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20.07.2017 14:20 Uhr - 1. Bundesliga - redsport

#Praxis-Forum: Die 5. Ausgabe im Rückblick - Teil 3

Dominik KleinDominik Klein
Quelle: Michael Heuberger
In wenigen Wochen findet die 6. Ausgabe des Praxis-Forums von handball-world statt. Am 12. August werden in Köln im Seehaus des TÜV Rheinland, in dessen Business Park, Am Grauen Stein, Fachleute aus verschiedenen Bereichen zusammenkommen und im Sinne des Wissenstransfers ihre Expertise zur Verfügung stellen. In Vorbereitung auf diese Veranstaltung blicken wir auf die erfolgreiche 5. Ausgabe in Essen zurück...

Nach den Schwerpunkten Management, Social Media und Jugendförderung am Vormittag und den Vorträgen zum Handballrecht, zur Sportpsychologie und Marketing wurde es sportlich. Zunächst sprach Linksaußen Dominik Klein, der spontan als Referent eingesprungen war, über die Vorteile des Individuellen Performance Coachings. "Es ist schon zu sehen, was man mit Körpersprache alles erreichen kann. Die Körpersprache beeinflusst die innere Haltung", erklärte der Weltmeister von 2007 und fügte hinzu: "Ich fühle mich wohl in der Rolle, in der ich bin, und das merkt man an der Körpersprache." Selbstreflexion ist ein wichtiges Stichwort, wenn es um individuelles Performance Coaching geht. Egal, ob als Spieler auf dem Feld oder als Trainer an der Seitenlinie: Wichtig ist, an dieser Stelle einen Berater oder einen Gesprächspartner zu haben, mit dem man darüber reden kann.

Direkt nach Klein sprach Kanu-Olympiasieger Max Hoff über den Weg nach Rio de Janeiro und Stolpersteine auf dem Weg. Trotz einiger Rückschläge betonte er: "Ich würde nichts anders machen." Wie umfangreich die Entbehrungen für einen Einzelsportler in diesem Bereich sein müssen, konnten die Zuhörer in Essen nur erahnen. Hoff versuchte dennoch, diese in Worte zu fassen. "Völlig unabhängig davon, wie akribisch man sich vorbereitet: Die größte Aufgabe ist es, sich komplett auf sich selbst zu fokussieren", erläuterte der Diplom-Biologe, der seine Karriere zunächst im Wildwasser begonnen und erst 2007 im Kanurennsport fortgesetzt hatte. "Schließlich kennt man auch die Gegner mit der Zeit in- und auswendig. Ich hatte mir damals zudem einen Mentaltrainer geholt, der mich bei dieser Aufgabe unterstützte." Auch und gerade der psychologische Gesichtspunkt spielt aus Sicht des Olympiasiegers eine bedeutende Rolle auf dem Weg zum sportlichen Triumph. "Trainer waren für mich zum Beispiel immer eher Berater und nicht diejenigen, die mir zu jeder Zeit sagen, was ich zu tun habe", beschrieb Hoff. "Darüber hinaus konnte ich im Training gewissermaßen mein Hirn ausschalten und komplett entspannt an die Sache rangehen."

Der letzte Vortrag des Tages blieb Victor vom Kolke überlassen. Der Marketingleiter der DKB Handball-Bundesliga stellte den Teilnehmern die gemeinsame Werbekampagne „"Handball. Es lebe der Sport" vor und erläuterte Varianten, wie sich auch die Amateurvereine beteiligen können. Man wolle mit dieser Werbung, so der ehemalige Hockey-Bundesligaspieler, "eine wahre Alternative zum überhitzen Fußball bieten". Neben den Ligaverbänden und dem DHB haben auch die Landesverbände aktiv an der Entwicklung der Kampagne mitgearbeitet. "Es ist uns erstmalig gelungen, eine Gemeinschaftskampagne zu starten, die auch wirklich eine Gemeinschaftskampagne ist", freute sich vom Kolke. "Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass es nicht nur eine Kampagne für die DKB Handball-Bundesliga oder den DHB ist, sondern eine für Handball-Deutschland." Mindestens bis zur Männer-WM 2019 im eigenen Land ist die Kampagne ausgelegt. Zusammen mit der Agentur Nordpol haben die Macher "vermeintliche Schwächen in Stärken umgewandelt", wie es vom Kolke ausdrückte. "Wir wollen gar nicht so sein wie der Fußball, sondern wir wollen so sein, wie Handball-Deutschland ist", fasste er den Inhalt der Kampagne zusammen.

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