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15.10.2017 14:12 Uhr - 1. Bundesliga - etb

Recken entzaubern den Tabellenführer, erste Niederlage für die Füchse

Morten OlsenMorten Olsen
Quelle: Jörg Zehrfeld
Mit 33:27 (17:14) setzte sich die TSV Hannover-Burgdorf gegen die Füchse Berlin durch. Nach einer starken ersten Halbzeit führten die Recken aufgrund einer sehr guten Leistung sowohl im Angriff als auch in der Abwehr bereits mir drei Treffern. Den Berlinern gelang es nicht die gewohnt stabile und aggressive Defensive auf die Platte zu bringen und auch im Angriff blieben sie oft zu harmlos und agierten statisch. Der zweite Durchgang war über weite Strecken recht ausgeglichen, die Hauptstädter kamen aber nie näher als auf zwei Tore Abstand heran, was vor allem an Malte Semisch und Morten Olsen lag. In der Schlussphase drehten die Gastgeber noch einmal auf und ließen die Berliner chancenlos. Beste Werfer ihrer Teams waren Casper Mortensen und Petar Nenadic mit jeweils neun Treffern.

Den ersten Treffer der Partie zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und den Füchsen Berlin markierte der Berliner Kreisläufer Erik Schmidt an alter Wirkungsstelle. Den besseren Start erwischten dennoch die Gastgeber. Mortensen verwandelte einen Siebenmeter per Heber gegen Silvio Heinevetter, Johannsen legte nach. Beim Stand von 3:2 scheiterte Hans Lindberg erst vom Punkt, dann musste Erik Schmidt nach einem Foul von Fabian Böhm für zwei Minuten auf die Bank. Die Recken nutzten die Chance und zogen in Überzahl nach Treffern von Mortensen und Häfner auf 5:2 davon. Als der Rückstand der Füchse beim 7:3 nach neun Minuten bereits vier Tore betrug, zog Velimir Petkovic die Grüne Karte. Während bei Hannover die Leistung vorne wie hinten bereits stimmte, hatte Berlin vor allem in der Abwehr noch Redebedarf.

Das nächste Tor fiel dann auch für die Berliner durch Steffen Fäth. Nach einem Ballgewinn verkürzte Nenadic dann auf 7:5. Doch Hannover ließ sich davon nicht beeindrucken. Nach Treffern von Olsen und Johannsen stand es nach gut 17 Minuten 11:6. Petkovic nahm bereits die zweite Auszeit und brachte nun Paul Drux auf der Mitte, Petar Nenadic auf Halblinks und Mattias Zachrisson im rechten Rückraum. Drux konnte dann auch nach einen Siebenmeter und eine Zeitstrafe herausholen. Nenadic sorgte für das 12:7 vom Siebenmeterpunkt. Hannover agierte in Unterzahl mit dem zusätzlichen Feldspieler. Zachrisson deckte Olsen kurz und stellte die Recken damit vor Probleme. Ortega entschied sich bei angezeigtem passiven Spiel für das Time-Out und sein Team setzte die Vorgabe um und erhöhte auf 13:7.

Petkovic brachte nach zwanzig Minuten Petr Stochl im Tor und ließ Drago Vukovic an der Spitze der 5:1-Abwehr decken. Doch Karason störte das nicht. Auf der Gegenseite brachte Steffen Fäth den Ball im Tor unter und auch im nächsten Angriff konnte der Nationalspieler auf 15:10 verkürzen. Petr Stochl wehrte einen Wurf ab, Drux kam aus der Bewegung und holte den nächsten Siebenmeter und die nächste Zeitstrafe gegen Karason heraus. Nenadic konnte dann vom Punkt auf 15:11 verkürzen. Doch Olsen trotze der Unterzahl und machte den 16. Treffer für die Gastgeber. Plaza bekam auf der Gegenseite den Ball und markierte das 16:12. Doch Wiede musste dann nach einem Foul an Olsen auf die Bank. Stochl war zur Stelle parierte und nun konnten auch die Berliner das erste Gegenstoßtor durch Kevin Struck machen, der für das 16:13 sorgte. Nenadic verringerte den Rückstand in Unterzahl beim 17:14 auf drei und stellte so auch den Halbzeitstand her, denn den letzten Hannoveraner Wurf konnte Stochl parieren.

