen gerĂŒckt. Beim 13:6 servierte Patrick Groetzki fĂŒr neuen Linksaußen Dejan Manaskov, der in den ersten 20 Minuten viermal traf. Beim Stand von 14:7 wurden die Seiten gewechselt. Die Zuschauer applaudierten dem temporeichen Spiel, das die Löwen in der ersten Halbzeit aufgezogen hatten. Basel, wie Balingen derzeit mit einem Lazarett, hatte große Probleme zu folgen.

Einer der Erfolgsgaranten auf Löwenseite war Andreas Palicka. Er verzeichnete nach 23 Minuten bereits seine neunte Parade. Patrick Groetzki ließ den 15:7-Gegenstoß folgen, beim 16:7-Konter zauberten Michael Abt und TorschĂŒtze Dejan Manaskov, und Kim Ekdahl stellte kurz darauf auf zehn Tore. Basel brauchte sechs Minuten fĂŒr den ersten Treffer. Aufgrund der soliden FĂŒhrung wechselte Nikolaj Jacobsen nach dem 21:11: Lucas Bauer, Max Schwarz, Rico Keller, Marvin Gerdon, Michael Abt, Max Haider und Marius Steinhauser, der 24:14-Kempa wurde bejubelt, konnten sich beweisen.

Platzierungen:
1. Rang: Rhein-Neckar Löwen
2. Rang: HBW Balingen-Weilstetten
3. Rang: RTV 1879 Basel
4. Rang: St. Otmar Sankt Gallen

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