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18.07.2017 09:58 Uhr - 1. Bundesliga - redsport

#Praxis-Forum: Die 5. Ausgabe im Rückblick - Teil 2

Dr. Ulrich KuhlDr. Ulrich Kuhl
Quelle: Michael Heuberger
Im Januar fand erfolgreich die 5. Ausgabe des Praxis-Forum von handball-world statt. Bereits am 12. August folgt die nächste Veranstaltung. Dann wird es in Köln im Seehaus von TÜV Rheinland in dessen Business Park, Am Grauen Stein, wieder interessante Vorträge und Diskussionen geben. Doch bevor es soweit ist, blicken wir auf die vergangene Veranstaltung in Essen zurück. Auch dort drehte sich alles um den gegenseitigen Erfahrungsaustausch, das Knüpfen von Kontakten und den Wissenstransfer. Die fünfte Ausgabe im Rückblick - Teil 2...

Nachdem es zuvor um Management, Jugendförderung und Sponsoring ging, folgte ein Blick auf die individuelle Unterstützung der Spieler. Sportpsychologe Dr. Ulrich Kuhl beschäftigte sich mit der Frage, wie es passiert, dass Leute, die im Training stark sind, im Wettkampf ihre Leistung nicht bringen können. Er unterstrich: "Situationen, die von großer Bedeutung bei der Zielerreichung sind, kann man trainieren, körperlich und mental. Die Zusammenarbeit von Trainern und Psychologen ist wichtig, um die richtigen Schwerpunkte im Training zu legen." Es gehe darum zu lernen, "in wichtigen Situationen das Augenmerk auf das Ziel zu lenken und nicht auf die möglichen Konsequenzen".

Anschließend präsentierte DHB-Projektleiter Freyer den aktuellen Stand der beiden anstehenden Heim-Weltmeisterschaften. "Die vergangene Europameisterschaft in Schweden hat uns in jedem Fall einen enormen Push gegeben", freute er sich. "Denn eines ist klar: Wenn die Heimmannschaft erfolgreich ist, dann ist das die beste Werbung für unsere WM." Geplant ist, ein möglichst breites Publikum zu erreichen und auch diejenigen vom Handballsport zu überzeugen, die nicht jedes Wochenende in die großen Arenen pilgern. "Eine gute Stimmung ist das A und O, gerade durch die Fans erwarten wir uns einen weiteren Schub", weiß auch Freyer. Ein reges Zuschauerinteresse ist freilich nicht nur für die Atmosphäre elementar auch der finanzielle Aspekt spielt hierbei eine nicht unbedeutende Rolle. "Wir finanzieren uns in erster Linie durch den Ticketverkauf", erklärt Freyer. "Zwar können wir vom Weltverband gewisse Rechte beziehen, aber natürlich sind auch die nicht kostenlos."

Marketing-Experte Michael Wrulich blickte über den Tellerrand zu Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 und gab Beispiele, was sich auf den Handball übertragen ließe. "Ich muss die Leute von meiner Idee infizieren", erklärte der ehemalige Mitarbeiter der Füchse Berlin. "Man muss beim Marketing und der Sponsoren-Anwerbung davon ausgehen, was den eigenen Verein ausmacht. Dafür ist es hilfreich, drei Top-Facts zu definieren." Als Beispiel führte er die Füchse an, wo die drei Begriffe Jugendförderung, Füchse-Familie und Hauptstadtclub seien.

Helge-Olaf Käding, Rechtsanwalt und Experte für Handballrecht, sowie Holger Strohmeyer, Fachanwalt für Sozialrecht aus Dortmund, sprachen vor den handballinteressierten Gästen im Tagungssaal. Das Themenspektrum reichte dabei von Fragen der Befristung über Vertragsoptionen, Mindestlöhne bis hin zu gegenwärtigen Aspekten der Verbandsgerichtsbarkeit und aktueller Rechtsprechung der Sozialgerichte.

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