News sendenPDF öffnen

06.01.2017 19:49 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Handballrecht, Marketing und Sportler-Duo: Praxisforum mit erfolgreichem Abschluss

Dominik KleinDominik Klein
Quelle: Michael Heuberger
Nach den Schwerpunkten Management, Social Media und Jugendförderung am Vormittag, wurde es im zweiten Teil des Tages sportlich: Weltmeister Dominik Klein und Kanu-Olympiasieger Max Hoff vermittelten den Teilnehmern beim 5. Praxisforum Handball powered by Alpha Sports zahlreiche Erfahrungen aus ihren erfolgreichen Karrieren. Abgerundet wurde das Programm durch Vorträge zum Handballrecht, zur Sportpsychologie und Marketing.

Linksaußen Dominik Klein war als Referent spontan vor wenigen Tagen eingesprungen und sprach über die Vorteile des Individuellen Performance Coachings. "Es ist schon zu sehen, was man an Körpersprache alles erreichen kann. Die Körpersprache beeinflusst die innere Haltung", erklärte der Weltmeister von 2007 und fügte hinzu: "Ich fühle mich wohl in der Rolle in der ich bin und das merkt man an der Körpersprache." Direkt nach Klein sprach Kanu-Olympiasieger Max Hoff über den Weg nach Rio de Janeiro und Stolpersteine auf dem Weg. Trotz einige Rückschläge betonte er: "Ich würde nichts anders machen."

Bereits vor dem Sportler-Duo sprachen Dr. Ulrich Kuhl, Thomas Freyer, Michael Wrulich sowie die Rechtsanwälte Helge-Olaf Käding und Holger Strohmeyer. Sportpsychologe Kuhl beschäftigte sich mit der Frage, wie es passiert, dass Leute, die im Training stark sind, im Wettkampf ihre Leistung nicht bringen können. Er unterstrich: "Situationen, die von großer Bedeutung bei der Zielerreichung sind, kann man trainieren, körperlich und mental. Die Zusammenarbeit von Trainern und Psychologen ist wichtig, um die richtigen Schwerpunkte im Training zu legen."

Anschließend präsentierte DHB-Projektleiter Freyer den aktuellen Stand der beiden anstehenden Heim-Weltmeisterschaften. "Die vergangene Europameisterschaft in Schweden hat uns in jedem Fall einen enormen Push gegeben", freute er sich. "Denn eines ist klar: Wenn die Heimmannschaft erfolgreich ist, dann ist das die beste Werbung für unsere WM."

Marketing-Experte Michael Wrulich blickte über den Tellerrand zu Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 und gab Beispiele, was sich auf den Handball übertragen ließe. "Ich muss die Leute von meiner Idee infizieren", erklärte der ehemalige Mitarbeiter der Füchse Berlin. "Man muss beim Marketing und der Sponsoren-Anwerbung davon ausgehen, was den eigenen Verein ausmacht. Dafür ist es hilfreich, drei Top-Facts zu definieren." Als Beispiel führte er die Füchse an, wo die drei Begriffe Jugendförderung, Füchse-Familie und Hauptstadtclub seien.

Der letzte Vortrag des Tages blieb Victor vom Kolke überlassen. Der Marketingleiter von der DKB Handball-Bundesliga stellte den Teilnehmern die gemeinsame Werbekampagne „Handball. Es lebe der Sport“ vor und erläuterte Varianten, wie sich auch die Amateurvereine beteiligen können. Man wolle mit dieser Werbung, so der ehemalige Hockey-Bundesligaspieler, "eine wahre Alternative zum überhitzen Fußball bieten".

Nach knapp zehn Stunden endete das 5. Praxisforum powered by Alpha Sports. „Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen Auflage“, zog Andre Tzschaschel ein positives Fazit. „Wir bedanken uns bei unserem lokalen Partner TuSEM Essen für die Unterstützung und hoffen, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen neue Ideen in ihre Vereine mitnehmen können.“ Eine weitere Auflage, so der für die Organisation zuständige Gesellschafter von der redsport, sei auf jeden Fall geplant.

Rückblick auf den ersten Teil des Tages:

14:21 Uhr · Männer · 1. Bundesliga · jun


Handballecke.de Diskutieren Sie direkt im Forum mit!


Meistgelesen:



Lesen Sie auch: