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13.08.2017 10:30 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Heide-Cup: Leipzig feiert Sieg, HSV bringt Kristianstad in Bedrängnis

Stefan Kneer unterlag mit Wetzlar deutlich gegen MontpellierStefan Kneer unterlag mit Wetzlar deutlich gegen Montpellier
Quelle: Stefan Michaelis
Siegreiche Leipziger, geknickte Mittelhessen und stolze Hamburger: Der zweite Spieltag beim Internationalen Heide-Cup in Schneverdingen brachte interessante Begegnungen mit sich. Während der SC DHfK Leipzig einen Sieg feiern konnte, ging die HSG Wetzlar gegen Montpellier HB unter. Der HSV Hamburg verkaufte sich indes teuer. Heute stehen die Platzierungsspiele an, das Finale bestreiten Montpellier HB und IFK Kristianstad (Anwurf: 17:30 Uhr).

Für die größte Überraschung am gestrigen zweiten Spieltag sorgte der HSV Hamburg. Der Drittligist setzte Champions-League-Teilnehmer IFK Kristianstad unter Druck, lag über weite Strecken der Partie in Front und musste erst in den letzten zehn Minuten dem Kräfteverschleiß Tribut zollen. So siegte der schwedische Meister am Ende noch mit 25:23 (10:13).

"Man hat gesehen, wozu wir in der Lage sind", freute sich HSV-Trainer Torsten Jansen anschließend. "Das war eine sehr, sehr engagierte Leistung meiner Mannschaft, wir haben das gemacht, was wir können und damit dem schwedischen Meister Paroli geboten."

Ein Faktor im Hamburger Spiel war Torwart Justin Rundt, der einen guten Tag erwischt hatte, doch insgesamt zeigte der HSV eine geschlossene Mannschaftsleistung. Besonders für die Defensive fand Jansen lobende Worte. "Wir wollten die Abwehr deutlich höher stellen und uns nicht reindrängen lassen", erklärte er das erfolgreiche Konzept. Außerdem sei seine Mannschaft von Beginn an "mit der nötigen Härte" ins Spiel gegangen.

Während es beim HSV nicht ganz zum Coup reichte, feierte der SC DHfK Leipzig gegen die Kadetten Schaffhausen ein 33:30 (15:14)-Erfolg. Der Bundesligist kam gut in die Partie und nutzte die Fehler des Schweizer Meisters mit seinem Tempospiel eiskalt aus. "Wir freuen uns, dass wir gewonnen haben", erklärte Andre Haber anschließend.

Der Trainer war jedoch nicht rundum zufrieden: "Man hat gesehen, wo wir uns in der Deckung noch verbessern müssen - das war nicht so gut wie in den letzten Testspielen", monierte Haber. Vom Konterspiel zeigte er sich jedoch angetan: "Wir wollten mehr Tempo gehen, das zählt zu unseren Stärken." Insgesamt sei der Auftritt "gerade am Anfang wirklich gut" gewesen.

Die HSG Wetzlar verließ die Halle am zweiten Tag hingegen mit einem hängenden Kopf. Die Mittelhessen hatten gegen Montpellier keine Chance und unterlagen mit 19:31 (9:13). "Wir werden noch Wochen brauchen, um uns einzuspielen", bilanzierte Kai Wandschneider. "Wir hatten durch Verletzungen und Krankheiten kaum eine gemeinsame Vorbereitung."

Die ersten 15 Minuten habe seine Mannschaft, so der HSG-Coach weiter, "noch gut mitgehalten, doch dann machen wir viel zu viele ?unforced errors? - und werden dafür sofort bestraft." In der zweiten Halbzeit experimentierte Wandschneider dann mit verschiedenen Formationen und taktischen Varianten.

Am heutigen dritten und letzten Spieltag kommt es zu den Platzierungsspielen. Um 12:30 Uhr treffen die beiden sieglosen Teams aus Hamburg und Wetzlar aufeinander, bevor es um 14:45 Uhr mit dem Duell zwischen Leipzig und den Kadetten weitergeht. Um 17:30 Uhr steht dann das Finale zwischen IFK Kristianstad und Montpellier HB an.



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