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27.08.2017 16:36 Uhr - 1. Bundesliga - Daniel Genings

Rhein-Neckar Löwen mühen sich gegen gute Lemgoer zu zwei Punkten

Andreas Palicka war in den wichtigen Momenten für die Rhein-Neckar Löwen zur StelleAndreas Palicka war in den wichtigen Momenten für die Rhein-Neckar Löwen zur Stelle
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Mehr Mühe als erwartet hatten die Rhein-Neckar Löwen in ihrem Auftaktspiel in Lemgo. In der Lipperlandhalle zeigten sich die Gastgeber in guter Form, auch dank eines auch in der Offensive gut aufgelegten Fabian van Olphen führte das Team von Florian Kehrmann fünf Minuten vor dem Seitenwechsel sogar, drei Treffer in Serie brachten dem Meister dann eine 16:14-Pausenführung. Die Löwen setzten sich im zweiten Abschnitt beim 22:17 auf fünf Tore ab, Lemgo ließ sich aber nicht abschütteln - die Hausherren zeigten gute Ansätze, blieben stabil und kamen zwei Minuten vor dem Ende wieder auf zwei Tore heran. Den Sieg ließ sich der Titelverteidiger aber nicht nehmen, souverän spielten die Löwen die Zeit herunter und verbuchten einen 26:24-Auftakterfolg.

Vor 3.764 Zuschauern war es in der Lemgoer Lipperlandhalle angerichtet für das erste Topspiel in der neuen Sky-Zeitrechnung am Sonntag um 15 Uhr. Die Gastgeber, die im Vorjahr lange um den Klassenverbleib zittern mussten, waren gegen Meister Rhein-Neckar Löwen nur in der Außenseiterrolle - in dieser fühlte sich die Mannschaft von Florian Kehrmann aber offensichtlich sehr wohl. Den ersten Treffer von Alexander Petersson glich dabei mit Isaias Guardiola ein ehemaliger Löwe aus. Mads Mensah Larsen und Jerry Tollbring erhöhten allerdings umgehend auf 3:1.

Auf Tollbring lastete in dieser Auftaktpartie einige Verantwortung, da Gudjon Valur Sigurdsson aufgrund einer Wadenverletzung nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. Auf der Gegenseite sorgte dann Fabian van Olphen für ein erstes Ausrufezeichen, der zuletzt in Magdeburg auf die Rolle als Abwehrchef eingeschränkte Niederländer zeigte viel Lust auf Offensive - am Ende sollte er sechs Treffer verbuchen. Zunächst aber gab der Meister wieder den Ton an, ein weiterer Treffer des 21-jährigen Jerry Tollbring sorgte für das 5:2 und nach fünf Minuten bereits für die erste Drei-Tore-Führung.

Doch Lemgo ließ sich davon nur wenig beeindrucken, mit den jeweils zweiten Treffern von van Olphen und Theuerkauf schlossen die Lipper beim 5:6 nach neun Minuten wieder auf. Die Chance auf den möglichen Ausgleich verpasste das Team von Florian Kehrmann aber zunächst, stattdessen mussten die Gastgeber einen weiteren Gegentreffer der Rhein-Neckar-Löwen hinnehmen. Doch der Ausgleich war nur aufeschoben: Mit einem Siebenmeter, den Tim Hornke sicher verwandelte, und einem Gegenstoß von Hornke zum 7:7 stand nach dem 1:1 zum zweiten Mal ein Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Die Rhein-Neckar Löwen zogen mit einem Doppelschlag durch Andy Schmid und Patrick Groetzki wieder auf zwei Tore davon, doch beim Tim Suton und Tim Hornke antworteten und ließen die heimischen Fans einen neuerlichen Ausgleich bejubeln. Lemgo schienen die erfolgreichen Aktionen in der Offensive sichtlich Selbstvertrauen zu geben, die Hausherren zeigten sich in der Offensive im ersten Abschnitt stabil und trafen auch in Unterzahl - wie beim 12:12 durch Donat Bartok.

Und Lemgo legte nach: Peter Johannesson parierte einen Siebenmeter und auf der Gegenseite warf Tim Hornke aus der gleichen Distanz dann die Gastgeber sogar in Vorlage. Die Löwen nahmen sich in der Offensive einige unvorbereitete Würfe, Johannesson war erneut zur Stelle und Donat Bartok konnte mit einem Durchbruch sogar auf zwei Tore erhöhen. Angesichts des 12:14 waren die Rhein-Neckar Löwen etwas unter Druck, doch der Meister befreite sich davon. Hendrik Pekeler und Patrick Groetzki sorgten für den Ausgleich und während dem TBV in den letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts kein weiterer Treffer mehr gelang, sorgten Jerry Tollbring und Andy Schmid für die 16:14-Pausenführung.

