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Die Rhein-Neckar Löwen sollen in Bundesliga und Champions League an zwei aufeinanderfolgenden Tagen an den Start gehen.Die Rhein-Neckar Löwen sollen in Bundesliga und Champions League an zwei aufeinanderfolgenden Tagen an den Start gehen.
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen

25.09.2017 18:02 Uhr - 1. Bundesliga - Elisabeth Trübenbach

"Elis Woche": Recken mit erster Saisonniederlage, Frust über Spieltermine und EM-Quali

Welche Themen haben die Handball-Welt in der vergangenen Woche besonders bewegt und was gibt es Neues in Bundesliga, Champions League und Nationalmannschaft zu berichten? Jeden Montag blickt unsere Redakteurin Elisabeth Trübenbach in "Elis Woche" auf die Meldungen der vergangenen sieben Tage zurück und liefert einen Ausblick auf die anstehenden Ereignisse und Events in der kommenden Woche...

Schon am 13. September berichtete handball-world über den bei den deutschen Champions Leauge-Teilnehmern bestehenden Terminfrust und die Dauerbelastung. Dabei beschwerte sich vor allem Dierk Schmäschke, da die SG Flensburg-Handewitt nur zwei Tage nach einem Bundesliga-Spiel in der Königsklasse ran muss. "Im Moment haben wir drei Fälle, in denen wir mit einem 48-Stunden-Rhythmus leben müssen, obwohl wir einen Abstand von zumindest drei Tagen als notwendig erachten", so Schmäschke (hier nachzulesen). In der vergangenen Woche kochten die Diskussionen weiter hoch. Der Grund: Die Rhein-Neckar Löwen müssen entsprechend der Terminierung durch die EHF am 12. November um 19 Uhr beim FC Barcelona antreten und am 11. November um 18:10 Uhr die Bundesliga-Partie beim SC DHfK Leipzig bestreiten.

"Zwei Spiele an zwei Tagen, ohne Regeneration und Vorbereitung, verbunden mit einer Reise von Leipzig nach Barcelona, das hat es in der Vergangenheit noch nicht gegeben. Hier wurde ganz klar eine Grenze überschritten, was wir so nicht akzeptieren können", so das Statement von Oliver Roggisch (hier nachzulesen).

"Unsere Mannschaft möchte das Spiel in Barcelona absolvieren, wir müssen nun aber erst einmal schauen, wie wir in der Nacht von Leipzig nach Barcelona kommen. Neben der Belastung unseres Teams erwarten uns nun natürlich auch deutliche Mehrausgaben", sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann. "Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte unsere 2. Mannschaft die Partie in Barcelona absolviert. Ich bin sehr stolz auf unsere Spieler, die dieses Spiel in Barcelona aber unbedingt spielen wollen, weil es eben auch etwas Besonderes ist, in der Champions League an den Start zu gehen", so die Geschäftsführerin weiter.

Doch nun zurück zu den sportlichen Ereignissen, denn sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League standen interessante Begegnungen auf dem Programm. Durch die Niederlage gegen den SC DHfK Leipzig hat die TSV Hannover-Burgdorf die ersten Minuspunkte auf ihrem Konto in der HBL. Die Sachsen setzten sich am Ende glücklich mit 25:23 gegen die Recken durch, die jedoch weiterhin mit 10:2 Punkten an der Tabellenspitze stehen. Die Leipziger schieben sich mit 8:4 Punkten auf Rang sechs vor. Einzig ohne Minuspunkt sind die Füchse Berlin mit 8:0 Punkten an zweiter Stelle. Gegen den TVB 1898 Stuttgart taten sie sich am vergangenen Donnerstag beim 26:24-Heimsieg jedoch lange schwer. Die Rhein-Neckar Löwen holten sich einen deutlichen 36:27-Sieg gegen den immer noch punktlosen TuS N-Lübbecke und setzen sich mit 8:2 Zählern auf Position drei.

Ein ebenfalls deutlicher Sieg gelang dem SC Magdeburg. Mit 34:25 setze sich die Mannschaft von Bennet Wiegert gegen GWD Minden durch. Nach der Niederlage gegen die Füchse am Donnerstag erreichte Stuttgart in Göppingen einen 23:21-Erfolg und befindet sich auf Platz elf. Bereits am Donnerstag gewann die SG Flensburg-Handewitt mit 30:25 gegen die MT Melsungen. Frisch Auf! Göppingen und der TBV Lemgo trennten sich mit einem 27:27-Unentschieden. Aufsteiger TV Hüttenberg holte sich mit dem 26:26 beim HC Erlangen den zweiten Punkt in dieser Saison, bleibt aber auf dem vorletzten Platz.

