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12.08.2017 19:20 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Heide-Cup: HSV schnuppert gegen Kristianstad 50 Minuten am Sieg

Blazenko LackovicBlazenko Lackovic
Quelle: Stefan Michaelis
Starker Auftritt des HSV Hamburg: Der Drittligist schnupperte gegen IFK Kristianstad 50 Minuten am Sieg und musste sich am Ende mit nur 22:25 (13:10) geschlagen geben. Beste Werfer der Hamburger waren Jan Forstbauer und Kevin Herbst mit je sechs Toren, für die Schweden trafen Viktor Hallen und Albin Lagergren je siebenmal.

Im dritten und letzten Spiel am Samstag entwickelte sich zwischen dem HSV Hamburg und IFK Kristianstad eine von der ersten Minute packende Begegnungen. Aus einem 2:3-Rückstand machte der HSV mit einem 4:0-Lauf eine 6:3-Führung und zwang Ola Lindgren damit zu einer Auszeit. Der schwedische Trainer reagierte auch personell und wechselte bis auf Linksaußen Viktor Hallen seine komplette Feldbesetzung.

Der Erfolg blieb jedoch zunächst aus: Angetrieben von seinen lautstarken Anhängern baute der HSV seinen Vorsprung durch Jan Forstbauer auf 7:3 (14.) aus. Es war eine starke Mannschaftsleistung, die der Drittligist gegen den Champions-League-Teilnehmer bot. Selbst ein Fehlpass und ein Fehlwurf, die zwei Ballverluste in Folge bedeuteten, stoppten den Lauf nicht. Justin Rundt parierte mehrfach stark und Niklas Weller sorgte mit seinem zweiten Treffer für das 10:7 (20.).

In den verbleibenden zehn Minuten bis zur Pause hatte der HSV wiederholt die Möglichkeit, seinen Vorsprung auszubauen, vergab jedoch zwei Gegenstöße und einen Siebenmeter. Dass der Drittligist zur Pause trotzdem noch mit 13:10 in Front lag, war zwei Faktoren zu verdanken: Herbst vergab zwar einen Siebenmeter, netzte jedoch auch zweimal ein. Außerdem stand die Defensive mit Rundt dahinter weiterhin sehr stabil und machte es Kristianstad extrem schwer.

Für die zweite Halbzeit brachten beide Trainer frische Kräfte: Ola Lindgren schickte Leo Larsson zwischen die Pfosten, Jansen beorderte Herbst auf Rechtsaußen, Felix Mehrkens auf Linksaußen und Lasse Kohnagel in den Rückraum, der für die Defensive mit Finn Maciejewski wechselte. Das erste Tor nach Wiederanpfiff ging auf das Konto der Schweden, die damit auf zwei Tore verkürzten.

Mit viel Einsatz verteidigte der HSV in der folgenden Phase jedoch seinen Vorsprung und konnte weiterhin auf die Paraden von Rundt bauen. Kristianstad kam so zwar vereinzelt zum Torerfolg, doch da auch der HSV immer wieder Lücken in die schwedische Defensive riss, kamen die Schweden nicht heran. Als Jansen nach einer knappen Viertelstunde die Auszeit legte, lag seine Mannschaft mit 15:13 in Front - und Forstbauer erhöhte auf drei Tore.

Kristianstad kämpfte sich jedoch mühsam in die Partie - und kam durch Hallen in der 46. Spielminute zum 17:16-Anschluss, da auch die Defensive nun besser agierte. Da Herbst jedoch, nach einem vorherigen Fehlwurf, im Gegenzug die Nerven von Rechtsaußen bewahrte, wuchs der Vorsprung der Hamburger wieder auf zwei Treffer.

Es war jedoch zu sehen, dass die Konzentration des HSV mit zunehmender Spieldauer schwand und sich die Mannschaft von Jansen zunehmend schwer tat. In der Abwehr fehlte der letzte Schritt, der im ersten Durchgang noch gelungen war und im Angriff waren die Aktionen weniger klar. Der HSV-Coach reagierte und schickte Lackovic zurück aufs Feld.

Die Erfahrung des Kroaten machte sich bezahlt: Zunächst bediente er Dominik Vogt, der sicher verwandelte und dann wurde eine Lücke für Kohnagel gerissen, der einen Strafwurf herausholte. Herbst trat erneut an und netzte zum 19:18 (50.) ein. Nach zwei Zeitstrafe agierte der HSV in Folge jedoch in doppelter Unterzahl, was dem Jansen-Team das Genick brach. Kristianstad nahm Lackovic in Manndeckung und kam durch einen Doppelschlag von Hallen zum Ausgleich: 20:20 in der 53. Spielminute.

Kristianstad legte noch zwei weitere Treffer nach und schien damit endlich in der Erfolgsspur. Der HSV wehrte sich jedoch mit aller Kraft und hielt den Anschluss. Herbst erzielte von der Siebenmeterlienie das 22:23 (57.). Um das Spiel noch einmal zu drehen, fehlte jedoch die letzte Kraft. So siegte Kristianstad am Ende mit drei Toren, das 22:25 aus Hamburger Sicht war jedoch mehr als achtbar für den Drittligisten.



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