Direkt nach dem Wiederanpfiff gab es für Jakov Gojun eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe nach einem Foul an Fabian Böhm. Petr Stochl hielt den Wurf von Johannsen und Fabian Wiede machte in Unterzahl das 17:15, Häfner hatte die Antwort jedoch parat und machte das 18:15. Dann war es Martin Ziemer, der seiner Mannschaft die Möglichkeit auf die erneute Vier-Tore-Führung gab. Berlin holte sich jedoch den Ball und Paul Drux verkürzte beim 18:16 erneut auf zwei. Die Füchse blieben in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs dran. Dann erhielt Drux eine Zeitstrafe und kurz darauf gab es einen Siebenmeter für Hannover. Stochl hatte keine Chance gegen Mortensen. Ziemer konnte den Wurf von Nenadic herausfischen, doch auch die Berliner holten sich den Ball zurück. Wieder vollzählig sorgte Struck von Linksaußen für das 20:18 (38.). Dann waren die Hannoveraner allerdings nach zwei schnellen Treffern beim 22:18 wieder auf vier Treffer davongezogen.

Es waren nun die Spielmacher, die für die Tore sorgten. Bei den Gastgebern ließ sich Morten Olsen kaum von der gegnerischen Abwehr beeindrucken, bei den Füchsen sorgte Nenadic für Treffer. Das 25:22 (44.) machte Kevin Struck und hielt somit sein Team in Schlagdistanz. Es fielen die Tore auf beiden Seiten im Wechsel. Während die Berliner sich jedoch jeden Treffer lange herausspielen musste, gelangen der TSV Hannover-Burgdorf oft schnelle Tore. Nenadic hatte nach einem Steal dann die Chance auf zwei zu verkürzen. Semisch hielt den Wurf und stattdessen erhöhte Mortensen auf 28:24 (49.).

Den Berlinern blieben noch zehn Minuten, um den Drei-Tore-Rückstand beim 28:25 zu drehen. Doch die Recken blieben angeführt von Olsen die dominierende Mannschaft. Semisch war im Tor zur Stelle und Patrail machte das 30:25 (53.). Velimir Petkovic nahm seine dritte Auszeit. Nenadic traf nur den Pfosten, Ballbesitz Hannover. In der Abwehr agierten die Berliner nun sehr offensiv, um die Gastgeber unter Druck zu setzen und sie vor eine neue Herausforderung zu stellen. Da seine Mannschaft auch Probleme gegen die neue Deckungsformation hatte, zog Ortega die Grüne Karte. Die Auszeit wirkte, Mortensen machte das 31:25 (55.). Berlin gab nicht auf und Wiede verkürzte. Heinevetter konnte dann zwar einen Siebenmeter von Mortensen parieren, doch im Nachsetzen machte er dann das 32:26 und sorgte für die Vorentscheidung. Die Recken spielten clever das Spiel herunter und gewannen am Ende mit 33:27.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
9. Spieltag · 15.10.2017 · 12:30 Uhr
TSV Hannover-Burgdorf33:27
Füchse Berlin
TUI Arena Hannover · Zuschauer : 5617

Spielfilm:
2:2 (3.), 3:2 (5.), 5:2 (7.), 6:3 (9.), 7:3 (10.), 7:4 (11.), 7:5 (13.), 9:5 (15.), 9:6 (17.), 11:6 (18.), 12:7 (20.), 15:9 (23.), 16:12 (27.), 16:13 (29.), 17:13 (30.), 17:14 (30.), 17:14 (HZ), 17:14 (31.), 18:15 (32.), 19:17 (35.), 20:17 (38.), 20:118 (38.), 20:18 (38.), 22:18 (40.), 23:20 (42.), 25:22 (44.), 27:23 (47.), 28:25 (50.), 29:26 (52.), 30:25 (52.), 30:25 (54.), 31:26 (56.), 32:26 (57.), 32:27 (59.), 33:27 (60.), 33:27 (EN)

Torschützen: Mortensen(9/5), Olsen(7), Johannsen(5), Häfner(3), Böhm(3), Patrail(2), Pevnov(2), Karason(1), Brozovic(1),
Siebenmeter: 5 / 6
Zeitstrafen: 2
Rot:
Torschützen: Nenadic(9/2), Wiede(5), Fäth(4), Struck(3), Zachrisson(2), Lindberg(1), Drux(1), Schmidt(1), Plaza Jimenez(1),
Siebenmeter: 2 / 3
Zeitstrafen: 4
Rot:

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