News sendenPDF öffnen

13.11.2017 18:01 Uhr - 1. Bundesliga - Elisabeth Trübenbach

"Elis Woche": Diskussion um deutsche Champions League-Plätze, Frauen starten in WM-Vorbereitung

Jubel bei den Rhein-Neckar Löwen über drei Punkte.Jubel bei den Rhein-Neckar Löwen über drei Punkte.
Quelle: Marco Wolf
Welche Themen haben die Handball-Welt in der vergangenen Woche besonders bewegt und was gibt es Neues in Bundesliga, Champions League und Nationalmannschaft zu berichten? Jeden Montag blickt unsere Redakteurin Elisabeth Trübenbach in "Elis Woche" auf die Meldungen der vergangenen sieben Tage zurück und liefert einen Ausblick auf die anstehenden Ereignisse und Events in der kommenden Woche...

Für einen wahrlichen Paukenschlag sorgte die Europäische Handballföderation in der vergangenen Woche. Der Exekutive der EHF soll ein Antrag vorgelegt werden, der die deutschen Teilnehmer der Champions League auf eine Mannschaft reduzieren würde. Zentraler Anstoß dabei seien die Terminprobleme mit der HBL, die dazu führen würden, dass nur schwer Lösungen gefunden werden können - gerade weil es an der Kooperationsbereitschaft der HBL mangeln solle.

"Wenn es wirklich dazu käme, wäre das für die Sportart mit all ihren Top-Handballern, die in der Champions League spielen wollen, und die vielen Handball-Fans in Deutschland sehr, sehr traurig", sagte Thorsten Storm, Manager des deutschen Rekordmeisters und dreimaligen Champions-League-Siegers THW Kiel (hier nachzulesen). "Wenn wir gemeinsam eine Lösung finden wollen, dann müssen wir miteinander reden. Es bringt nichts, das in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Es ist immer besser, das intern zu klären", so die Reaktion von Füchse-Manager und DHB-Vize Bob Hanning.

"Wir würden die Spieltagsprobleme gern im Dialog lösen und sind auch bereit, Kompromisse einzugehen. Aber nicht um jeden Preis", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann (wir berichteten). Den Höhepunkt erreichten die Diskussionen um die Terminkollisionen durch die Festsetzung des Bundesligaspieles der Rhein-Neckar Löwen am vergangenen Samstag um 18:10 Uhr in Leipzig und dem Champions League-Spiel gegen den FC Barcelona nur einen Tag später, am vergangenen Sonntag.

Anzumerken war das den Löwen, was die Punkteausbeute angeht aber nicht. Nach einem deutlichen 29:23-Sieg gegen den SC DHfK Leipzig am Samstag, gab es beim 26:26 nicht mal einen Tag später in Barcelona einen Punkt (zum Spielbericht). Damit stehen sie hinter Vardar Skopje derzeit auf dem zweiten Rang der Gruppe A. In Gruppe B übernahm Paris nach dem Sieg gegen Veszprem die Spitze. Der THW Kiel musste eine 26:29-Niederlage gegen RK Celje hinnehmen (zum Spielbericht) und befindet sich damit nur auf Rang sieben. Einen wahren Krimi entschied die SG Flensburg-Handewitt in Brest mit 30:28 (zum Spielbericht) für sich, was Position drei in der Gruppe B nach sich zieht. Schon am Wochenende kommt es zu den Rückspielen dieser Partien.

»Alle Informationen zur Champions League der Männer gibt es hier

Neben dem Sieg der Rhein-Neckar Löwen fanden auch zahlreiche andere Partien in der vergangenen Woche in der Bundesliga statt. Am Donnerstag verloren die Füchse Berlin gegen die SG Flensburg-Handewitt das Topspiel der Woche, da sie jedoch bereits dreizehn Partien absolviert haben, bleiben sie zumindest vorerst an der Spitze - einzig die Löwen haben derzeit weniger Minuspunkte. Der VfL Gummersbach konnte wichtige Punkte im Abstiegskampf mit dem Sieg gegen den TV Hüttenberg einfahren. Die TSV Hannover-Burgdorf war gegen die Eulen Ludwigshafen erfolgreich und der THW Kiel ließ keinen Zweifel an seinem Sieg gegen den TVB 1898 Stuttgart aufkommen. In der zweiten Samstagspartie entschied die MT Melsungen das Hessen-Derby gegen die HSG Wetzlar mit 29:22 für sich.

