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28.09.2017 20:32 Uhr - 1. Bundesliga - etb

Füchse haben lange Schwierigkeiten gegen Gummersbach, wahren dank Nenadic aber weiße Weste

Füchse BerlinFüchse Berlin
Quelle: Foto Lächler
Lange bestimmte der VfL Gummersbach vor heimischer Kulisse die Partie gegen die Füchse Berlin. Die Haupstadthandballer fanden in der ersten Halbzeit weder in der Abwehr noch im Angriff in ihr Spiel. Mitte des zweiten Durchgangs konnte die Berliner das Spiel mit einer besseren Defensive und einem sehr stark agierenden Petar Nenadic drehen und am Ende mit 31:29 (12:15) gewinnen. Beste Werfer ihrer Teams waren Petar Nenadic für die Füchse mit neun und Marvin Sommer und Stanislav Zhukov für den VfL mit jeweils sieben Treffern.

Der VfL Gummersbach begann konzentriert. Aufgrund der vielen verletzungsbedingten Ausfälle startete der Gastgeber mit drei Rechtshändern im Rückraum. Gleich im ersten Angriff fand der Ball den Weg ins Tor und nach einem Berliner Fehler machte Marvin Sommer per Gegenstoß das 2:0. Die Berliner legten jedoch nach: Hans Lindberg verwandelte einen Siebenmeter, auf eine Parade von Stochl folgte das 2:2 durch Petar Nenadic. Bis zum 3:3 blieb es ausgeglichen, dann warf der VfL zwei Tore in Folge und setzte sich auf 5:3 ab. Die Füchse hatten Probleme mit der Abstimmung in der Abwehr und machten vorne zu viele einfache Fehler. Zudem scheiterten die Haupstadthandballer in den ersten zehn Minuten zwei Mal vom Siebenmeterpunkt an Carsten Lichtlein. So sorgte Zhukov in der 13. Minute mit seinem Treffer für das 6:4.

Petkovic brachte nun Steffen Fäth, der nach seiner Verletzung erstmals wieder das Feld betrat und für mehr Druck aus dem Rückraum sorgen sollte. Das gelang prompt, er verkürzte zum 6:5. Nach der Einwechslung von Heinevetter ermöglichte dieser mit einer Parade seinem Team den Ausgleich. Plaza machte das 7:7 (18.). Der VfL ließ sich davon allerdings nicht unterkriegen, holte den Siebenmeter raus und von Gruchalla traf. Schröter legte einen Konter nach und es stand 9:7 - der Zwei-Tore-Vorsprung war wieder hergestellt.

Die Füchse gingen mit ihren Chancen zu fahrlässig um und luden die Gummersbacher damit ein, zu kontern, was diese auch taten. Sommer stellte auf 10:7 und Petkovic nahm die Grüne Karte. Nach einem Pass von Fabian Wiede sorgte Plaza für das 10:8 und holte gleichzeitig eine Zeitstrafe raus. In Überzahl kamen die Füchse dann auf 10:9 heran, doch als auch Struck vom Feld musste, erhöhten die Gummersbacher nach Paraden von Lichtlein erst auf 12:9, dann sogar auf 13:9 (25.). Auch in den letzen fünf Minuten des ersten Durchgangs fanden die Berliner weder in der Abwehr noch im Angriff zu ihrem Spiel. Nach dem 15:11 konnte Steffen Fäth kurz vor dem Pausenpfiff zum 15:12 verkürzen, verletzte sich dabei jedoch und musste behandelt werden.

In der zweiten Halbzeit warf Marvin Sommer das erste Tor. Von außen überwand er Petr Stochl und netzte zum 16:12. Fabian Wiede und Drago Vukovic verkürzten zum 16:14. Es blieb vorerst bei dem Drei-Tore-Abstand. Von Gruchalla verwandelte einen Siebenmeter zum 19:16 (37.). Hans Lindberg zog ebenfalls vom Punkt, doch noch in Überzahl machte Köpp das 20:17. Die Berliner machten so weiter wie im ersten Durchgang. In der Abwehr gab es zu viele Lücken, die Hauptstädter waren zu spät am Mann und vorne scheiterten sie weiterhin an Carsten Lichtlein. Hans Lindberg blieb zu diesem Zeitpunkt jedoch nervenstark, vom Siebenmeterpunkt machte er das 20:18 (40.).

