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12.10.2017 16:30 Uhr - 1. Bundesliga - cie

Zuschauerzahlen der HBL: Schnitt unter Vorsaison, sechs Vereine mit Zuwachs

Mit 11.572 Zuschauern beim Duell der Rhein-Neckar Löwen mit dem THW Kiel hält die SAP Arena den SaisonrekordMit 11.572 Zuschauern beim Duell der Rhein-Neckar Löwen mit dem THW Kiel hält die SAP Arena den Saisonrekord
Quelle: Marco Wolf
Die Zuschauerzahlen in der DKB HBL sind bereits vor dem Saisonstart in den Fokus gerückt, Grund sind die Diskussionen hinsichtlich der veränderten Anwurfzeiten. Einen tiefen Blick in das aktuelle Zahlenmaterial wird handball-world in der Länderspielwoche gegen Ende des Monats werfen, wenn mehr als ein Viertel der Spiele absolviert ist und das Zahlenmaterial belastbarer ist. Für eine erste Tendenz aber als Zwischenbericht ein Blick auf das aktuelle Ranking inklusive eines Vergleichs zu den Werten des Vorjahres. Dieser weist bei zwei Aufsteigern und vier weiteren Clubs ein Plus aus.

Mit vor den heutigen Begegnungen 4.247 Zuschauern liegt der Durchschnitt nach 72 Spielen der aktuellen Saison auf den ersten Blick deutlich hinter dem des Vorjahres von 4.892. Allerdings gibt es nicht nur aufgrund der gewohnt zuschauerstärkeren Spiele in den Wintermonaten und gegen Ende der Saison eine weitere Besonderheit zu berücksichtigen: Mit dem THW Kiel und den Füchsen Berlin haben die beiden an der Spitze liegenden Clubs erst drei Heimspiele absolviert. Hätten beide - bei gleichem Schnitt - bereits fünf absolviert, betrüge der Schnitt 4.592 Zuschauer und läge somit um fast zehn Prozent höher.

Auch ein Vergleich mit der gleichen Anzahl an Spielen des Vorjahres birgt somit eine nicht unerhebliche Unschärfe, nicht nur aufgrund einer unterschiedlichen Anzahl an Heimspielen von Teams mit einem hohen und einem niedrigen Schnitt. Hinzu kommen Spitzenspiele, wie beispielsweise der damalige Zuschauerrekord der Rhein-Neckar Löwen in der Commerzbank-Arena oder frühere Auftritte in der Kölner Lanxess Arena, die eine entsprechende Auswirkung auf den Schnitt des Vereins und der gesamten Liga haben. Auch im kleineren Rahmen: Bei Hannover, das durch den Umzug in die größere TUI Arena eine größere Hallenkapazität im Vergleich zum Vorjahr hat, stehen beispielsweise Duelle gegen Berlin und Kiel an, die den Zuschauerschnitt vermutlich nach oben schieben dürften.

Im Vergleich mit der Vorsaison gilt es zudem die Veränderungen durch Auf- und Abstieg zu berücksichtigen, die gesteigerte Hallenkapazität der Liga durch den Umzug Hannovers dürfte beispielsweise durch die niedrigere Hallenkapazität der Aufsteiger Ludwigshafen, Hüttenberg und Lübbecke aufgezehrt werden. Die drei Aufsteiger finden sich auch am Ende des Zuschauerrankings, im Vergleich zur Vorsaison hat der TuS N-Lübbecke sogar weniger Zuschauer als in der 2. Bundesliga. Bei einem Streichen der Absteiger und einer Aufnahme der Zweitliga-Werte der Aufsteiger ergibt sich ein rechnerischer Vorjahresschnitt von 4.674. Belastbare Quervergleiche werden aber erst am Saisonende zu ziehen sein - auch hinsichtlich der Anwurfzeiten, beispielsweise könnten die Mittagstermine am Sonntag im Vergleich zum Spätsommer im Winter anziehen.

Zuschauerranking DKB Handball-Bundesliga, Stand 11.10.2017:

Pl. Team
1. THW Kiel 10.242
2. Füchse Berlin 7.486
3. Rhein-Neckar Löwen 8.568
4. SG Flensburg-H. 6.087
5. SC Magdeburg 6.244
6. HSG Wetzlar 4.225
7. MT Melsungen 3.869
8. TVB 1898 Stuttgart 3.869
9. HC Erlangen 4.846
10. Frisch Auf Göppingen 4.611
11. TSV Hannover-Burgdorf 5.113
12. SC DHfK Leipzig 4.104
13. TBV Lemgo 4.048
14. VfL Gummersbach 3.778
15. GWD Minden 2.793
16. Die Eulen Ludwigshafen 1.547
17. TV Hüttenberg 1.028
18. TuS N-Lübbecke 1.677

Gesamt 4.674


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