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Die DHB-Frauen sind bei der Heim-WM im Achtelfinale gegen Dänemark ausgeschieden.Die DHB-Frauen sind bei der Heim-WM im Achtelfinale gegen Dänemark ausgeschieden.
Quelle: Michael Schmidt

11.12.2017 17:02 Uhr - 1. Bundesliga - Elisabeth Trübenbach

"Elis Woche": WM-Aus der Ladies und Spannung in der HBL

Welche Themen haben die Handball-Welt in der vergangenen Woche besonders bewegt und was gibt es Neues in Bundesliga, Champions League und Nationalmannschaft zu berichten? Jeden Montag blickt unsere Redakteurin Elisabeth Trübenbach in "Elis Woche" auf die Meldungen der vergangenen sieben Tage zurück und liefert einen Ausblick auf die anstehenden Ereignisse und Events in der kommenden Woche...

Enttäuschung und Traurigkeit waren den Ladies nach der 17:21- Niederlage gegen Dänemark anzusehen. Der Traum von einer Medaille bei der Heim-WM war geplatzt. Wie schon in den Spielen zuvor waren Mängel in der Offensive dafür verantwortlich. "Das Ganze ist einfach frustrierend, egal woran es letztendlich gelegen hat. Wir sind raus und das ist eine Katastrophe", sagte Clara Woltering (hier nachzulesen), die wie auch Nadja Mansson ihren Rücktritt aus dem DHB-Team erklärte (wir berichteten). "Wir haben nicht die Leistung gebracht, die wir bringen wollten, haben zu viele einfache Fehler gemacht, zu viele Torchancen ausgelassen", so auch Anna Loerper (hier nachzulesen) und ergänzte: "Ich habe mein ganzes Leben auf dieses Ereignis ausgerichtet. Natürlich muss man das jetzt erst mal realisieren, dass die ganze Arbeit zu Ende ist und dass man nicht das gewünschte Ergebnis erzielt hat. Das wird länger dauern."

Der Frauen-Handball soll dennoch nachhaltig gestärkt werden. "Jetzt erst recht. Der Frauen-Handball wird bei uns einen höheren Stellenwert einnehmen, als das in der Vergangenheit der Fall war", kündigte DHB-Präsident Andreas Michelmann am Montag in Leipzig an (wir berichteten). Michael Biegler hofft trotz des "Nackenschlages", wie er das Ausscheiden bezeichnete, auf eine Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. "Es ist eine riesige Bereitschaft bei den Spielerinnen da, sich weiter zu entwickeln und gut trainiert zu werden. Es ist also eine Basis vorhanden, dass es wieder bessere Zeiten geben kann. Es ist ein lohnenswertes Projekt, das nicht hinten runterrutschen sollte", so Biegler (hier nachzulesen). Seine Ladies besiegten in der Vorrunde Kamerun, China und Südkorea, spielten gegen Serbien unentschieden und unterlagen am Freitag zuletzt den Niederlanden, bevor es in das Achtelfinale ging.

"Es ist ganz, ganz wichtig, dass wir daran festhalten, was Michael Biegler und Wolfgang Sommerfeld und alle drum herum aufgebaut haben. Andere Nationen sind da schon viel weiter und wir müssen in Deutschland endlich mal nachlegen, damit wir uns oben an die Spitze setzen können", betonte auch Clara Woltering. "Deutschland gehört einfach weiter an die Weltspitze und nicht nur bei den Männern, sondern auch bei den Frauen."

Bereits im Viertelfinale stehen neben Dänemark, Frankreich, Schweden und Montenegro auch Tschechien und Russland. Die anderen zwei Teilnehmer werden am Abend ermittelt. Am Dienstag und Mittwoch treten dann die letzten acht Teams gegeneinander an, bevor am Freitag in Hamburg die Halbfinalspiele und am Sonntag das Spiel um Platz drei und das Finale folgen werden.

»Alle Informationen zur Frauen-WM gibt es hier

In der Bundesliga haben die Füchse Berlin nach einer spannenden Woche nun wieder die Führung übernommen. Am Sonntag setzten sie sich in einer packenden Partie mit 32:29 gegen die MT Melsungen durch und stehen mit 27:5 Punkten ganz vorn. Denn der THW Kiel besiegte die SG Flensburg-Handewitt eindrucksvoll mit 35:27. "Mit Verlaub: das war ein geiles Handballspiel", erklärte Bob Hanning (wir berichteten). Und Petkovic ergänzte: "Viele haben gar nicht dran geglaubt, dass wir in der Lage sind, so ein Spiel zu machen. Ich musste das Team richtig wecken. Ich bin unglaublich stolz."

Der TBV Lemgo befindet sich nach dem 28:26 gegen die HSG Wetzlar an Position neun. Der SC DHfK Leipzig steht punktgleich mit dem THW Kiel auf Position acht, gegen Stuttgart gab es am Sonntag ein 27:22.

Auch am Tabellenende gab es etwas Bewegung: Der TV Hüttenberg sicherte sich mit 24:22 gegen den TuS N-Lübbecke die Punkte und schiebt sich damit wieder auf Rang 16 vor die Eulen Ludwigshafen und Lübbecke. Der HC Erlangen konnte sich mit dem 28:25 gegen Frisch Auf! Göppingen den ersten Sieg seit dem Trainerwechsel holen.

Bereits am Donnerstag setzte sich der SC Magdeburg beim 30:22 deutlich gegen den VfL Gummersbach durch. Klar war auch der 33:23-Sieg der Rhein-Neckar Löwen, die auch mit 26:18 gegen Ludwigshafen gewannen, gegen den TVB 1898 Stuttgart. Für eine Überraschung sorgte GWD Minden mit dem Unentschieden gegen die TSV Hannover-Burgdorf.

Am Donnerstag kommt es nun zum aktuellen Kracher. Die Rhein-Neckar Löwen empfangen die Füchse Berlin - der Sieger wird an der Tabellenspitze bleiben, beziehungsweise diese übernehmen. Außerdem werden der THW Kiel und GWD Minden sowie der TBV Lemgo und TuS N-Lübbecke gegeneinander antreten. Am Samstag folgt die Begegnung HC Erlangen gegen die Eulen Ludwigshafen. Am Sonntag treffen unter anderem die MT Melsungen und Frisch Auf! Göppingen, sowie die SG Flensburg-Handewitt und die HSG Wetzlar aufeinander.

»Alle Informationen zur HBL gibt es hier

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