News sendenPDF öffnen

11.08.2017 21:45 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Heide-Cup: Wetzlar muss sich Kristianstad knapp geschlagen geben

Die HSG Wetzlar unterlag Kristianstad mit zwei TorenDie HSG Wetzlar unterlag Kristianstad mit zwei Toren
Quelle: jun
Der Titelverteidiger muss sich geschlagen geben: Die HSG Wetzlar unterlag in ihrem ersten Spiel beim Internationalen Heide-Cup mit 26:28 (14:17) gegen Champions-League-Teilnehmer IFK Kristianstad. Bester Werfer der HSG, die beim 23:23 (52.) noch an der Überraschung schnupperte, war Stefan Cavor mit sechs Toren. Für Kristianstad erzielte Tim Sörensen neun Treffer.

Wetzlar erwischte einen gelungenen Start in die Partie gegen Kristianstad und gestaltete die Partie von Beginn an offen. Nach dem 1:0 (1.) durch Stig-Tore Moen Nilsen legte Wetzlar sofort nach und hielt den Anschluss. Mit Benjamin Buric zwischen den Pfosten und Regisseur Filip Mirkulovski auf der Mitte gelang das gut, obwohl die Schweden stets einen kleinen Vorsprung behaupten konnten - Tim Sörensen netzte per Siebenmeter zum 5:3 (8.) ein.

Das größte Problem der Mittelhessen in dieser Anfangsphase war die Verteidigung des schwedischen Rückraums. Das HSG-Team fand kein rechtes Mittel und ließ den Werfern zu viel Raum. Zudem drückte Kristianstad auf das Tempo und versuchte, über sein Gegenstoßspiel zum Erfolg zu kommen - was auch gelang. Der gut aufgelegten Leo Larsson schickte Viktor Hallen, der zum 6:3 (9.) einnetzte. Sörensen legte kurz darauf das 9:6 (17.) ebenfalls per Gegenstoß nach.

Während bei der HSG inzwischen nacheinander Neuzugang Olle Forsell-Scheffert und Kreisläufer Anton Lindskog in die Partie gekommen waren, wechselte Kristianstad im Block: Ola Lindgren schickte auf einen Schlag Helge Freimann, Philip Henningsson, Mario Lipovac und Albin Lagergren neu auf das Parkett. Wetzlar ließ sich jedoch nicht abschütteln und hatte sogar die Chance zum Anschluss, doch Larsson parierte einen Siebenmeter gegen Kvist.

Kurz darauf bewies Wandschneider mit der Einwechslung von Alexander Hermann jedoch ein glückliches Händchen. Der Österreicher erzielte, kaum in der Partie, einen Doppelpack und brachte die HSG damit auf 11:9 (22.) heran. Bis zur Halbzeit ließ die HSG nicht abreißen. Als Lindgren in der 28. Spielminute die Auszeit nahm, stand es 16:13, doch Lindskog verkürzte auf zwei Tore. In die Halbzeit ging es schließlich mit 17:14, da Lipovac noch einmal für IFK einnetzte.

Nach Wiederanpfiff wechselte Wandschneider weiter und brachte Maximilian Holst. Der Linksaußen, der die letzten Monate mit einem Kreuzbandriss hatte pausieren müssen und erst vor Wochenfrist beim Linden-Cup sein Comeback gegeben hatte, wurde gleich im ersten Angriff freigespielt, scheiterte jedoch an Richard Kappelin. Kaspar Kvist machte es kurz darauf von der anderen Seite besser und verkürzte den Rückstand wieder auf drei Tore: 18:15 in der 34. Spielminute. Kristianstad hatte nun seinerseits die Möglichkeit, wieder wegzuziehen, doch Buric parierte unter anderem einen Gegenstoß.

Erst in der 36. Spielminute gelang Kristianstad das zweite Tor im zweiten Durchgang: olafur Gudmundsson netzte aus dem Rückraum ein - Wetzlar agierte gegen die Werfer der Schweden weiterhin zu passiv. Da das Team von Wandschneider vorne jedoch auch immer wieder zu Chancen kam, blieb das Spiel eng. Nach dem 20:18 (40.) durch Lindskog legte Ola Lindgren die Auszeit und sprach nachdrücklich auf sein Team ein. In den folgenden Minuten konnte sich der Champions-League-Teilnehmer bei seinem Torwart bedanken, dass der Anschluss nicht fiel - Kappelin parierte u.a. gegen den freien Lindskog.

Eine Viertelstunde vor dem Ende lag Kristianstad mit 23:20 in Front und agierte nach einer Zeitstrafe gegen Hermann zusätzlich in Überzahl. Wandschneider zog die Auszeit und brachte den zusätzlichen Feldspieler. Mit Erfolg: Neuzugang Olle Forsell-Scheffert kam zum Wurf und verkürzte auf 21:23 (47.). Die HSG hatte nun mehrfach die Möglichkeit zum Anschluss, verlor den Ball jedoch einmal und scheiterte erneut an Kappelin. Der Keeper nahm zunächst Cavor einen Wurf ab und parierte dann einen Siebenmeter von Holst.

Da jedoch auch Buric stark hielt, blieb es eng - und in der 51. Minute war der Anschluss da. Holst netzte von Linksaußen zum 23:22 ein und Buric nahm Kristianstad den nächsten Wurf ab. Die HSG zog daraufhin einen weiteren Strafwurf, den Kvist sicher zum 23:23 (52.) verwandelte. Nun war das Spiel endgültig wieder offen. Kristianstad ließ sich davon jedoch nicht verunsichern - und spielte seine Erfahrung aus. Mit einem 3:0-Lauf innerhalb nicht einmal vier Minuten eroberten die Schweden, die ihre Fehler in dieser Crunchtime abstellten, die Führung zurück. Am Ende siegte IFK mit 28:26.



Handballecke.de Diskutieren Sie direkt im Forum mit!


Meistgelesen:



Lesen Sie auch: