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12.08.2017 14:19 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Heide-Cup: Leipzig besiegt Kadetten mit konzentrierter Leistung

Philipp Weber war mit acht Treffern bester Werfer der LeipzigerPhilipp Weber war mit acht Treffern bester Werfer der Leipziger
Quelle: Stefan Michaelis
Zweiter Tag, zweites Spiel, erster Sieg: Der SC DHfK Leipzig hat einen Tag nach der Auftaktniederlage einen Erfolg beim Internationalen Heide-Cup feiern können. gegen die Kadetten Schaffhausen siegte das Team von Andre Haber mit 33:30 (15:14). Die Leipziger agierten gegen den Schweizer Meister mit viel Konzentration im Angriff und konnten zudem die vielen Fehler der Kadetten für ihr Tempospiel nutzen. Bester Werfer mit acht Toren war Philipp Weber, für Schaffhausen erzielten Johann Koch, Pouya Norouzi und Andrija Pendic je sechs Treffer.

Leipzig kam gegen die Kadetten gut in die Partie - nicht nur, weil Tobias Rivesjö das erste Tor des Spieles erzielte. Der Bundesligist stellte von Beginn an eine solide Defensive, sodass sich die Kadetten jedes Tor hart erarbeiten mussten. In der Offensive war Niclas Pieczkowski Dreh- und Angelpunkt im Leipziger Spiel. Der Spielmacher bestimmte nicht nur geschickt das Tempo, sondern war auch selbst erfolgreich. Als Peter Kukucka in der 10. Spielminute die erste Auszeit zog, führte der SC DHfK mit 6:5 - und die Hälfte der Leipziger Treffer ging auf das Konto des Nationalspielers.

Der Bundesligist bot auch in den folgenden Minuten eine starke Leistung und kam immer wieder übers Tempo zum Erfolg. Lukas Binder erzielte mit dem 8:6 (13.) den ersten Zwei-Tore-Vorsprung der Partie. Kukucka wechselte nun und brachte Christoffer Brännberger und Dimitrij Küttel. Außerdem kam Pouya Norouzi für Gabor Csaszar. Die Einwechslung des Iraners machte sich bezahlt. Mit seinen schnellen Aktionen und seinem Eins-gegen-Eins war er schwer zu verteidigen und glich zum 9:9 (19.) aus.

Der zuvor fehlerfreie Pieczkowski nahm sich innerhalb kurzer Zeit nun zwei Fehlwürfe, doch da die Kadetten ebenfalls an Jens Vortmann scheiterten, blieb die Partie offen. In der 21. Spielminute legte Haber die Grüne Karte und brachte Philipp Weber neu in die Partie, der sich mit dem 12:10 (24.) auch kurz darauf in die Torschützenliste eintragen konnte. Nach einem weiteren Gegenstoßtreffer durch Peter Strosack schien Leipzig die Zwei-Tore-Führung zur Pause sicher, doch Norouzi sorgte mit einem blitzschnellen Tor noch für den Anschluss. So ging es mit 15:14 für den Bundesligisten in die Kabine.

Das erste Tor im zweiten Durchgang gehörte den Kadetten: Norouzi glich mit einer weiteren Einzelaktion zum 15:15 (31.) aus. Die folgenden zwei Angriffe verloren die Schweizer den Ball jedoch durch Pässe ins Seitenaus, sodass Leipzig die Führung zurückeroberte: Weber netzte in der 33. Spielminute zum 17:15 ein. Er war ebenso wie Semper im Spiel geblieben; auf allen anderen vier Feldpositionen hatte Haber gewechselt und Yves Kunkel, Alen Milosevic, Lucas Krzikalla und Aivis Jurdzs neu in die Partie gebracht.

Dem Spielfluss der Leipziger tat die personelle Rotation jedoch keinen Abbruch. Das Team von Haber ließ den Ball weiter laufen und baute seinen Vorsprung durch einen Treffer von Krzikalla auf 19:16 (36.) aus. Die Kadetten hatten ihren Faden jedoch völlig verloren und ermöglichten es dem Bundesligisten durch ihre Ballverluste, sein Konterspiel aufzuziehen. Nachdem Krzikalla einen weiteren Gegenstoß zum 21:17 (37.) vollendete hatte, legte Peter Kukucka die Auszeit.

In der 41. Minute wechselte Haber erneut, nahm Jurdzs runter und brachte Pieczkowski zurück ins Spiel. Der Schweizer Meister agierte offensiv weiterhin konfus und verlor immer wieder einfache Bälle. Leipzig nutzte das eiskalt aus: Krzikalla traf - erneut per Gegenstoß - zum 25:20 (43.) und sorgte damit für den ersten Fünf-Tore-Vorsprung der Partie. Dank einer ebenso konzentrierten wie konsequenten Vorstellung im Abschluss behauptete der Bundesligist die Führung, obwohl die Kadetten nun in der Abwehr offensiver agierten.

Nach einer Zeitstrafe nahm Leipzig den Torwart raus, um weiterhin mit sechs Feldspielern agieren zu können. Die Kadetten bestraften das mit dem Treffer zum 28:25 (49.) ins leere Tor. Leipzig blieb jedoch cool und zog sein Spiel durch. In dieser Phase gelang fiel über Kreisläufer Milosevic, der drei Siebenmeter herausholte. Zwei verwandelte Weber, beim dritten blieb Ivan Stevanovic Sieger.

Auf der anderen Seite holten die Kadetten im Gegenzug ebenfalls einen Strafwurf heraus - und Andrija Pendic netzt gegen Milos Putera per Heber zum 31:28 (55.) ein. Obwohl die Kadetten kurz darauf noch einmal auf zwei Tore herankamen, konnte Leipzig am Ende jubeln. Weber vergab kurz vor Schluss zwar noch einen Strafwurf gegen Stevanovic, doch am Sieg änderte das nichts mehr. Leipzig siegte mit 33:30.



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