Erik Schmidt musste nach einem Foul für zwei Minuten vom Feld. Dann war Nenadic zur Stelle: Er fing zwei Mal in Folge einen Pass in Unterzahl ab. Die Berliner konnten zumindest zum 20:19 verkürzen. Nun scheiterte auch von Gruchalla bei einem Siebenmeter und die Füchse hatten erneut die Chance zum Ausgleich. Carsten Lichtlein war zur Stelle, parierte gegen Plaza und Gummersbach zog wieder auf zwei weg. Steffen Fäth kam mit Druck und sorgte für das 21:20 (45.). Petr Stochl hielt seine Mannschaft im Spiel. Im Angriff war Nenadic der entscheidende Mann, der auch die nächste Möglichkeit zum 21:21 nutze. Nach dem 22:22 durch Fäth nahm Beuchler die Auszeit.

Die Berliner konnten sich den nächsten Ball schnappen. Nenadic holte im Angriff den nächsten Siebenmeter und die nächste Zeitstrafe heraus. Hans Lindberg brachte die Berliner erstmals in Führung beim 22:23. Stochl hielt den nächsten Wurf, Lichtlein war allerdings ebenfalls zur Stelle. Die Berliner standen nun auch besser in der Abwehr. Zhukov foult Kevin Struck beim Gegenstoß, er erhielt eine Zeitstrafe und Lindberg verwandelte erneut vom Punkt zum 22:24 (51.). Pujol zog noch in Unterzahl aus dem Stand ab und netzte zum 23:24 ein, Nenadic hatte die richtige Antwort sofort parat. Abschütteln ließ sich der VfL jedoch nicht. Becker verkürzte zum 24:25 und in der Abwehr stellte Gummersbach auf eine 5:1-Abwehr um. Die Berliner spielten den Angriff jedoch clever aus, Fäth stellte auf 24:26 (54.). Beuchler nahm die nächste Auszeit und brachte den siebten Feldspieler.

Schröter machte von außen, die Berliner machten aber kaum noch Fehler. Die Tore fielen auf beiden Seiten im Wechsel. Zachrisson erhöhte vier Minuten vor dem Abpfiff auf 26:29. Petar Nenadic war trotz der Manndeckung weiter der entscheidende Faktor im Füchse-Angriff. Bei noch zwei zu spielenden Minuten nahm Petkovic noch eine Auszeit, um seine Mannschaft auf die nun sehr offensiv agierende Gummersbacher Abwehr einzustellen. Wiede ging mit Tempo zum Tor und sorgte beim 27:31 (59.) für die Vorentscheidung. Am Ende konnten die Berliner mit dem 29:31 ihre weiße Weste wahren.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
7. Spieltag · 28.09.2017 · 19:00 Uhr
VfL Gummersbach29:31
Füchse Berlin
Max-Schmeling-Halle Berlin · Zuschauer : 2559

Spielfilm:
2:0 (2.), 2:2 (4.), 3:3 (5.), 4:3 (7.), 5:4 (9.), 5:4 (11.), 6:4 (13.), 7:6 (16.), 7:7 (18.), 9:7 (20.), 10:7 (20.), 11:9 (22.), 12:9 (23.), 13:9 (25.), 14:11 (27.), 15:12 (HZ), 16:12 (32.), 16:14 (34.), 17:15 (36.), 19:16 (37.), 20:17 (39.), 20:19 (43.), 21:20 (45.), 22:22 (46.), 22:23 (48.), 22:24 (51.), 23:25 (52.), 24:25 (52.), 24:26 (54.), 26:28 (56.), 27:29 (57.), 27:29 (57.), 27:31 (58.), 29:31 (EN)

Torschützen: Sommer(8), Zhukov(6), von Gruchalla(4/3), Pujol(2), Köpp(2), Matic(2), Becker(2), Schröter(2), Preuss(1),
Siebenmeter: 3 / 4
Zeitstrafen: 4
Rot:
Torschützen: Nenadic(9), Fäth(6), Lindberg(6/6), Wiede(3), Struck(2), Plaza Jimenez(2), Zachrisson(1), Vukovic(1), Schmidt(1),
Siebenmeter: 6 / 8
Zeitstrafen: 4
Rot:

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