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07.12.2017 10:36 Uhr - 1. Bundesliga - HP RNL, red

Rhein-Neckar Löwen wollen gegen ersatzgeschwächte Stuttgarter an gute vierzig Minuten aus Erlangen-Spiel anknüpfen

Andy Schmid
Andy Schmid
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Ungewohnte Heimatgefühle bei den Rhein-Neckar Löwen: Zum zweiten Mal in einer Woche darf der Deutsche Meister zuhause in der SAP Arena antreten. Löwen-Kapitän Andy Schmid schaut dem Duell zwischen dem Tabellenvierten und dem Tabellenvierzehnten, einem Nachholtermin des zweiten Spieltags, gelassen entgegen. "Ich denke, dass wir nach dem Sieg gegen Erlangen befreiter in die nächsten Spiele gehen können, dass uns vor allem die letzten vierzig starken Minuten ein gutes Gefühl geben", sagte der Schweizer nach dem 33:22 -Erfolg. Sein Trainer Nikolaj Jacobsen erwartet von seinen Jungs gegen Stuttgart die nötige Grundaggressivität und die richtige Einstellung: "Ansonsten darf es gerne so laufen wie gegen Erlangen."

Die Stuttgarter kommen derweil mit großen Verletzungssorgen nach Mannheim: Ausgerechnet die beiden Routiniers Jogi Bitter (Oberschenkelverletzung) und Mimi Kraus (Wade), ihres Zeichens Weltmeister von 2007, fehlen derzeit. Im jüngsten Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar knickte dann auch noch Max Häfner, jüngerer Bruder von Europameister Kai, um. Positiv aus Sicht des TVB: Felix Lobedank und Tobias Schimmelbauer feierten ihr Comeback. "Ich will nicht jede Woche über irgendwelche Verletzten reden", sagte Trainer Markus Baur zur Personalmisere der Schwaben.

"Nach dem Klassenerhalt am letzten Spieltag der vergangenen Saison wollen wir in der neuen Runde den Verbleib in der 1. Liga so früh wie möglich klarmachen", gab TVB-Geschäftsführer Jürgen Schweikardt vor der Saison die Zielsetzung aus. Aufgrund der verletzungsbedingt angespannten Personalsituation gab es zuletzt aber vier Niederlagen am Stück - besonders schmerzhaft die Heimpleite gegen das bis dahin sieglose Schlusslicht Lübbecke, bei dem sich sowohl Bitter wie auch Kraus verletzten. Mit 9:21-Punktenliegen die Stuttgarter drei Zähler vor den Abstiegsrängen.

Oliver Roggisch will sich von solchen Umständen nicht blenden lassen: "Durch den Ausfall von Bitter und Kraus ist die Favoritenrolle noch klarer verteilt, aber gerade dann hat der Gegner auch nichts zu verlieren, kann ein hohes Risiko fahren", sagt der Sportliche Leiter der Löwen und denkt dabei insbesondere an das Spiel Sieben gegen Sechs, für das TVB-Coach Baur bekannt ist.

Roggischs Schluss aus dieser Konstellation lautet, sich vor allem auf das eigene Spiel zu konzentrieren und an die starken letzten vierzig Minuten aus dem Spiel gegen Erlangen anzuknüpfen. "Wenn wir das schaffen, sind wir von jeder Mannschaft in der Bundesliga schwer zu schlagen." Die Analyse der ersten zwanzig schwachen Minuten sei nicht sonderlich schwergefallen: "Da waren wir in der 6:0-Abwehr nicht aggressiv genug. Vorne haben wir zwar genügend Torchancen herausgespielt, diese aber nicht ausreichend genutzt."

Personell sieht die Lage so aus, dass Kristian Bliznac wahrscheinlich wieder in den Kader zurückkehren wird. Patrick Groetzki laboriert an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel, hinter ihm steht laut Oli Roggisch "ein kleines Fragezeichen". Der Rest ist laut Homepage der Löwen fit und hoffe auf eine ähnlich tolle Stimmung wie beim Heimspiel gegen Erlangen: "Da haben die Fans in der schweren Phase am Anfang Fingerspitzengefühl bewiesen und uns toll unterstützt. Das wünschen wir uns wieder gegen Stuttgart."

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
2. Spieltag · 07.12.2017 · 19:00 Uhr
Rhein-Neckar Löwen33:23
TVB 1898 Stuttgart
SAP-Arena Mannheim · Zuschauer : 5076

Spielfilm:
1:0 (1.), 2:1 (2.), 2:2 (2.), 3:2 (3.), 4:2 (4.), 5:2 (5.), 6:2 (6.), 6:3 (7.), 7:3 (11.), 8:3 (14.), 9:4 (16.), 9:6 (19.), 12:7 (24.), 12:8 (25.), 14:8 (27.), 16:8 (HZ), 17:10 (33.), 18:10 (35.), 20:11 (37.), 21:13 (39.), 22:14 (40.), 23:14 (40.), 24:15 (42.), 27:16 (44.), 28:18 (46.), 29:19 (48.), 29:21 (52.), 30:21 (54.), 31:21 (55.), 32:21 (56.), 32:22 (58.), 33:23 (EN)

Torschützen: Tollbring(8), Radivojevic(6), Schmid(5/1), Larsen(3), Pekeler(2), Guardiola Vilaplana(2), Petersson(2), Baena Gonzalez(2), Reinkind(2), Taleski(1),
Siebenmeter: 1 / 1
Zeitstrafen: 2
Rot:
Torschützen: Orlowski(5), Schagen(5/2), Späth(3), Weiß(2), Salger(2), Kretschmer(2), Lobedank(2), Baumgarten(1), Schweikardt(1),
Siebenmeter: 2 / 3
Zeitstrafen: 3
Rot:

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