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22.09.2017 18:00 Uhr - 1. Bundesliga - hüp, red

Jannick Kohlbacher nach Wetzlar-Sieg über Kiel: "Da können wir echt stolz drauf sein"

Jannik KohlbacherJannik Kohlbacher
Quelle: Stefan Michaelis
Während der THW Kiel die bereits dritte Niederlage der jungen Bundesliga-Saison einstecken musste, schwebt die HSG Wetzlar im siebten Himmel. Der 30:22-Heimsieg gegen den Rekordmeister kam unverhofft - gerade in dieser Deutlichkeit. Nationalspieler Jannik Kohlbacher wusste, warum die Wetzlarer am Donnerstagabend mindestens einen Schritt voraus waren.

Auf die Frage, woran es gelegen habe, dass die HSG Wetzlar ganze acht Tore besser war als der THW Kiel, ist für Jannik Kohlbacher nur schwer zu beantworten: "Das fragt man sich hinterher immer, woran dass wohl gelegen hat. Wir haben 60 Minuten unseren Stiefel durchziehen können. Wir haben vorne auf unsere Chancen gewartet und haben nicht halbherzig abgeschlossen, über das ganze Spiel hinweg. Wir hatten nur wenige technische Fehler und Fehlwürfe. Da wars auf der anderen Seite noch mal deutlich höher. Insgesamt hatten wir noch mal die bessere Torhüterleistung. Benjamin Buric hat gerade noch mal am Ende die wichtigen Dinger rausgekratzt. Da können wir echt stolz drauf sein, dass wir Kiel Zuhause mit acht Toren weggeputzt haben."

Die klare Hoffnung auf einen doppelten Punktgewinn machte sich nach dem Seitenwechsel breit, schilderte Jannik Kohlbacher: "Nach der Halbzeit, ich denke so ungefähr ab der 45. Spielminute. Da hab ich auf die Anzeigentafel geschaut und wir haben mit vier Toren geführt. Ich hab gedacht, oh das sind noch 15 Minuten, das könnte noch mal eng werden. Aber dann wurde unser Abstand immer größer und die Zeit immer weniger. Dann irgendwann in der 53. oder 55. Minute war dann eigentlich klar, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen. Das ziehen wir dann heute einfach durch.

Kristian Björnsen hatte an diesem Abend eine gute Quote von der Siebenmeterlinie, Gedanken hatten sich er und Kohlbacher dennoch vorher gemacht. "Die Siebenmeter sind immer ein bisschen gefühlsabhängig", so Kohlbacher. "Normalerweise macht er wirklich jeden rein. Beim Siebenmeter hat er ein absolut gutes Timing. Manchmal spielen die kleinsten Faktoren bei so einem Strafwurf eine Rolle und heute hat man gesehen, dass er seine zehn Tore gemacht hat. Heute hat bei ihm alles gepasst und sonst wirft er ja auch immer tadellos. Bei seiner Quote kann man ihm keinen Vorwurf machen."

Vom ehemaligen Mitspieler und Nationalmannschaftskollegen Andreas Wolff wäre möglicherweise eine Kiste fällig, weil Kiel schon wieder auswärts gegen Wetzlar verloren hat. Doch so weit will Jannik Kohlbacher nicht gehen: "Das Problem ist, dann wär ja für mich auch eine Kiste fällig, wenn wir in Kiel spielen, weil wir ja letztes Jahr dort verloren haben. Wer weiß, was in der Rückrunde passiert. Ich sags mal so: Meine Quote gegen Andi wird immer besser, demnach denke ich schon, dass er so langsam mal eine Kiste springen lassen könnte (lacht)."

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