Tim Hornke setzte zu Beginn des zweiten Abschnitts beim 17:16 noch einmal den Anschlusstreffer, doch nach dem Seitenwechsel schienen die Rhein-Neckar Löwen das Kommando zu übernehmen. Die Deckung des Meisters zeigte sich nun konzentriert, der TBV Lemgo konnte sich nicht mehr die notwendigen Lücken erarbeiten - hinzu kamen einige Paraden von Andreas Palicka, der gut zehn Minuten ohne Gegentreffer blieb. Die Rhein-Neckar Löwen setzten sich in dieser Phase auf 20:16 ab, verpassten aber aufgrund fahrlässiger Chancenverwertung eine deutlichere Führung und eine mögliche Vorentscheidung. So sorgte der Treffer von Tim Suton, der die Durststrecke der Gastgeber beendete, wieder für Hoffnung.

Lemgo agierte in dieser Phase mit einem zusätzlichen Feldspieler, allerdings gelang es auch in der so geschaffenen Überzahl nur selten die Werfer in aussichtsreiche Position zu bringen. Eine verbesserte Deckungsleistung zeigten allerdings auch die Lemgoer, die den Abstand so trotz der Probleme im Angriff konstant halten konnten. Mit einem Doppelschlag meldete Fabian van Olphen dann beim 22:19 wieder Ansprüche an - die Halle hoffte, allerdings vergaben die Gastgeber die Chance auf zwei Tore zu verkürzen.

Die Rhein-Neckar Löwen konnten die Zügel allerdings wieder anziehen, angeführt von Andy Schmid vergrößerte der meister den Abstand wieder und schien dann spätestens mit dem 26:21 durch Hendrik Pekeler auf die Siegerstraße eingebogen zu sein. Doch Lemgo gab sich nicht auf, mobilisierte sechs Minuten vor dem Ende noch einmal die letzten Kräfte: Azat Valiulin heizte die Stimmung noch einmal an, Patrick Zieker setzte einen Gegenstoß und nach dem 26:24 durch Isaias Guardiola war der Abstand zwei Minuten vor Ultimo auf zwei Tore geschrumpft. Doch die Löwen ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen, nach einer Auszeit von Nikolaj Jacobsen ging der Ball in der Offensive zwar verloren, doch den Gegenstoß des TBV vereitelte Andreas Palicka. Die Gäste behielten in der Folge einen kühlen Kopf und verbuchten mit dem 26:24 die ersten beiden Punkte der neuen Spielzeit.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
1. Spieltag · 27.08.2017 · 15:00 Uhr
TBV Lemgo24:26
Rhein-Neckar Löwen
Lipperlandhalle Lemgo · Zuschauer : 3764

Spielfilm:
0:1 (1.), 1:2 (2.), 1:3 (3.), 2:4 (4.), 3:6 (7.), 5:6 (8.), 5:7 (10.), 6:7 (12.), 7:8 (13.), 7:9 (14.), 9:9 (16.), 9:10 (17.), 10:10 (18.), 10:11 (20.), 11:12 (21.), 13:12 (23.), 14:13 (25.), 14:15 (28.), 14:16 (HZ), 15:16 (31.), 16:17 (32.), 16:18 (34.), 16:18 (37.), 16:20 (42.), 17:21 (44.), 17:22 (45.), 18:22 (47.), 19:22 (48.), 19:23 (50.), 20:24 (51.), 21:25 (52.), 22:26 (55.), 23:26 (56.), 24:26 (58.), 24:26 (EN)

Torschützen: van Olphen(6), Hornke(5/3), Suton(4), Bartók(3), Theuerkauf(2), Guardiola Vilaplana(2), Zieker(1), Valiullin(1),
Siebenmeter: 3 / 3
Zeitstrafen: 1
Rot:
Torschützen: Schmid(7/3), Tollbring(4/1), Pekeler(3), Larsen(3), Groetzki(3), Petersson(3), Rnic(2), Reinkind(1),
Siebenmeter: 4 / 5
Zeitstrafen: 2
Rot:

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