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16.07.2017 11:20 Uhr - 1. Bundesliga - noa

Marc Schmedt zu HBL-Beschlüssen: "Bundesliga ist das Qualitätsprodukt, was es zu erhalten gilt"

Marc-Henrik SchmedtMarc-Henrik Schmedt
Quelle: HBL
Bei der Mitgliederversammlung der DKB Handball-Bundesliga wurden in dieser Woche zukunftsweisende Entscheidungen getroffen. Gerade das Thema zur Kaderaufstockung auf 16 Spieler war ein über Jahre lang diskutiertes Thema. Marc-Henrik Schmedt, Geschäftsführer des SC Magdeburg und Vizepräsident der DKB HBL, begrüßte diese Entscheidung eher weniger.

Die kürzlich getroffene Entscheidung, die Mannschaftskader von 14 auf 16 Spieler zu erhöhen, war nicht im Sinne des Vizepräsident der DKB HBL. "Die Sorge der Liga ist es einfach, dass es als Folge eine Wanderbewegung der guten Spieler zu den guten Clubs und somit einen Konzentrationsprozess und ein Gefälle geben wird", so Schmedt gegenüber der Volksstimme. Die Entscheidung müsse aus seiner Sicht akzeptiert werden. Zudem hofft Schmedt, dass zumindest die Grundidee, junge Spieler im Bundesliga-Kader zu integrieren, auch umgesetzt wird.

Allerdings war Marc-Henrik Schmedt mit den anderen Entscheidungen zufrieden. Er möchte einen fairen und ausgeglichenen Wettbewerb für alle Vereine. "Die Bundesliga ist das Qualitätsprodukt, was es zu erhalten gilt. Dazu gehören 18 Mannschaften. Und dazu gehört es, TV-Bilder in gleichen Teilen zu vergeben", betonte Schmedt im Gespräch mit der Volksstimme. Die Ausgeglichenheit, dass der Tabellenerste beim Schlusslicht verlieren kann, war laut Schmedt auch einer der Gründe für den Pay TV-Sender Sky, die Übertragungsrechte der Bundesliga zu kaufen.

Der Vizepräsident der DKB HBL von der neuen Übertragungs-Strategie im Fernsehen überzeugt. Auch wenn die Startzeiten für Sonntag mit 12.30 Uhr zunächst gewöhnungsbedürftig zu sein scheinen, überwiegen laut Schmedt die Vorteile. Jetzt sei jeder Spieltag so strukturiert, dass er von Donnerstag bis Sonntag durchgeführt wird. "In den vergangenen Jahren waren die Spieltage immer auseinandergerissen worden, die Tabelle erhielt deshalb ein schiefes Bild. Das ist unter den neuen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich", so Marc-Henrik Schmedt im Gespräch mit der Volksstimme. Darüber hinaus sei es gut für den Handball, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender mehr Rechte an der Nachverwertung haben.

Zum vollständigen Interview der Volksstimme

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