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06.04.2017 15:01 Uhr - 1. Bundesliga - hüp

#Praxisforum: Was macht die Imagekampagne #eslebedersport aus?

Victor vom Kolke stellte auf dem Praxisforum die Imagekampagne <i>Handball – Es lebe der Sport</i> vorVictor vom Kolke stellte auf dem Praxisforum die Imagekampagne Handball – Es lebe der Sport vor
Quelle: Michael Heuberger
Handball - Es lebe der Sport: Eine gemeinschaftliche Imagekampagne des Deutschen Handballbundes zusammen mit den Ligaverbänden der Männer und Frauen gab es - bisher - in der 100-jährigen Geschichte des Handballs noch nicht. Seit einigen Wochen kursiert nun jedoch der Hashtag #eslebedersport in den sozialen Netzwerke und auch Amateurvereine können sich mit individuellen Plakatmotiven an der Kampagne beteiligen. Victor vom Kolke, Leiter Marketing & Kooperationen der DKB Handball Bundesliga, stellte den Teilnehmern und Teilnehmerinnen des 5. Praxisforum Handball powered by Alpha Sports die Idee hinter dem Konzept vor …

Neben den Ligaverbänden und dem DHB haben auch die Landesverbände aktiv an der Entwicklung der Kampagne mitgearbeitet. "Es ist uns erstmalig gelungen, eine Gemeinschaftskampagne zu starten, die auch wirklich eine Gemeinschaftskampagne ist", freut sich vom Kolke. "Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass es nicht nur eine Kampagne für die DKB Handball-Bundesliga oder den DHB ist, sondern eine für Handball-Deutschland."

Zahlreiche Plakatmotive und fünf Imagefilme stehen auf der Website der Kampagne inzwischen zur Verfügung, doch alle vereint eine Intention: Handball wird als harte, aber bodenständige und fan-nahe Sportart in Szene gesetzt, die alt und jung, Männer und Frauen, Fans und Spieler verbindet. Wichtig dabei: Die klare Abgrenzung zum dominierenden "König Fußball" sowie anderen vermeintlich elitäreren Sportarten wie Reiten, Golf oder Tennis. "Wir wollen", erklärt vom Kolke, "eine echte, eine wahre Alternative zum überhitzten Fußball und auch zu anderen Sportarten sein."

Die Kampagnen-Macher wollen den sportlichen Aufschwung der Nationalmannschaft und der Clubs der DKB Handball-Bundesliga mitnehmen, um den deutschen Handball mehr in den Vordergrund zu rücken - auf eine, wie vom Kolke zugibt, provokative aber stets charmante Art und Weise. "Der großartige Erfolg in Polen und Rio ist letztendlich die Grundlage unseres kompletten Handelns", erklärt der Marketingfachmann und hebt die Wichtigkeit der DHB-Auswahl für die Kampagne hervor: "Der sportliche Erfolg einer Nationalmannschaft ist wesentlicher Motor einer jeden Sportart. Wir könnten uns die Beine ausreißen, aber wenn der Adler nicht fliegt, dann fliegt er nicht."

Das Kernelement findet sich nicht nur im titelgebenden Slogan wieder. Handball – Es lebe der Sport zieht sich als Motto und Philosophie durch die Kampagne und ist immer prominent platziert. "Wir müssen klar aus uns selbst heraus kommunizieren, was wir besser als andere Sportarten können", erklärt vom Kolke in Bezug auf den Fußball. So kamen die Schlagworte zusammen, welche vermittelt werden sollen. Handball ist bodenständig und bietet nonstop Action. Handball ist authentisch, fannah und familär. Handballer gehen respektvoll und kameradschaftlich miteinander um, der Sport ist hart, körperbetont und athletisch.

Die Klammer, die diese Elemente umfasst, erläutert vom Kolke, sei "der Handball ist echt." Dementsprechend, so der Marketingfachmann, "stehen wir als Handballsportart für einen Sport ohne Allüren, Show oder Inszenierung. Handball soll ein Gegenmodell zum übervermarkteten, überdramatisierten Fußball sein. Echt ist eben die Rückbesinnung auf den puren Sport."

Mindestens bis zur Männer-WM 2019 im eigenen Land ist die Kampagne ausgelegt. Zusammen mit der Agentur Nordpol haben die Macher "vermeintliche Schwächen in Stärken umgewandelt", wie es vom Kolke ausdrückt. "Wir wollen gar nicht so sein wie der Fußball, sondern wir wollen so sein, wie Handball-Deutschland ist", fasst er den Inhalt der Kampagne zusammen. "Wir wollen die Sportart Handball zu einer positiv besetzten und klar definierten Marke entwickeln". Die Kampagne zielt deswegen nicht nur auf Bundesligisten ab. Auch "der Kreisligist in der letzten Ecke Deutschlands" kann sich laut vom Kolke an der Kampagne beteiligen - und soll, wenn es nach den Initiatoren geht, genau dies auch gerne tun.



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