Für die größte Überraschung in der HBL sorgte die HSG Wetzlar. Gegen den THW Kiel siegte die Mannschaft von Kai Wandschneider deutlich mit 30:22. Die Zebras stehen dementsprechend mit 6:6 Punkten an neunter Stelle, Wetzlar befindet sich mit 8:4 Punkten auf Rang fünf. "Der Zug deutsche Meisterschaft ist abgefahren. Jetzt geht es darum, die Ehre des THW Kiel zu retten", so die Reaktion von Christian Zeitz auf die bisherige Saison (hier nachzulesen). "Wir haben 60 Minuten unseren Stiefel durchziehen können. Wir haben vorne auf unsere Chancen gewartet und haben nicht halbherzig abgeschlossen, über das ganze Spiel hinweg. Wir hatten nur wenige technische Fehler und Fehlwürfe", erklärt Jannick Kohlbacher die ausschlaggebenden Faktoren für den deutlichen Sieg über den THW (hier nachzulesen).

Bereits am Mittwoch empfängt die SG Flensburg-Handewitt die Eulen Ludwigshafen. Am Donnerstag wird der SC Magdeburg beim TuS N-Lübbecke gastieren. Besonders spannend wird es sicherlich zwischen der HSG Wetzlar und dem SC DHfK Leipzig. Die Recken wollen gegen Erlangen die Tabellenführung verteidigen und die Füchse Berlin beim VfL Gummersbach ihre weiße Weste wahren. Die Top-Begegnung am kommenden Wochenende ist das Spiel zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem THW Kiel. Zudem treten die MT Melsungen bei GWD Minden, Frisch Auf! Göppingen beim TV Hüttenberg, Stuttgart bei Lemgo und der VfL Gummersbach bei den Eulen Ludwigshafen an.

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In der Champions League konnten aus deutscher Sicht nur die Rhein-Neckar Löwen punkten. Gegen Wisla Plock gab es ein 31:27. Die SG Flensburg-Handewitt unterlag beim Wiedersehen mit Ljubomir Vranjes mit 27:28 gegen KC Veszprem. Deutlich unter die Räder kam der THW Kiel beim 21:32 gegen Kielce. Am Mittwoch wird der THW Kiel nun Aalborg empfangen, die Rhein-Neckar Löwen gastieren beim HBC Nantes. Am Samstag empfängt die SG Flensburg-Handewitt Paris St. Germain.

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Auch in der Handball Bundesliga Frauen standen einige Spiele auf dem Programm. Bereits am vergangenen Mittwoch holte sich die HSG Blomberg-Lippe einen 30:23-Sieg gegen die Neckarsulmer Sport-Union. Der Buxtehuder SV setzte sich am Samstag dann mit 30:21 gegen Borussia Dortmund durch und die TuS Metzingen mit 26:19 gegen die HSG Blomberg-Lippe. Der Thüringer HC holte sich ein 39:25 gegen die Neckarsulmer Sport-Union und die Bad Wildungen Vipers ein 25:17 gegen den HC Rödertal. Knapper machten es Leverkusen bei der HSG Bensheim/Auerbach mit dem 22:19-Erfolg und der TV Nellingen. Letzterer gewann mit 28:26 gegen Frisch Auf! Göppingen. Beim VfL Oldenburg setzte sich die SG BBM Bietigheim am vergangenen Sonntag mit 40:28 durch. Somit sind in der HBF noch vier Mannschaften ohne Minuspunkte: TuS Metzingen führt die Tabelle vor dem Thüringer HC und dem Buxtehuder SV - alle mit 6:0 Punkten - an. Auf Rang vier befindet sich die SG BBM Bietigheim mit derzeit 4:0 Punkten.

Noch ohne Zähler sind die Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach und HC Rödertal, Frisch Auf! Göppingen, sowie die Neckarsulmer Sport-Union. Die HBF verabschiedet sich nun in eine kurze Länderspiel- und DHB-Pokal-Pause. Erst am 11. Oktober werden die nächsten Partien angeworfen. Dann wird unter anderem die SG BBM Bietigheim bei der Neckarsulmer Sport-Union zu Gast sein.

Alle Informationen zur HBF gibt es hier

In der kommenden Woche finden Qualifikationsspiele für die EM 2018 statt. Die deutsche Nationalmannschaft unter Michael Biegler muss dabei am 27. September gegen Litauen und am 01. Oktober gegen die Türkei ran. "Die beiden Spiele sind innerhalb des Projekts 2017 sehr wichtig für uns, und deswegen werden die Ladies die Partien hoch konzentriert angehen", sagte Biegler (hier nachzulesen). "Wir wollen gut in die EM-Qualifikation starten, denn das Ziel muss es über die Heim-WM hinaus sein, auch beim nächsten Großevent in Frankreich teilzunehmen."

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