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21.04.2017 18:52 Uhr - 1. Bundesliga - HP RNL, PM HSC, red

"Nur ein Sieg zählt" - Rhein-Neckar Löwen wollen gegen Coburg Tabellenführung erobern

Hendrik Pekeler Hendrik Pekeler
Quelle: groundshots.de
Nach dem vergangenen Osterwochenende sind die Rhein-Neckar Löwen so etwas wie der große Gewinner des Spieltages. Sowohl der THW Kiel wie auch die SG Flensburg-Handewitt ließen im Kampf um Meisterschaft wichtige Punkte liegen, während die Löwen beim Auswärtsspiel in Göppingen besonders in der ersten Hälfte einen fantastischen Handball boten. "Darauf wollen wir gegen Coburg aufbauen. Unabhängig vom Tabellenstand zählt für uns nur ein Sieg", gibt Trainer Nikolaj Jacobsen die Richtung gegen Tabellenschlusslicht HSC vor. Die Partie beginnt am Samstag um 19 Uhr.

Coburg wird beim Meister erneut ein schweres Spiel haben. "Wieder zu viele Leichtsinnsfehler, darüber reden wir schon die ganze Saison, das ist wohl das Lehrgeld, das wir bezahlen müssen", analysierte Sebastian Weber die Ausgangsituation vor der nächsten Partie. "Doch das ist diesmal anders, kein großer Druck. Es ist ein ganz einfaches Spiel. Wir sind in einer wohl maximalen Außenseiterrolle, es ist wieder einmal ein Spiel David gegen Goliath", umschreibt Coburgs Trainer Jan Gorr die Partie beim Meister. Er ist sich aufgrund der augenblicklichen Situation seiner Mannschaft bewusst, dass es natürlich ein ungünstiges Timing ist, ausgerechnet jetzt beim Titelverteidiger antreten zu müssen. Denn den kaum noch zu vermeidenden Abstieg hat seit der vergangenen Woche auch aufgrund der anderen Ergebnisse jeder zumindest im Hinterkopf.

Doch trotzdem sollten die HSCler das Spiel, dem Gorr trotz der aussichtlosen Situation einen hohen Stellenwert beimisst, irgendwo auch genießen. "Wir spielen beim Meister, in einer tollen Arena und das eben in dieser ersten Liga." Gorr will, dass sich seine Spieler das Positive vor Augen halten. Im Hinspiel konnten die aber gerade einmal zehn Minuten so richtig mithalten, haben sich aber auch entwickelt. "Damals mussten wir das Tempo verschleppen, weil wir eben nicht annähernd auf dem Level des Gegners waren. Jetzt sind wir viel besser dabei, können das Tempo auch einmal anziehen." Bewiesen haben die Coburger das zuletzt in einigen Phasen gegen Melsungen.

Was aber unterbleiben sollte, sind gerade gegen einen solchen Gegner die leichten Ballverluste. Die wurmen auch Vorstandssprecher Stefan Apfel immer wieder: "In den entscheidenden Phasen, wenn es darauf ankommt, machen wir die einfachen Fehler. Das bricht uns immer wieder das Genick. Wir sind dran, stoßen den Bock aber nicht um." Deswegen soll Coburg in der SAP-Arena möglichst diszipliniert und fehlerarm agieren, keine unerwarteten Bälle verlieren. Denn sonst dürfte es regelmäßig im eigenen Kasten klingeln.

Im Tor der Gastgeber wird allerdings Andreas Palicka fehlen, der sich beim Achtelfinal-Aus gegen den THW Kiel einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte und noch bis Ende April pausieren muss. Ob Florian Billek auf Coburger Seite dabei ist, wird sich erst am heutigen Freitag entscheiden. Der Coburger Rechtsaußen, der aufgrund seiner blauen Karte bereits das Hinspiel verpasst hatte, laboriert weiter an einer Bauchmuskelzerrung. "Am Mittwoch hat er erstmals wieder leicht mit Ball trainiert und eine aktuelle MRT-Untersuchung wird zeigen, ob er wieder einsatzfähig ist", gibt sich Gorr abwartend.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2016/2017
27. Spieltag · 22.04.2017 · 19:00 Uhr
Rhein-Neckar Löwen33:20
HSC Coburg
SAP-Arena Mannheim · Zuschauer : 7285

Spielfilm:
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