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10.09.2017 14:19 Uhr - 1. Bundesliga - chs

Melsungens Deckungsbollwerk bringt weitere Niederlage für Kiel

Nebojsa SimicNebojsa Simic
Quelle: Hartung
Der THW Kiel hat das zweite Spiel in Folge verloren, die MT Melsungen gewann ihr Heimspiel gegen den Deutschen Rekordmeister vor allem aufgrund einer starken Abwehrleistung mit 29:25 (15:10). Neben Schlussmann Nebojsa Simic, waren Michael Allendorf (7/3), Julius Kühn (7) und Lasse Mikkelsen (6) die Sieggaranten der Nordhessen. Bei Kiel trafen Niclas Ekberg (7/3) und Lukas Nilsson (5) am häufigsten.

Ohne die beiden Müller-Zwillinge musste die MT Melsungen das Heimspiel gegen den THW Kiel antreten. Bei den Nordhessen war zu Beginn vor allem in der Offensive Sand im Getriebe, die Abwehr mit Nebojsa Simic konnte allerdings den Deutschen Rekordmeister in Schach halten. Lediglich Patrick Wiencek sollte zweimal nicht aufgehalten werden, die fälligen Siebenmeter verwandelte Niclas Ekberg sicher zum 0:2 (7.).

Als Timm Schneider die erste Zeitstrafe absaß konnte Melsungen dann mit Lasse Mikkelsen als neuen Regiseeur und mit einer Kreuzung für Julius Kühn die Torflaute absetzen und die beiden Ex-Kieler Dener Jaanimaa und Tobias Reichmann sorgten dann für den 3:3-Ausgleich (10.). Die MT war nun im Spiel angekommen, die Kasseler Rothenbach-Halle ein stimmungsvolles Tollhaus nachdem Allendorf und Lemke ihre Konter zum 7:5 (13.) liefen.

Die Abwehr blieb für die Hausherren auch in der Folgezeit die Trumpfkarte. Immer wieder antizipierte man die Passwege im Kieler Rückraum und Alfred Gislason war nach dem 9:7 (19.) zur Auszeit gezwungen. Melsungen spielte keineswegs fehlerfrei, Michael Allendorf stand bei der Ballannahme im Aus und verpasste die mögliche Drei-Tore-Führung, stattdessen konnte der eingewechselte Lukas Nilsson zum 10:9 (22.) einnetzen.

Sechs Minuten vor der Pause suchte Kiel noch einmal mit einem Wechsel zwischen den Pfosten einen Impuls zu setzen, doch auch Niklas Landin konnte sich zunächst kaum auszeichnen. Ganz anders Melsungens Schlussmann Simic, der mit seinen Paraden auch dafür sorgte, dass am Ende eine 15:10-Halbzeitführung für die Gastgeber zu Buche stand.

Die Probleme in der Offensive konnte die MT auch zum Start der zweiten Hälfte abstellen, die Kieler hingegen spielten ihre Angriffe auf den Punkt und konnten so kurzfristig auf drei Tore (16:13) verkürzen. Doch Melsungen war zwischenzeitlich auch ein wenig mit Fortuna im Bunde, Finn Lemke konnte Nilsson einen Ball abluchsen und Nejbosa Simic nahm auch immer wieder freie Würfe weg. Als Julius Kühn zum 20:13 (38.) stellen konnte, musste Alfred Gislason erneut eine Auszeit nehmen und auf eine 3:2:1-Abwehr umstellen und auch Wolff kehrte wieder zwischen die Pfosten zurück.

Die Maßnahmen wirkten, Wiencek konnte während einer Zeitstrafe gegen Kühn mit einem Wurf ins leere Tor auf fünf Tore verkürzen, wenig später nutzte Ekberg nach einer Wolff-Parade gegen Reichmann einen Siebenmeter zum 20:16 (41.). Doch innerhalb von zehn Sekunden fingen sich Dissinger und Weinhold Zeitstrafen ein, die Aufholjagd war unterbrochen - wenngleich Nilsson zwei Toren nun die Verantwortung übernahm und so den THW auf Kurs hielt. Nach Weinholds Konter zum 22:19 (44.) nahm Michael Roth nun seine Auszeit und nahm Korrekturen in Angriff und Abwehr vor.

Die MT stabilisierte sich ein wenig, Lemke nahm in der Deckung Vujin einen Ball ab und ermöglichte so das 25:20 (49.) von Allendorf. Der THW versuchte nun mit einer kurzen Deckung gegen Kühn noch eine weitere Abwehrvariation aus, vor allem Lasse Mikkelsen war nun als Stratege gefordert. Melsungen fehlte kurzfristig die Dynamik, doch neben dem Dänen konnte auch Jaanima die MT auf Kurs halten. Als Reichmann dann zum 28:23 (56.) konterte und Simic frei in Unterzahl gegen Dahmke parierte, war die Entscheidung gefallen.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
4. Spieltag · 10.09.2017 · 12:30 Uhr
MT Melsungen29:25
THW Kiel
Rothenbachhalle Kassel (Messe) · Zuschauer : 4300

Spielfilm:
0:1 (2.), 0:2 (7.), 1:2 (8.), 3:3 (10.), 5:6 (11.), 7:5 (14.), 7:7 (15.), 8:7 (18.), 9:7 (18.), 10:8 (20.), 10:9 (22.), 11:9 (24.), 12:10 (25.), 14:10 (28.), 15:10 (HZ), 15:11 (31.), 16:13 (34.), 19:13 (36.), 20:16 (41.), 22:19 (44.), 23:20 (47.), 25:20 (49.), 25:21 (51.), 25:22 (54.), 26:22 (54.), 28:23 (56.), 28:25 (59.), 29:25 (EN)

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