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11.08.2017 19:42 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Heide-Cup: Montpellier besiegt zum Auftakt Bundesligist Leipzig

Alen Milosevic erzielte drei Treffer gegen MontpellierAlen Milosevic erzielte drei Treffer gegen Montpellier
Quelle: Stefan Michaelis
Der SC DHfK Leipzig ist mit einer Niederlage in den Internationalen Heide-Cup gestartet. Gegen Champions-League-Teilnehmer Montpellier HB fehlte dem Team von Andre Haber schlussendlich die Cleverness in den entscheidenen Phasen, sodass die Franzosen mit 31:27 (16:12) siegten. Bester Werfer des Bundesligisten war Philipp Weber mit acht Tore, Valentin Porte erzielte sechs Treffer für Montpellier.

Der SC DHfK Leipzig begann gegen Montpellier HB mit Milos Putera zwischen den Pfosten sowie Yves Kunkel und Lucas Krzikalla auf den Außenbahnen. Im Rückraum agierten Philipp Weber, Franz Semper und Niclas Pieczkowski, am Kreis begann Alen Milosevic. Der Kreisläufer spielte ebenso wie Weber nur im Angriff, für die Defensive kamen Aivis Jurdzs und Bastian Roscheck. Bei Montpellier stand zunächst Vincent Gerard im Tor, der einen guten Start erwischte.

Die beiden Mannschaften lieferten sich von der ersten Minute an ein ebenso offenes wie unterhaltsames Match. Der erste Treffer der Partie ging auf das Konto von Baptiste Bonnefond, doch Weber glich umgehend aus. Die Führung wechselte in dieser Anfangsphase wiederholt: Zunächst brachte Pieczkowski die Leipziger mit 3:2 (5.) in Front, dann sorgte Bonnefond mit seinem dritten Treffer für das 4:3 (7.) aus Sicht der Franzosen.

Der Champions-League-Teilnehmer drückte von der ersten Minute an auf das Tempo und versuchte, mit Ludovic Fabregas auf der Spitze der offensiven Deckung den Leipziger Rückraum unter Druck zu setzen. Der Bundesligist wusste jedoch gegenzuhalten, zeigte ein über weite Strecken gutes Rückzugsverhalten und erspielte sich vorne immer wieder Chancen. Gerade die Räume am Kreis, die sich durch die offensive Formation der Franzosen ergaben, nutzte Leipzig aus. Milosevic wurde wiederholt gesucht - mit Erfolg. Der Kreisläufer glich in der 11. Spielminute zum 6:6 aus und erzielte kurz darauf das 9:7 (15.).

Dank der Leipziger Gegenwehr gelang es Montpellier nicht, sich entscheidend abzusetzen, sodass Weber wenig später den Anschluss zum 9:8 (17.) herstellen konnte. Auch in den folgenden Minuten blieb es eng. Andre Haber musste trotzdem das erste Mal personell umstellen: Semper humpelte nach einem Zusammenstoß vom Feld; für ihn kam zunächst Aivis Jurdzs auch offensiv; zudem kam Tobias Rivensjö neu in die Partie. Auch im Tor tauschte Haber; Jens Vortmann kam für Putera.

Mit einer Parade gegen Jonas Truchanovicius kam Vortmann gut in die Partie. So blieb das Spiel auch weiterhin eng. Neuzugang Yves Kunkel erzielte per Siebenmeter das 11:13 (26.), Lucas Krzikalla legte nach. Montpellier-Coach Patrice Canayer reagierte auf den Anschluss der Leipziger mit einer Auszeit. Die Ansprache führte zu einem konsequenten Ausspielen der verbleibenden zweineinhalb Minuten. Die Franzosen zogen mit drei schnellen Toren wieder davon, sodass es mit 12:16 aus DHfK-Sicht in die Kabine ging.

Den ersten Treffer nach der Pause erzielte der zurückgekehrte Semper, der den Rückstand damit auf drei Tore verkürzte. Das Tempo in der intensiven Partie blieb auch im zweiten Durchgang hoch, wobei Montpellier seinen Vorsprung behaupten konnte. Die Franzosen zogen ihr Spiel mit Tempo aus einer soliden Deckung heraus durch und ließen sich auch vom zwischenzeitlichen 18:16 (40.) nicht aus der Ruhe bringen. Kunkel scheiterte zudem von der Siebenmeterlinie an Nikola Portner. Als Haber eine knappe Viertelstunde vor dem Ende die Auszeit zog, lag Montpellier weiterhin mit vier Treffern in Front (24:20, 46.).

Der Bundesligist steckte jedoch nicht auf und kämpfte sich noch einmal heran. Rechtsaußen Peter Strosack verkürzte mit einem Doppelpack auf 26:24 (49.), sodass das Spiel völlig offen in die letzten zehn Spielminuten ging. Nun machte sich die Erfahrung von Montpellier bemerkbar. Die Franzosen agierten weiterhin konzentriert und setzten immer wieder Nadelstiche und Michael Guigou blieb von der Siebenmeterlinie nervenstark, sodass der Vorsprung mit einem 3:1-Lauf wieder auf 29:25 (53.) anwuchs.

In den letzten Minuten musste Montpellier auf Jean Loup Faustin verzichten, der nach der dritten Zeitstrafe auf der Tribüne Platz nehmen musste. Nachdem Putera einen Siebenmeter gegen Guigou pariert hatte, schöpfte Leipzig noch einmal Hoffnung - es waren noch drei Minuten zu spielen und der Bundesligist lag mit 2&.29 zurück. Nachdem der französische Routinier den nächsten Strafwurf wieder sicher verwandelte und Roscheck für das zum Siebenmeter führende Foul eine Zeitstrafe erhalten hatte, war das Spiel entschieden. Guigou sorgte mit einem weiteren Treffer von der Siebenmeterlinie mit dem Schlusspfiff für den Endstand von 31:27.



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