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17.11.2017 18:20 Uhr - 1. Bundesliga - Astrid Jöhnck

"Genau das, was man gegen so eine Abwehr machen muss": Drei Fragen an ... Anders Zachariassen

Anders ZachariassenAnders Zachariassen
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Am vergangenen Samstag beim HC Meshkov Brest hatte Anders Zachariassen bereits in der VELUX EHF Champions League eine starke Leistung geboten. Im gestrigen Heimspiel der DKB Handball Bundesliga gegen den TV Hüttenberg packte der Kreisläufer der SG Flensburg-Handewitt noch einmal eine Schippe drauf und steuerte neben zahlreichen Sperren für seine Mitspieler auch elf Treffer zum 38:23-Heimerfolg bei. Keine Selbstverständlichkeit, hatte der 26-Jährige in dieser Saison doch bislang nur wenige Spielanteile erhalten. Im Anschluss an die Partie war der Däne ein gefragter Gesprächspartner und stellte sich mit einem strahlenden Lächeln auch gern den Fragen von handball-world.

Wie hast du das Spiel gegen Hüttenberg erlebt?

Anders Zachariassen:
Es war ein gutes Spiel und ich habe mich gefreut, dass ich erneut anfangen durfte und zum ersten Mal in dieser Saison 60 Minuten gespielt habe. So viel Platz wie heute habe ich selten auf dem Spielfeld, denn wir spielen nicht oft gegen eine so offensive Abwehr. Aber für mich war das natürlich sehr gut. Es macht mir viel Spaß, gegen solch eine Abwehr zu spielen, da dann viel Bewegung im Spiel ist. Es gefällt mir einfach gut, wenn ich viel laufen und für meine Mitspieler, aber auch für mich selbst, die Lücken reißen kann. Da kann ich gut meine Stärken zeigen.

Insgesamt muss man sagen, dass wir die Räume, die Hüttenberg uns geboten hat, gut genutzt haben. Ich bin viel gelaufen und der Ball wurde immer im richtigen Moment gespielt. Wir haben das wirklich clever gemacht und sind nicht in ihre Fallen getappt. Das ist genau das, was man gegen so eine Abwehr machen muss. Wir hatten heute viel Spaß, auch wenn es natürlich immer ein wenig langweilig ist, wenn man die meiste Zeit des Spiels in der Abwehr steht. Aber die meisten Siege holt man nun einmal in der Abwehr und deshalb muss man dort immer konzentriert sein. Es freut mich, dass uns das heute über die gesamte Spielzeit gut gelungen ist.

Wie wichtig waren die beiden letzten Spiele für dich persönlich?

Anders Zachariassen:
Die waren schon sehr wichtig. Ich habe in dieser Saison leider noch nicht so viel gespielt, wie ich gehofft hatte, aber wenn sich mir die Chance bietet, dann bin ich da und gebe alles, was ich habe. Von daher war es natürlich wichtig für mich, dass ich in Brest und auch gegen Hüttenberg so viel gespielt und dann auch noch eine gute Leistung abgeliefert habe. Man kann die Situation ein wenig mit meiner Anfangszeit vergleichen, als ich auch wenig gespielt habe. Natürlich mache ich mir selber Druck, wenn ich ins Spiel komme, aber grundsätzlich habe ich in so einer Situation ja nichts zu verlieren. Man muss in dem Moment einfach alles im Kopf ausschalten und sich auf sich selbst konzentrieren, dann klappt es auch. Wenn es dann so läuft, wie in diesen beiden Spielen, ist es natürlich super.

Falls es tatsächlich so kommt, dass Jacob Heinl aufgrund seiner Schulterverletzung in den nächsten Spielen ausfällt, werde ich ihn gern vertreten und alles geben. Aber das ist ja logisch, denn in einer Mannschaft steht man schließlich immer füreinander ein.

Am Sonntag geht er erneut gegen Brest. Wie werdet ihr das Spiel angehen?

Anders Zachariassen:
Wir haben ein gutes Gefühl aus dem Hinspiel mitgenommen und müssen am Sonntag eigentlich ?nur? an das anknüpfen, was wir in Weißrussland gezeigt haben. Das sah gut aus. Ob Brest erneut zwei Spieler zwischen Angriff und Abwehr wechseln wird, weiß ich natürlich nicht, aber ich gehe aktuell davon aus, da sie das bislang eigentlich in jedem Spiel gemacht haben. Das würde beim Gegenstoß Löcher in der Mitte geben, die wir dann nutzen sollten. Aber erst einmal müssen wir am Sonntag sehen, wie sie das lösen.

Auf das erneute Wiedersehen mit Petar Djordjic freuen wir uns, denn es ist immer lustig gegen ehemalige Mitspieler anzutreten. Wir wissen natürlich, was er kann, aber wir wissen auch, dass er ein bisschen weint, wenn man ihn hart anpackt. (lacht) Im Ernst: Petar macht es bislang gut für Brest und das freut mich für ihn.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
13. Spieltag · 16.11.2017 · 19:00 Uhr
SG Flensburg-H.38:23
TV Hüttenberg
Flens-Arena Flensburg (Campushalle) · Zuschauer : 5543

Spielfilm:
1:0 (0.), 2:0 (2.), 4:0 (4.), 5:1 (6.), 7:1 (8.), 8:1 (11.), 8:2 (13.), 9:2 (14.), 10:3 (15.), 11:4 (16.), 13:4 (18.), 14:5 (20.), 15:5 (21.), 16:6 (24.), 17:7 (26.), 18:8 (27.), 19:9 (29.), 20:9 (HZ), 21:10 (31.), 23:10 (32.), 24:11 (33.), 25:12 (35.), 26:13 (36.), 27:14 (37.), 27:15 (38.), 27:16 (40.), 28:17 (42.), 29:18 (44.), 31:18 (46.), 32:19 (48.), 34:19 (50.), 35:20 (52.), 35:22 (55.), 36:23 (56.), 38:23 (58.), 38:23 (EN)

Torschützen: Zachariassen(11), Svan(5), Mogensen(5), Wanne(4), Lauge Schmidt(4), Steinhauser(3), Glandorf(3), Rød(1), Jeppsson(1), Mahé(1/1),
Siebenmeter: 1 / 2
Zeitstrafen: 3
Rot:
Torschützen: Lipovina(6), Wernig(5/1), Roth(2), Johannsson(2), Mappes(1), Hofmann(1), Lambrecht(1), Fernandes(1), Sklenák(1), Zörb(1), Stefan(1), Rompf(1),
Siebenmeter: 1 / 2
Zeitstrafen: 5
Rot:

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