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12.10.2017 20:28 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Ciemalla

Flensburg mit konzentrierter zweiter Halbzeit gegen ersatzgeschwächte Stuttgart

Einmal mehr ein starker Rückhalt: Mattias AnderssonEinmal mehr ein starker Rückhalt: Mattias Andersson
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Mehrfach hatte sich der TVB Stuttgart in Flensburg im ersten Abschnitt wieder herangekämpft, doch nach dem Seitenwechsel blieben die Flensburger dann konzentriert und steuerten zu einem insgesamt ungefährdeten 28:17 (12:10) Erfolg. Nach den Unentschieden in Göppingen und Kielce geht der Vizemeister damit mit einem Erfolgserlebnis in das bevorstehende Nordderby mit dem THW Kiel, das am Sonntag in der Champions League anstehht. Während die Flensburger nun 13:5 Punkte haben, hat Stuttgart nun 6:12 - nach dem Sieg in Göppingen war es nach den Niederlagen in Lemgo und gegen Gummersbach das dritte Spiel ohne Punkte in Folge. Bester Schütze der Hausherren war Rasmus Lauge mit sieben Toren, bei den mit personellen Sorgen angereisten Süddeutschen erzielte Tobias Schimmelbauer und Finn Kretschmer je vier Treffer. Im Mittelpunkt standen aber vor allem die Torhüter Mattias Andersson und Johannes Bitter.

Die Stuttgarter Außenseiterrolle verschärfte sich vor der Abreise in den Norden, neben Stefan Salger fehlten auch Simon Baumgarten und Michael Kraus. Die Optionen im Rückraum waren für Markus Baur somit übersichtlich, der Weltmeister von 2007 entschied sich für Bobby Schagen auf halbrechts und das häufige Agieren mit einem zweiten Kreisläufer. Zunächst hatten die Gastgeber damit aber wenig Probleme: Holger Glandorf erzielte den ersten Treffer, bereitete das 3:1 von Lasse Svan sehenswert vor und bejubelte wenig später das 6:2 - Svan hatte in das in Unterzahl verwaiste Tor des Gegners getroffen.

Den nächsten Treffer der Stuttgarter beantwortete Lasse Svan mit dem 7:3 - nach knapp einer Viertelstunde schien der Favorit das Heft in der Hand zu haben. Doch sobald sich Fehler einschlichen, waren die Gäste sofort zur Stelle: Auf den nächsten Treffer von Orlowski folgten zwei Kontertreffer durch Kretschmer und Schimmelbauer und beim 7:6 war der Anschluss wieder hergestellt. Es schien das Signal für die Flensburger, die nun ihrerseits nach dem Distanzwurf von Holger Glandorf zwei Schnellangriffe in Folge liefen und wieder auf vier Tore davonzogen. Beim 10:6 durch Rasmus Lauge gab es zudem noch eine Zeitstrafe gegen die Gäste.

Diese überstanden die Unterzahl allerdings ohne Probleme, auch dank der Paraden von Johannes Bitter, der sich mit Mattias Andersson zwischen den Pfosten ein Duell auf höchstem Niveau lieferte. Auf beiden Seiten vereitelten die Torhüter teils glänzend herausgespielte Großchancen. Nach dem 11:6 durch Hampus Wanne musste Bitter in den letzten zehn Minuten des ersten Abschnitts nur noch einen Gegentreffer hinnehmen und legte somit den Grundstein für eine neuerliche Aufholjagd - auch mit einem abgewehrten Siebenmeter. Rasmus Lauge antwortete auf den Fehlwurf dann aber mit einem vehementen Distanzwurf zum 12:10, das am Ende auch der Pausenstand sein sollte.

Den ersten Treffer nach Wiederbeginn erzielte Schimmelbauer für die Gäste, doch den besseren Start erwischten dennoch die Hausherren. Mattias Andersson verbuchte weitere Paraden, davor zeigte sich die Deckung konzentriert und aufmerksam - beispielsweise als Holger Glandorf ein Kempaanspiel verhinderte. Stuttgart waren die fehlenden Möglichkeiten im Rückraum im Positionsangriff anzumerken und Flensburg gab sich nun Mühe, den Gästen keine einfachen Treffer aus dem Umschaltspiel mehr zu erlauben.

Diese erzielte stattdessen der Vizemeister, wie durch Rasmus Lauge, der aus der zweiten Welle auf 15:11 erhöhte. Ein Siebenmeter von Kentin Mahe und ein weiterer Treffer von Lauge sorgte beim 17:11 dann sogar für die erste Sechs-Tore-Führung. Stuttgart nahm die Auszeit, ein erfolgreicher Versuch von Finn Kretschmer beendete zumindest die gut zehnminütige Durststrecke. Im Gegensatz zum ersten Abschnitt blieb die SG trotz des Vorsprungs konzentriert und öffnete die Tür nicht noch einmal für eine Aufholjagd der Gäste, die allerdings immer wieder Akzente setzten, wie das 18:14 von Manuel Späth.

Zu deutlich war dann aber das Zeichen von Johannes Bitter, der nach einer Glanztat zu heftig reklamierte, dass der Ball seiner Ansicht nach im Tor- und nicht im Seitenaus gewesen sei. Zwei Minuten für den Stuttgarter Torhüter waren die Folge und die Flensburger konnten sich in Überzahl weiter absetzen. Beim 23:14 durch Kentin Mahe drohte den Gästen zehn Minuten vor dem Ende erstmals ein zweistelliger Rückstand und trotz des weiter vorhandenen Widerstands war dieser beim 25:15 von Lasse Svan dann auch erreicht. Stuttgart nahm die Auszeit, doch Flensburg bejubelte nicht nur die erste Parade des eingewechselten Rasmus Lind, sondern kombinierte weiter flüssig und mit der Leichtigkeit der deutlichen Führung - bis zum 28:17-Endstand.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
9. Spieltag · 12.10.2017 · 19:00 Uhr
SG Flensburg-H.28:17
TVB 1898 Stuttgart
Flens-Arena Flensburg (Campushalle) · Zuschauer : 5789

Spielfilm:
1:0 (1.), 2:0 (2.), 3:1 (3.), 4:1 (5.), 5:2 (6.), 6:3 (10.), 7:3 (12.), 7:4 (14.), 7:6 (15.), 9:6 (16.), 10:6 (17.), 11:6 (19.), 11:9 (21.), 11:10 (24.), 12:10 (26.), 12:10 (HZ), 13:11 (32.), 14:11 (33.), 15:11 (35.), 17:11 (38.), 17:12 (40.), 18:13 (42.), 18:14 (43.), 20:14 (45.), 21:14 (48.), 23:14 (50.), 24:15 (52.), 25:15 (53.), 26:16 (57.), 27:17 (59.), 28:17 (EN)

Torschützen: Lauge Schmidt(7), Wanne(5), Svan(4), Mahé(4/2), Glandorf(3), Jeppsson(2), Mogensen(1), Toft Hansen(1), Zachariassen(1),
Siebenmeter: 2 / 3
Zeitstrafen: 1
Rot:
Torschützen: Kretschmer(4), Schimmelbauer(4), Schagen(2), Späth(2), Orlowski(2), Schweikardt(2), Weiß(1),
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: 3
Rot:

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