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11.08.2017 17:10 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Heide-Cup: HSV verkauft sich nach verschlafenem Start gegen Schaffhausen teuer

Finn Wullenweber war mit acht Toren bester Hamburger WerferFinn Wullenweber war mit acht Toren bester Hamburger Werfer
Quelle: Stefan Michaelis
Der Handball Sport Verein Hamburg hat zum Auftakt des Internationalen Heide-Cups in Schneverdingen einen Niederlage gegen die Kadetten Schaffhausen kassiert. Der Drittligist unterlag dem Champions-League-Teilnehmer mit 29:33 (13:18), verkaufte sich nach einer verschlafenen Anfangsphase jedoch teuer. Bester Werfer der Hamburger war Finn Wullenweber mit acht Treffern, für die Kadetten trafen Michael Szyba und Pouya Nourazi je fünfmal.

Der Handball Sport Verein Hamburg hatte in der Anfangsphase gegen die Kadetten Schaffhausen große Probleme. Die Schweizer spielten ihre körperliche Überlegenheit gegen den Drittligisten aus, der sich nicht zu sortieren wusste. So setzt sich der Champions-League-Teilnehmer auf 5:0 (8.) ab. Ivan Stevanovic trug mit seinen Paraden einen Anteil an der schnellen Führung; er parierte u.a. einen Wurf von Kreisläufer Niklas Weller und nahm kurz darauf Blazenko Lackovic den Ball ab.

Die eingefleischten HSV-Fans hielten die torlosen Minuten tapfer im Stehen durch - und setzten sich erst nach dem ersten Hamburger Treffer. Dieser ging auf das Konto von Dominik Axmann, der in der 9. Spielminute per Durchbruch das 1:5 erzielte. Der Nachwuchsspieler war kurz zuvor für Lukas Ossenkopp eingewechselt worden, der bei einer Abwehraktion einen Schlag ins Gesicht erhalten hatte. Nach dem sechsten Treffer der Kadetten reagierte HSV-Trainer Torsten Jansen mit einer Auszeit - und die Ansprache zeigte Erfolg.

Seine Mannschaft kam zunehmend besser in die Partie. Zudem bewies der Coach mit der Einwechslung von Finn Wullenweber nach einer knappen Viertelstunde ein glückliches Händchen. Der Rückraumspieler kam für den glücklosen Lackovic und netzte in der 15. Minute sofort zum 10:5 ein - bedient vom ebenfalls stark aufspielenden Axmann. Der Youngster trug sich mit dem 14:10 (24.) kurz darauf erneut selbst in die Torschützenliste ein. Die Hamburger hatten nun in die Partie gefunden, ihre Abwehr stabilisiert und boten den Kadetten Paroli.

So schmolz der Rückstand um ein weiteres Tor. Zwar vergab der HSV zunächst einen Strafwurf, doch Christopher Rix verkürzte per Gegenstoß zum 12:15. Ebenso wie die Einwechslung von Wullenweber und Axmann hatte sich der Tausch zwischen den Pfosten bezahlt gemacht; Dominik Plaue hatte inzwischen Justin Rundt abgelöst und einige Würfe abwehren können. Mit einem Schlussspurt trieben die Schweizer ihren Vorsprung jedoch noch einmal in die Höhe, sodass es mit 13:18 aus Hamburger Sicht in die Kabine ging.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselten beide Trainer personell. Beim HSV kam Neuzugang Kevin Herbst auf die rechte Außenbahn, bei den Schweizern brachte Peter Kukucka Luka Maros im linken Rückraum und Gabor Csazar auf der Mitte. Maros war es auch, der sich die ersten beiden Würfe der Schweizer nahm, jedoch ohne ein Tor zu erzielen. Der erste Treffer nach Wiederanpfiff ging daher auf das Konto der Hamburger; Jan Forstbauer verkürzte den Rückstand auf 14:18 (32.). Felix Mehrkens legte kurz darauf das 15:18 (34.) nach, sein Siebenmeter war jedoch erst im Nachwurf drin.

In den folgenden Minuten lieferten sich die beiden Teams weiterhin einen offenen Schlagabtausch. Der HSV hatte dank der stabilisierten Defensive die Chance, auf zwei Treffer heranzukommen, doch auch der dritten Siebenmeter in dieser Partie landete nicht im Tor. Manuel Liniger machte es auf der anderen Seite besser. Der Drittligist hielt jedoch trotzdem den Anschluss. Herbst legte in der 43. Spielminute das 24:20 nach und auch die Einwechslung eines weiteren Nachwuchsspielers brachte keinen Bruch im Spiel. Leif Tissier kam offensiv für Axmann und fügte sich bestens ein.

Eine Viertelstunde vor dem Ende legte Kukucka beim Stand von 25:20 die Grüne Karte. Seine Mannschaft behauptete den Vorsprung weiterhin, musste jedoch auch immer wieder Treffer vom HSV hinnehmen - wie von Wullenweber oder kurz darauf durch Herbst. Der Linkshänder verwandelte den ersten Hamburger Strafwurf in dieser Partie direkt und markierte das 27:22 (47.). Die beiden Mannschaften lieferten sich ein unterhaltsames Duell, in dem die Zuschauer über zahlreiche Treffer jubeln durften.

Der starke Wullenweber erzielte kurz darauf das 30:24 (53.), Dominik Vogt verkürzte mit einem Treffer ins leere Tor der Kadetten weiter. Doch auch die Schweizer nutzten es aus, dass der HSV in Unterzahl ebenfalls den zusätzlichen Feldspieler brachte. Nach einem Tor von Stefan Schröder konterte das Kukucka-Team, indem es den Anwurf direkt im Tor versenkte: 31:26 in der 56. Spielminute. Nachdem sich auch Tissiert mit dem 32:28 (58.) noch in die Torschützenliste eintragen konnte, setzte Maros mit seinem Treffer den Endstand von 33:29.



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