Besonders spannend waren die Sonntagsspiele. Sowohl der TBV Lemgo und GWD Minden als auch der HC Erlangen und der TuS N-Lübbecke trennten sich mit einem Unentschieden. Ganz knapp setzte sich der SC Magdeburg beim 32:31 in Göppingen durch. Auf das aktuelle Top-Trio Berlin, Mannheim, Flensburg folgen derzeit Hannover, Melsungen und Kiel auf den Plätzen vier, fünf und sechs. Am Tabellenende befinden sich aktuell der HC Erlangen, der TV Hüttenberg und der TuS N-Lübbecke.

Am Donnerstag ist nun volles Programm angesagt: Spannung ist sicherlich in der Partie zwischen den Rhein-Neckar Löwen und der MT Melsungen zu erwarten. Der THW Kiel empfängt den TBV Lemgo, die SG Flensburg-Handewitt den TV Hüttenberg. Die Füchse spielen gegen Minden. Am Wochenende treten der SC DHfK Leipzig und Frisch Auf! Göppingen sowie der VfL Gummersbach und der TuS N-Lübbecke gegeneinander an.

»Alle Informationen zur HBL gibt es hier

Ab kommenden Mittwoch starten die deutschen Teams nun auch im EHF-Pokal. Den Auftakt macht Frisch Auf! Göppingen gegen Arendal. Die Füchse Berlin treten am Samstag beim FC Porto an und der SC Magdeburg empfängt am Sonntag Constanta. Komplettiert wird die 3. Qualifikationsrunde übrigens durch Hafnarfjördur. Die Isländer machten ihr Weiterkommen erst am vergangenen Sonntag in einem historischen Siebenmeterwerfen perfekt (mehr dazu gibt es hier).

»Alle Informationen zum EHF-Pokal der Männer gibt es hier

Der Thüringer HC geht bei den Frauen als Tabellenführer der Bundesliga in die WM-Pause. Es folgen die TuS Metzingen, die SG BBM Bietigheim und der Buxtehuder SV. Letzterer kassierte gegen den VfL Oldenburg eine 31:39-Pleite. Die Oldenburgerinnen stehen punktgleich mit Bayer Leverkusen, das sich gegen die HSG Bad Wildungen Vipers durchsetzte, auf Rang sechs. Immer noch ohne Zähler am Ende der Tabelle stehen die HSG Bensheim/Auerbach und der HC Rödertal.

»Alle Informationen zur HBF gibt es hier

In der Champions League unterlag der Thüringer HC zu Hause mit 25:22 gegen Larvik. Die SG BBM Bietigheim setzte sich mit 27:21 gegen Buducnost Podgorica durch und machte damit den Einzug in die Hauptrunde der Champions League bereits perfekt.

»Alle Informationen zur Champions League der Frauen gibt es hier

Für die Frauen geht es nun in die direkte Vorbereitung auf die Heim-WM. Bereits am Sonntag versammelte Michael Biegler die ersten "Ladies" um sich. "Es werden ganz intensive Tage, ich bin da voller Vorfreude", sagte er (hier nachzulesen). Am 1. Dezember geht es dann endlich los, zum Auftakt das Spiel gegen Kamerun. "Wir müssen uns weiterentwickeln in taktischen Auslösehandlungen, mit Sicherheit auch in der Feinjustierung. Und wir brauchen noch mal einen athletischen Einschub, sonst sind wir nicht in der Lage, die Konstanz zu erreichen, um die WM bis zum Ende zu spielen", erklärte Biegler, worauf es bis dahin ankommt.

Lesen Sie auch:

"Elis Woche": Trainerentlassung, deutsche Teams erfolgreich in der Champions League und DHB-Pokal ausgelost

Handballecke.de Diskutieren Sie direkt im Forum mit!


Meistgelesen:



Lesen Sie auch: