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12.08.2017 16:28 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Heide-Cup: Montpellier feiert klaren Sieg gegen Wetzlar

Jannik Kohlbacher kassierte mit der HSG Wetzlar eine deutliche Niederlage gegen Montpellier HB und Diego SimonetJannik Kohlbacher kassierte mit der HSG Wetzlar eine deutliche Niederlage gegen Montpellier HB und Diego Simonet
Quelle: Stefan Michaelis
Deutliche Niederlage für die HSG Wetzlar: Die Mittelhessen unterlagen am Samstagnachmittag beim Internationalen Heide-Cup mit 19:31 (9:13) gegen Montpellier HB. Für die Franzosen erzielten Jonas Truchanovicius und Valentin Porte je sechs Treffer, bei der HSG waren Joao Ferraz und Stefan Cavor mit je vier Toren die besten Werfer.

Nachdem die HSG Wetzlar am gestrigen Freitag bereits IFK Kristianstad über 60 Minuten Paroli geboten hatte, legten die Mittelhessen auch gegen Montpellier HB einen gelungenen Start hin und konnten das Spiel in der Anfangsphase offen halten. Stefan Cavor erzielte zunächst das 4:4 (9.) und legte kurz darauf die Führung für den Bundesligisten nach.

Auch nach einer knappen Viertelstunde lag die HSG - nach einem weiteren Treffer von Cavor - mit 7:6 in Front und agierte nach einer Zeitstrafe gegen Diego Simonet zudem in Überzahl. Auf beiden Seiten schlichen sich nun einige Unkonzentriertheiten ein, sodass es eng blieb. Baptiste Bonnefond eroberte die Führung mit seinem Treffer jedoch zurück: 8:7 für Montpellier in der 19. Spielminute.

Obwohl Benjamin Buric in der ersten Hälfte zwei Siebenmeter parieren konnte, musste Wetzlar Montpellier nun wegziehen lassen. Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft und in der Defensive fehlte der Zugriff. Als Kai Wandschneider in der 20. Spielminute die Auszeit zog und Joao Ferraz brachte, lag die HSG bereits mit 10:13 zurück.

Kurz darauf folgte eine Schrecksekunde, als Neuzugang Alexander Hermann verletzt liegenblieb und schließlich vom Feld humpelte. Für ihn kam FIlip Mirkulovski, der in der Anfangsphase Regie geführt hatte, zurück und besetzte mit Neuzugang Olle Forsell-Schefvert und Ferraz den Rückraum. Bis zur Pause hielt Montpellier seinen Vorsprung und ging mit einem 13:9 in die Pause.

Den ersten Treffer nach der Pause markierte Jean Loup Faustin, der zum 14:9 einnetzte. Wetzlar tat sich nun extrem schwer und bekam in der Deckung keinen Zugriff mehr auf die Franzosen. Nachdem Montpellier seine Führung binnen weniger Minuten auf 19:11 (37.) ausgebaut hatte, legte Kai Wandschneider die Auszeit.

Die rechte Außenbahn stellte bei der HSG ein personelles Problem da, als Wandschneider Kristian Björnsen eine Pause gönnte. Zunächst hatte dort Kohlbacher nach Wiederanpfiff agiert und an den Kreis aufgelöst, nach der Auszeit testete Wandschneider den Rückraumspieler Cavor auf der Außenposition, um dort zumindest einen Linkshänder aufbieten zu können.

Durch eine direkte rote Karte gegen Hermann, der mit Bonnefond aneinander geraten war, fehlte ab der 39. Minute auch noch ein Akteur im linken Rückraum. Wetzlar wirkte völlig konfus, es lief nicht viel zusammen. Sinnbildlich dafür war der Versuch von Joao Ferraz in der 43. Minute, einen langen Wurf auf das Tor der Franzosen zu werfen, die zuvor einmal den Torhüter rausgenommen hatten - doch da die Zeitstrafe abgelaufen war, stand Vincent Gerard bereits wieder sicher zwischen den Pfosten.

Mit Nikolai Weber und Max Holst brachte Wandschneider nun noch zwei neue Spieler, die zunächst jedoch auch keine Impulse setzen konnten. So machte Montpellier nach mehreren auf beiden Seiten torlosen Minuten den Zehn-Tore-Vorsprung perfekt: Valentin Porte erzielte in der 45. Spielminute das 23:13.

Positiv blieb jedoch zu vermerken, dass die HSG trotzdem nicht aufsteckte und den Rückstand zwischenzeitlich auch wieder um zwei Treffer verringern konnte. Wandschneider rotierte nun weiter, stellte Ferraz auf Rechtsaußen und testete Linksaußen Fabian Kraft im Rückraum. An dem Ausgang des Spiels änderte sich in den verbleibenden zehn Minuten nichts mehr. Nach einem letzten Treffer von Faustin siegten die Franzosen mit 31:19.



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