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17.11.2017 17:57 Uhr - 1. Bundesliga - red

Kehrmann "angefressen", Gislason erfreut über "Spielfreude und Lockerheit"

Florian KehrmannFlorian Kehrmann
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Nach der 26:29-Heimniederlage gegen Celje in der Champions League hat der THW Kiel in der Bundesliga seine Serie mit einem ungefährdeten 29:19 gegen den TBV Lemgo auf nun 11:1 Punkte ausgebaut, nach dem verpatzten Saisonstart geht die Aufholjagd so weiter. Mit 17:9 Punkten sind die Kieler aktuell Tabellensiebter. Lemgo steht mit einem ausgeglichenem Punktekonto von 13:13 unterdessen weiterhin im gesicherten Mittelfeld, die Gäste beschäftigte mehr als die Niederlage daher auch der eigene Auftritt. "Glückwunsch an den THW für die gute Leistung, wir haben hingegen unsere nicht gebracht", so TBV-Coach Florian Kehrmann.

"Man hat schon in den ersten Minuten gesehen, dass wir nicht die Leistung gebracht haben, um hier nur im Ansatz eine Chance zu haben", erklärte Florian Kehrmann auf der Homepage des TBV Lemgo und führte weiter aus: "Wir haben uns in den ersten zwanzig Minuten sehr schwer im Angriff getan, haben es aber bis zur Halbzeit geschafft, Ordnung reinzubekommen."

"Zur Halbzeit konnten wir auf vier stellen, Ziel war dann, das weiter auszubauen und das vorher gewesene auszublenden", erläutert Kehrmann, der mit Blick das sich nach dem ersten Treffer zum 13:16 über 13:19 auf 14:21 entwickelnde Ergebnis aber konstatieren musste: "Dann haben wir Halbchancen genommen, sind mit Angst vor der Kieler Abwehr auf das Tor gegangen. Dann ging es schnell auf minus sechs. Wir haben es noch einmal mit dem siebten Feldspieler versucht. Das ging einen Angriff gut, dann verlieren wir völlig das System."

"Am Ende, als das Spiel schon durch war, haben wir teilweise ganz ordentlich gestanden. Insgesamt bin ich sehr angefressen aufgrund unserer Leistung, die wir einfach nicht gebracht haben", so Kehrmann in seinem Fazit. Der Trainer des TBV Lemgo fügte aber an: "Was man auch sagen muss: Wir haben hier vor dem THW Kiel gespielt, der mit Nationalspielern gespickt ist und in den letzten Spielen 9:1 Punkte geholt hat. Es macht Spaß zu sehen, wie sich junge Spieler wie Nikola Bilyk und Lukas Nilsson bei Alfred Gislason entwickeln." Kehrmann weiter: "Ich bin mir sicher, dass Alfred diese großen, jungen Talente in seiner Mannschaft zu einer Einheit formen wird. Aber das braucht eben seine Zeit, und die sollte man dieser Mannschaft geben."

"Ich habe mich heute sehr über die Leistung meiner jungen Spieler gefreut", erklärte Alfred Gislason mit Blick auf das 29:19, bei dem Bilyk und Nilsson zusammen zehn Treffer erzielten. "Ich wollte die Achse Nilsson/Bilyk/Vujin lange spielen lassen, weil sie uns in der vergangenen Saison schon gute Dienste erwiesen hat. Und ich hatte auf ein wenig mehr Lockerheit gehofft - das hat sich erfüllt. Die Abwehr stand gut, die Torhüter haben eine sehr gute Leistung gezeigt - gefühlt hätten wir zur Pause höher als mit vier Toren führen müssen, weil wir gut gespielt haben. Dieses Mal sind wir nach dem Drei-Tore-Vorsprung aber nicht nervös geworden, die Spielfreude und Lockerheit blieb. Das hat mich gefreut", so der Trainer des THW Kiel gegenüber der Homepage des THW Kiel.

"Ich freue mich für Alfred und die Jungs über diesen Erfolg, so ein Ergebnis gibt Sicherheit. Ein Lob möchte ich unseren jungen Spielern und Marko Vujin aussprechen. Gerade Marko wird oft kritisiert, heute macht er sechs Tore in Situationen, wo wir sie gebraucht haben", erklärte Thorsten Storm nach dem Erfolg des THW. Der Kieler Geschäftsführer fügte an: "Wir hatten viel Respekt vor Lemgo, weil wir sehen, was `Flo` in Lemgo für eine gute Arbeit macht." Dem stimmte auch Gislason zu: "Wir waren vor Lemgo gewarnt, weilt die Mannschaft zuletzt ganz stark gespielt hat und bis auf die Partie in Berlin auch bei den so genannten Top-Mannschaften gut ausgesehen hat."

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
13. Spieltag · 16.11.2017 · 19:00 Uhr
THW Kiel29:19
TBV Lemgo
Sparkassen-Arena Kiel (Ostseehalle) · Zuschauer : 10285

Spielfilm:
0:1 (2.), 1:1 (3.), 2:1 (4.), 3:2 (6.), 5:3 (8.), 6:3 (10.), 7:3 (12.), 8:5 (16.), 10:5 (19.), 11:6 (21.), 12:7 (23.), 13:8 (25.), 14:10 (28.), 16:12 (HZ), 16:13 (32.), 19:13 (34.), 20:14 (36.), 21:14 (38.), 22:15 (40.), 24:16 (42.), 25:16 (43.), 26:16 (48.), 26:16 (50.), 27:17 (53.), 27:18 (57.), 28:19 (58.), 29:19 (EN)

Torschützen: Vujin(6), Bilyk(6), Ekberg(5/2), Nilsson(4), Frend Öfors(3), Landin Jacobsen(2), Wiencek(2), Zeitz(1),
Siebenmeter: 2 / 4
Zeitstrafen: 2
Rot:
Torschützen: Zieker(5), Theuerkauf(3/1), Bartók(3), Valiullin(3), Suton(3), Hornke(2/2),
Siebenmeter: 3 / 6
Zeitstrafen: 3
Rot:

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