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14.06.2017 11:05 Uhr - 1. Bundesliga - chs

Gummersbacher Nyokas kündigt Karriereende an

Kevynn NyokasKevynn Nyokas
Quelle: Jenny Seidel
Kurz vor seinem 31. Geburtstag will der Gummersbacher Kevynn Nyokas in Handballrente gehen. Das teilte der Rückraumspieler nun französischen Medien mit. Eigentlich noch mit zwei Jahren Vertrag bei den Oberbergern ausgestattet, habe sich der Linkshänder nun auf eine Vertragsauflösung mit dem VfL geeinigt.

"Ich möchte aufhören. Ich habe nicht mehr die Kraft, die mich gekennzeichnet hat, als ich bei Paris HB war. Ich habe darüber vor einiger Zeit mit meinem Vater gesprochen", so Nyokas in einer Dokumentation des französischen Fernsehsenders beinSports und ergänzt: "Aber seit einem Jahr denke ich bereits darüber nach, seit meiner schweren Knieverletzung. Es war schwierig für mich wieder aufs Spielfeld zurückzukommen. Ich war stolz darauf, dass ich das geschafft habe und ich hatte ein sehr gutes Comeback. Aber allmählich fällt es etwas schwerer, die Maschine jeden Tag ans Laufen zu bringen."

Die Verletzung an der Patellasehne hatte sich Nyokas im April 2015, damals noch in Diensten von Frisch Auf Göppingen zugezogen und war anschließend rund ein Jahr außer Gefecht. Nach seinem Comeback konnte er mit den Württembergern den EHF-Pokal gewinnen und auch beim VfL Gummersbach startete er gut, ehe dann im September des vergangenen Jahres erneut eine Knieverletzung für eine mehrmonatige Zwangspause sorgte: "Es ist das gleiche Knie wie bei seiner letzten OP, aber eine andere Verletzung", so der damalige VfL-Manager Frank Flatten, der gegenüber handball-world betonte: "In den ersten drei Spielen hat er gezeigt, wie sehr er dem VfL Gummersbach hilft. Sein Ausfall ist sowohl wirtschaftlich als auch sportlich für den VfL Gummersbach schwerwiegend."

"Selbst heute bin ich noch nicht zu meinem Toplevel zurückgekehrt und es sind nun zweieinhalb Jahre, dass ich meiner Form hinterherlaufe", so Nyokas gegenüber handnews.fr: "Ich bin mit mir im Reinen mit meiner Entscheidung, aber ich kann verstehen, dass die Leute überrascht sind. Es ist nicht meine Mentalität Dinge halbherzig zu tun. Ich wollte immer der Beste sein, immer der Leader des Teams und mein Team mitreißen. Heuzute, habe ich nicht mehr die körperlichen Möglichkeiten dies zu zun. Mental bin ich immer noch stark, aber wenn der Körper nicht länger will, dann muss man realistisch sein."

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