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12.10.2017 20:54 Uhr - 1. Bundesliga - chs

Kiel nach nervösem Beginn mit Arbeitssieg über Göppingen

Marko VujinMarko Vujin
Quelle: Victoria Weihs
Der THW Kiel musste hart arbeiten, um beide Punkte gegen Frisch Auf Göppingen zu behalten. Am Ende waren es zwei starke Phasen - eine zum Ende der ersten Halbzeit und eine nach dem Wechsel im Tor zu Andreas Wolff Mitte der zweiten Halbzeit, die den deutsche Rekordmeister das 28:23 (13:9) sicherten. Marko Vujin und Lukas Nilsson waren mit jeweils Toren erfolgreichste Torjäger des THW, für die Gäste traf Marcel Schiller (7/4) am häufigsten.

Der THW Kiel erwischte den etwas besseren Start, aus dem Rückraum trafen Weinhold und Kozina, während hinten Landin von Beginn an ein sicherer Rückhalt war. Göppingen fand mit ein wenig Verzögerung in die Partie, Urban bestrafte einen Kieler Fehlpass im Konter und wenig später konnte Kozina nach einem Sesum-Wurf einen Abpraller ergattern und zum 2:2 (5.) egalisieren.

Göppingen suchte nach Kieler Treffern wie schon gegen Flensburg die direkte Antwort über die schnelle Mitte, Urban konnte zum 4:4 (8.) einnetzen. Die Defensive jedoch agierte noch ein wenig zu passiv, Kiel nutzte die Möglichkeiten aus der Distanz immer wieder aus. Bei den Würfen aus den Außenpositionen waren die Zebras allerdings nicht so erfolgreich, Ekberg und Dahmke konnten den Ball nicht an Rebmann vorbeibringen, so dass Frisch Auf beim 5:6 (13.) durch Kresimir KOzina erstmals vorlegte.

Im gebundenen Spiel taten sich die Württemberger aber weiterhin schwer, zudem kassierte Frisch Auf bei einer Zeitstrafe gegen Marcel Schiller noch ein Gegentor ins verwaiste Tor. Der THW kam so eines verworfenen Siebenmeters von Ekberg wieder durch den eingewechselten Lukas Nilsson in die Vorlage. Doch Göppingen blieb in Schlagdistanz, auch weil in doppelter Unterzahl Rebmann zwei Würfe des Deutschen Rekordmeisters vereiteln konnte.

Aber die Schlussphase in Halbzeit eins gehörte den Hausherren. Landin hielt weiter das, was zu halten war und hatte auch davor einen aggressiven und gut verschiebenden Abwehrverbund, so dass Rolf Brack nach vier Gegentoren in Serie zum 12:8 (28.) seine erste Auszeit nehmen musste. Es passierte nicht mehr viel, Kiel konnte durch einen Konter von Dahmke noch auf fünf Tore wegziehen, ehe Frisch Auf dann durch Kozina zum 13:9-Halbzeitstand traf.

Nach dem Seitenwechsel kam Frisch Auf ein wenig besser aus der Kabine, vor allem Daniel Rebmann hatte mit einigen sehenswerten Paraden die spektakulären Momente auf seiner Seite, so dass Kozina im Nachsetzen vom Kreis zum 16:15 (37.) einnetzten konnte. Doch eine Parade von Landin und wenig später ein technischer Fehler der Gäste ließen das Pendel wieder zur anderen Seite ausschlagen. Vor allem Lukas Nilsson war auf Kieler Seite kaum zu bremsen - der Schwede war aus der Distanz gefährlich, ging aber auch in die Nahdistanz und erkämpfte Zeitstrafen gegen die Gäste.

Nachdem Zarabec zum 19:16 (42.) gestellt hatte, rückte hinten Andreas Wolff für das Schlussviertel in den Kasten und der Europameister verhinderte wenig später mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Schiller den erneuten Anschluss Göppingens und ermöglichte mit einer weiteren starken Parade dann das 21:17 (47.) durch Rene Toft Hansen. Auf Göppinger Seite riss vor allem Tim Kneule das Spiel an sich, auch der angeschlagene Daniel Fontaine wurde nicht geschont.

Dennoch hatten die Hausherren das Spiel spätestens nach Wolffs Parade gegen Pfahl und der erneuten Fünf-Tore-Führung von Winecek unter Kontrolle gebracht. Frisch Auf wehrte sich nach Kräften, kämpfte um ein ordentliches Ergebnis. Alfred Gislason hingegen versuchte mit einer offensiveren 3:2:1-Abwehr noch einmal mehr Ballgewinne zu erarbeiten. Doch es blieb dabei, Kiel wahrte seinen Vorsprung bis zum Ende und setzte sich am Ende mit 28:23 durch.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
9. Spieltag · 12.10.2017 · 19:00 Uhr
THW Kiel28:23
Frisch Auf Göppingen
Sparkassen-Arena Kiel (Ostseehalle) · Zuschauer : 10285

Spielfilm:
0:0 (2.), 1:0 (2.), 2:0 (3.), 2:1 (4.), 3:2 (7.), 4:4 (8.), 5:4 (10.), 5:5 (12.), 5:6 (13.), 6:6 (16.), 7:6 (18.), 7:7 (19.), 8:7 (23.), 8:8 (24.), 9:8 (24.), 10:8 (26.), 11:8 (27.), 12:8 (28.), 13:9 (HZ), 14:10 (31.), 14:11 (33.), 16:12 (34.), 16:13 (35.), 16:14 (36.), 16:15 (37.), 18:15 (40.), 19:16 (43.), 21:17 (46.), 22:17 (49.), 23:18 (51.), 25:20 (54.), 26:21 (56.), 26:22 (57.), 27:22 (58.), 28:23 (59.), 28:23 (EN)

Torschützen: Nilsson(5), Vujin(5/1), Bilyk(3), Zarabec(3), Wiencek(3), Dahmke(2), Ekberg(2/1), Toft Hansen(2), Weinhold(2), Dissinger(1),
Siebenmeter: 2 / 4
Zeitstrafen: 1
Rot:
Torschützen: Schiller(7/4), Kozina(4), Bagersted(3), Damgaard Espersen(2), Urban(2), Kneule(2), Ritterbach(1), Sesum(1), Pfahl(1),
Siebenmeter: 4 / 5
Zeitstrafen: 8
Rot:

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