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19.04.2017 22:00 Uhr - 1. Bundesliga - chs

Emotionale Partie in Kassel findet keinen Sieger

Hans LindbergHans Lindberg
Quelle: groundshots.de
Punktgewinn oder Punktverlust, diese Frage werden sich sowohl die MT Melsungen wie auch die Füchse Berlin nach dem 28:28 (13:16) in der Kasseler Rothenbachhalle stellen. Die Hausherren, bei denen Michael Müller mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze war, lagen die gesamte Partie nicht in Führung, hatten dann aber den vermeintlichen Siegtreffer doch noch erzielt. Berlin, wo Hans Lindberg (7/4) am häufigsten traf, hingegen hatte zwischenzeitlich mit vier Toren in Führung gelegen und wurde letztlich von der Uhr gerettet.

Kent Robin Tönnesen sorgte aus dem Rückraum für einen guten Auftakt der Füchse Berlin, die nach dem Sieg über Flensburg noch um den dritten Rang in der Meisterschaft kämpfen. Da Petar Nenadic und Bjarki Elisson anschließend nachlegten, stand stand es schnell 0:3 in der Kasseler Rothenbachhalle. Auch die Defensive des Hauptstadtclubs stand kompakt und arbeitete aber auch aggressiv, so dass Melsungen keine Mittel zum Torerfolg fand. Nach fünf Minuten zog MT-Trainer Michael Roth die Notbremse und nahm seine erste Auszeit.

Timm Schneider nahm sich dann ein Herz und sorgte mit einer kraftvollen Einzelaktion für den ersten Erfolg der Nordhessen, die aber in der Defensive weiterhin den Berliner Rückraum nicht in Schach halten konnten. Immerhin, offensiv hatte die MT nun ihren Rhythmus gefunden, fand die Lücken im Berliner Defensivverbund und hielt den Rückstand konstant. Die Torhüter konnten sich bislang wenig auszeichnen, die zweite Heinevetter-Parade ermöglichte es den Gästen auf vier Tore wegzuziehen, ein schwerer Schlag ins Kontor war allerdings die frühe zweite Zeitstrafe für Jakov Gojun (14.). Die Überzahl nutzte Melsungen zum Verkürzen, auch wenn Schneiders Konter zum 7:9 (16.) ein nicht geahndetes Foul an Nenadic vorausging.

Bei Gleichzahl kontrollierten die Berliner das Spiel, doch immer wieder schwächte man sich selbst durch Zeitstrafen. Velimir Petkovic nahm nach Michael Müllers Anschlusstreffer zum 11:12 (23.) seine Auszeit und beklagte die fehlende Beweglichkeit in der Abwehr. Aber Melsungen war nun in der Partie, Youngster Johannes Golla konterte zum 13:13. Die Berliner blieben aber in der Vorlage, auch weil die MT innerhalb von sechzehn Sekunden Zeitstrafen gegen Golla und Philipp Müller kassierte und Lindberg vom Strich keine Nerven zeigte. Melsungen überstand mit einer großen Disziplin und einer Ausreizung der Passivregeln diese Situation ohne Gegentreffer. Anschließend vergab man aber die Chance zum erneuten Ausgleich und Berlin nutzte durch einen Konter von Drasko Nenadic, eine Parade von Heinevetter gegen Allendorf und einen Gewaltwurf von Wiede zum 13:16-Halbzeitstand.

Melsungen startete besser in die zweite Halbzeit, auch Johan Sjöstrand konnte sich nun auszeichnen und Gollas Konter zum 16:17 (34.) einleiten. Die Füchse ließen die Konsequenz, die sie zu Beginn der Partie ausgezeichnet hat, nun vermissen - Kozina vergab leichtfertig einen Gegenstoß. Die Intensität stieg, nach einem Zweikampf zwischen Michael Müller und Petar Nenadic mussten beide Spieler zum Abkühlen auf die Strafbank. Trotzdem blieb es auf dem Parkett hitzig und Berlin in der Vorlage. Heinevetter kaufte Sellin einen Siebenmeter ab und Ignacio Plaza konnte zum 19:22 (43.) einnetzen.

Aber es waren eben immer wieder derartige Einzelmomente, die das Pendel mal zur einen, mal zur anderen Seite ausschlagen ließ. Von einer Vorentscheidung war man an diesem Abend vor ausverkauftem Haus noch weit entfernt. Berlin schien die beiden Zähler aber unbedingt aus Kassel mitnehmen zu wollen, erkämpfte sich auch manchen Abpraller, während es bei Melsungen an der Rückzugsbewegung mangelte. Die Gäste zogen zwischenzeitlich auf vier Tore (21:25) weg, doch Melsungen kämpfte sich mit Sjöstrands nächsten Paraden wieder beim 25:26 (53.) in die Schlagdistanz.

Als Sellin dann nach einer weiteren Parade des Schweden egalisierte tobte die Rothenbachhalle und auch Petkovic sah zum zweiten Mal Redebedarf an diesem Abend. Berlin suchte nun immer wieder Kresimir Kozina am Kreis und der Kroate holte zunächst eine Zeitstrafe gegen Timm Schneider und dann den Siebenmeter heraus, der Lindberg lässig mit einem Heber zum 26:27 nutzte. Michael Müller und Johannes Sellin ließen in der Folgezeit gute Chancen aus, Boomhouwer war es dann mit einem Abpraller rückwärts zum Tor, der den Treffer zum 28:28 erzielte.

Nach einer spaktakulären Parade von Sjöstrand gegen Elisson, hatte Golla die Chance zur ersten Führung auf der Hand. Der Youngster verlud Heinevetter, traf aber nur den Pfosten. Zwanzig Sekunden verblieben den Füchse, doch die vergaben ihren letzten Angriff. Melsungens Konter lenkte Heinevetter ins Aus, die MT fand nach dem Einwurf Sellin am Kreis und der netzte zum vermeintlichen Siegtreffer ein. Doch der Ball hatte erst nach Spielende die Torlinie überschritten, am Ende stand eine dem Spiel angemessene Punkteteilung.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2016/2017
27. Spieltag · 19.04.2017 · 20:15 Uhr
MT Melsungen28:28
Füchse Berlin
Rothenbachhalle Kassel (Messe) · Zuschauer : 4300

Spielfilm:
0:1 (2.), 0:3 (4.), 1:3 (6.), 1:4 (7.), 2:4 (9.), 2:5 (9.), 3:6 (11.), 4:6 (12.), 4:7 (12.), 4:8 (13.), 5:8 (14.), 5:9 (14.), 5:9 (14.), 6:9 (15.), 7:9 (16.), 7:10 (18.), 7:11 (19.), 8:11 (20.), 9:11 (21.), 10:12 (22.), 11:12 (23.), 11:13 (24.), 12:13 (25.), 13:13 (26.), 13:14 (27.), 13:15 (29.), 13:16 (HZ), 16:17 (33.), 16:18 (35.), 17:18 (36.), 17:19 (37.), 18:19 (39.), 18:20 (40.), 19:20 (41.), 19:21 (41.), 20:22 (43.), 20:23 (44.), 21:23 (44.), 21:24 (46.), 21:25 (47.), 22:25 (48.), 22:26 (49.), 23:26 (49.), 24:26 (50.), 25:26 (53.), 26:27 (54.), 27:27 (56.), 27:27 (56.), 27:28 (57.), 28:28 (59.), 28:28 (EN)

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