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13.08.2017 16:40 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Heide-Cup: Leipzig feiert zweiten Sieg über Kadetten - Putera stark

Niclas Pieczkowski erzielte vier ToreNiclas Pieczkowski erzielte vier Tore
Quelle: Stefan Michaelis
Der SC DHfK Leipzig hat seinen zweiten Sieg beim Internationalen Heide-Cup eingefahren. Nach dem 33:30 am gestrigen Samstag bezwang der Bundesligist die Kadetten Schaffhausen heute erneut und sicherte sich mit dem 35:27 (18:10) den dritten Platz. Bester Werfer war Franz Semper mit acht Toren vor dem siebenfachen Torschützen Philipp Weber; Lukas Binder sah in der 41. Spielminute die rote Karte. Bei den Kadetten war Luka Maros ebenfalls siebenmal erfolgreich.

Im zweiten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in Schneverdingen markierte Yves Kunkel den ersten Treffer. Der Neuzugang auf Linksaußen war es auch, der in der 8. Spielminute auf 6:1 erhöhte. Der Bundesligist aus Leipzig hatte gegen behäbige Kadetten einen quasi perfekten Start erwischt und lag so bereits zu diesem frühen Zeitpunkt deutlich in Führung.

Die Schaffhausener bekamen den Ball hingegen nichts ins Laufen, fanden keinen Zugriff auf die Leipziger Angriffsformation und konnten auch den zweifachen Angriff-Abwehr-Wechsel nicht für Nadelstiche über das Tempospiel nutzen. Selten gelang den Schweizern in diesem ersten Durchgang ein Treffer wie das 8:3 durch Luka Maros, der unbedrängt aus dem Rückraum hochstieg und sicher einnetzte. Da Leipzig per Schneller Mitte jedoch umgehend selbst wieder zum Torerfolg kam, kamen die Kadetten nicht dichter heran.

Im Gegenteil: Leipzig ließ den Ball schnell laufen und erhöhte seine Führung durch Benjamin Meschke in der 14. Spielminute auf 10:3. Auch die Auszeit, die Peter Kukucka kurz darauf zog, zeigte keine Wirkung. Aivis Jurdzs, Franz Semper und erneut Meschke schraubten den Vorsprung auf 13:4 (19.) in die Höhe und Peter Strosack stellte kurz darauf gar den ersten Zehn-Tore-Vorsprung her: 14:4 in der 20. Spielminute.

Neben der hohen Effektivität im Abschluss war Milos Putera ein Faktor für die deutliche Führung. Der Keeper zeigte zahlreiche schöne Paraden und nahm nicht nur Gabor Csaszar einen Siebenmeter ab, sondern parierte wenig später auch einen Strafwurf plus Nachwurf von Manuel Liniger. Erst in der 25. Minute konnte Nik Tominec den ersten Siebenmeter im Tor unterbringen, der Treffer des Rechtsaußen war das 17:7.

Kukucka hatte bereits zuvor die Deckung umgestellt - er ließ seine Mannschaft nun offensiver als zu Beginn verteidigen. Haber nutzte den deutlichen Vorsprung, um taktisch zu experimentieren und brachte den siebten Feldspieler. Die Kadetten nutzten das aus und konnten ihren Rückstand leicht verringern. Mit 18:10 für Leipzig ging es schließlich in die Kabine.

Mit Wiederanpfiff brachte Haber in Lukas Binder und Lucas Krzikalla eine neue Flügelzange in die Partie. Seine Mannschaft konnte den Vorsprung in den folgenden Minuten zwar grundsätzlich behaupten, allerdings waren die Kadetten nun besser in der Partie, sodass das Spiel an Intensität zunahm. Die dritte Zeitstrafe für Johan Koch war ein Beleg dafür. Nach dem 21:15 (37.) durch Michael Szyba zog Haber die Auszeit.

Obwohl der Vorsprung weiterhin deutlich war, wurde die Partie härter. In der 41. Minuten agierten beide Mannschaften bereits mit einem Mann weniger auf dem Feld, als Binder den iranischen Nationalspieler Pouya Norouzi bei einem Durchbruch foulte. Der Rückraumspieler blieb liegen und wurde behandelte, konnte aber weitermachen. Der Leipziger Linksaußen sah für die ungeschickte Aktion hingegen die rote Karte und musste auf der Tribüne Platz nehmen.

Das Spiel plätscherte in den folgenden Minuten dahin - ohne, dass die Kadetten ihren Rückstand entscheidend verkürzen konnten. Haber nutzte das, um verschiedene Formationen auf das Feld zu schicken und stellte u.a. Außenspieler Strosack in den rechten Rückraum. Zudem kam Jens Vortmann zwischenzeitlich für den starken Putera und fischte beim Siebenmeter einen Heber von Tominec aus der Luft. Kurz vor Ende bediente Krzikalla Weber per Kempapass und der Nationalspieler netzte zum 34:26 ein. Auch der Endstand von 35:27 ging auf das Konto von Weber.



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