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11.12.2017 12:31 Uhr - 1. Bundesliga - red, PM Vereine

"Ein großer Tag für die Füchse" - Berlin vollen Lobes nach Sieg gegen Melsungen

"Viele haben gar nicht dran geglaubt, dass wir in der Lage sind, so ein Spiel zu machen. Ich musste das Team richtig wecken. Ich bin unglaublich stolz." "Viele haben gar nicht dran geglaubt, dass wir in der Lage sind, so ein Spiel zu machen. Ich musste das Team richtig wecken. Ich bin unglaublich stolz."
Quelle: Jörg Zehrfeld
Dank einem Kraftakt bleiben die Füchse Berlin Tabellenführer der DKB Handball Bundesliga. Beim 32:29 (15:17)-Heimerfolg gegen eine stark auftretende MT Melsungen kompensierten die Berliner sogar den Platzverweis gegen Petar Nenadic. Zudem gingen die Hauptstädter personell geschwächt in die Partie. Hans Lindberg und die Torhüter Silvio Heinevetter und Petr Stochl (beide mit Rückenbeschwerden) gingen angeschlagen in das Spiel. Jakov Gojun stand wegen Rippenproblemen gar nicht erst auf dem Spielberichtsbogen. Umso mehr war Trainer Velimir Petkovic erleichtert: "Wir haben sieben Tage lang im Training gekämpft. Es haben immer wieder wichtige Spieler gefehlt. Ich bin erleichtert und glücklich, dass wir gewonnen haben."

Auch Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning war nach dem 13. Ligasieg erleichtert und stolz zugleich: "Das ist ein großer Tag für die Füchse Berlin. In der vergangenen Saison hätten wir so ein Spiel noch verloren." Vom Anwurf weg bot das Spiel alles, was das Handball-Herz sich wünscht. Der starke MT-Rückraum trumpfte zunächst immer wieder auf und kam zu einfachen Toren, weswegen die Füchse mit einem 15:17 in die Pause gingen. Nach dem Seitenwechsel kamen die Berliner, angetrieben vom frenetisch feiernden Publikum zurück. Die erste Berliner Führung des Spiels erzielte Neuzugang Stipe Mandalinic (24:23). Folglich wurde es hitzig: Petar Nenadic und Felix Danner sahen beide den Roten Karton.

Nenadic verfolgte die restlichen Minuten stehend im Publikum, inmitten des treuen und lautstarken Heim-Blocks. Hinterher war der Regisseur, der noch in diesem Winter nach Veszprem wechseln wird, glücklich: "Ich bin stolz auf die Mannschaft und den heutigen Sieg!" Letztlich baute das Petkovic-Team die Führung sogar aus und gewann mit 32:29. Hanning "Mit Verlaub: das war ein geiles Handballspiel." Und Petkovic ergänzte: "Viele haben gar nicht dran geglaubt, dass wir in der Lage sind, so ein Spiel zu machen. Ich musste das Team richtig wecken. Ich bin unglaublich stolz."

Im Anschluss der Partie verteilte Hanning, der am Abend zuvor noch zum Berliner Manager des Jahres 2017 gekürt wurde, Sonderlobe. Über Erik Schmidt sagte er: "Das ist der Erik, den wir uns wünschen. Er war ein richtig unangenehmer Kreisläufer und hat stark gespielt. Auch lobte der Geschäftsführer Drago Vukovic. "Mit welcher Bereitschaft er in der Abwehr gespielt hat - das war toll!"

Gästetrainer Michael Roth war trotz der Niederlage mit vielen Szenen zufrieden, gerade mit den ersten 30 Minuten seiner Mannschaft: "Abgesehen vom Ergebnis bin ich unterm Strich sehr zufrieden mit unserer Mannschaft. Dieses Spiel war ein weiterer Schritt in die Richtung, in die wir hinwollen. Es war ein echtes Top-Spiel, in dem wir in der zweiten Halbzeit leider nicht mehr ganz an unsere Leistung aus der ersten Hälfte heranreichen konnten. Die erste Halbzeit haben wir unsere bislang beste Saisonleistung gebracht. Besser geht es für uns nicht."

Laut Michael Roth war der Platzverweis gegen Petar Nenadic sogar spielentscheidend für die Füchse: "Wir waren eigentlich auch bis etwa zur 50. Minute die bessere Mannschaft. Aber die Rote Karte gegen Nenadic hat die Füchse und auch das Publikum wachgerüttelt. Ich bin fast geneigt zu sagen, dass wir ohne diese Entscheidung gewonnen hätten. So aber ist das passiert, was eben passieren kann: Es kommt Hektik auf, wir lassen uns zum Teil davon beeindrucken uns unterlaufen technische Fehle, wir vergeben einige frei Bälle, die Torhüterleistung ist nicht mehr so wie in der ersten Halbzeit. Und wenn das alles auch nur innerhalb weniger Minuten passiert, reicht es aus, um aus dem Gleichgewicht zu kommen."

Velimir Petkovic hat sich beim Sky-Interview zweimal die Szene zeigen lassen, die zur Rot/Blauen Karte für Nenadic geführt hat. Der Berliner Trainer sagte daraufhin, dass dies eine Fehlentscheidung war und eher Müller hätte bestraft werden müssen. "Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu wenig Emotionen gezeigt, hinten wie vorne. Dazu kamen ungerechtfertigte Zeitstrafen. In der zweiten Hälfte haben wir es dann besser gemacht, haben vor allem Leidenschaft gezeigt. Die Hinausstellung von Nenadic war eine Initialzündung. Viele sagen, Berlin kann nur gewinnen, wenn Nenadic zehn Tore wirft und Heinevetter 20 Bälle hält. Heute haben wir gezeigt, dass das nicht so ist, dass wir nicht allein von diesen beiden Spielern abhängig sind, sondern uns als Mannschaft weiterentwickelt haben."

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
16. Spieltag · 10.12.2017 · 12:30 Uhr
Füchse Berlin32:29
MT Melsungen
Max-Schmeling-Halle Berlin · Zuschauer : 8885
Live als TV oder Internet-Stream auf sky (Pay-TV) -1

Spielfilm:
2:2 (3.), 2:3 (6.), 4:6 (9.), 5:6 (12.), 7:8 (15.), 9:11 (18.), 9:12 (21.), 11:14 (24.), 14:15 (27.), 15:17 (HZ), 16:19 (33.), 18:20 (36.), 20:20 (39.), 22:22 (42.), 24:24 (45.), 25:25 (48.), 26:25 (51.), 27:25 (54.), 30:28 (57.), 32:29 (EN)

Torschützen: Drux (8), Fäth (6), Nenadic (5), Zachrisson (4), Mandalinic (3), Elisson (3/1), Vukovic (1), Kopljar (1), Schmidt (1),
Siebenmeter:1 / 3
Zeitstrafen:6
Rot:Nenadic (1.),
Torschützen: Reichmann (10/4), Kühn (7), Schneider (5), Müller (2), Danner (2), Golla (2), Lemke (1),
Siebenmeter:4/4
Zeitstrafen:4
Rot:Danner (1.),

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