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16.12.2017 08:54 Uhr - 1. Bundesliga - Ulrich G. Monz, PM SG Flensburg-Handewitt, red

Wetzlar muss gegen Flensburg "auf die Vorstellung in Lemgo eine Antwort geben"

Holger GlandorfHolger Glandorf
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Trotz der mittäglicher Anwurfzeit von 12.30 Uhr wird die Wetzlarer Rittal Arena am kommenden Sonntag zum wiederholten Male ausverkauft sein. 4421 Zuschauer können dann Zeugen sein, wenn Handball-Bundesligist HSG Wetzlar versuchen wird, ausgerechnet gegen den Titelfavoriten SG Flensburg-Handewitt den schwachen Auftritt vom Spiel beim TBV Lemgo vergessen zu lassen.

"Ich erwarte, dass die Mannschaft auf die Vorstellung in Lemgo eine Antwort geben wird", erklärt HSG-Coach Kai Wandschneider und verweist darauf, "dass das Team Charakter hat, sich ausgezeichnet im Training engagiert und motiviert genug, ist, einem Favoriten auf den Meistertitel ein Bein zu stellen". Unsicherheitsfaktor bei diesem Vorhaben ist jedoch die Krankheitswelle, die sich bei den Wetzlarern eingeschlichen hat. Während Jannik Kohlbacher und Joao Ferraz in den Übungseinheiten deutlich mehr belastet werden konnten als in der Vorwoche, hat es nun Filip Mirkulovski mit einer Magen-Darm-Grippe erwischt "und es kann über Nacht jeden anderen noch treffen", so der HSG-Trainer.

Dabei wird es auf den Fitness-Zustand der grün-weißen Akteure am Sonntag besonders ankommen, weil es sich nach Auffassung des 56jährigen bei dem Gast um ein "absolutes Top-Team handelt, das bislang nicht nur mit den Siegen in Melsungen (30:25) und bei den Füchsen Berlin (30:26) überzeugt hat. Auch wenn die Norddeutschen zuletzt im "ewigen Duell" gegen den THW Kiel zweimal - in der Champions League und in der Bundesliga - verloren haben, hat dies nach Meinung von Kai Wandschneider für deren Gastspiel in Mittelhessen nichts zu bedeuten, "weil Kiel durch die Rückkehr von Domagoj Duvnjak eine mentale Wiedergeburt erlebt hat".

Der SG Trainer gab seinen Jungs am Montag erst einmal frei. Am Dienstag wurde das klar verlorene Landesderby besprochen. Wieso leistete sich die SG zehn technische Fehler, der THW Kiel aber nur einen einzigen? Warum fehlte es an der Aggressivität? Wieso haperte es bisweilen an einem guten Rückzugsverhalten? "Wir sind beim Gegenstoß eines der schnellsten Teams. In die andere Richtung sollte es eigentlich genauso schnell gehen, aber es fehlte letztendlich am Timing und einer halben Sekunde", analysierte Maik Machulla und stellte klar: "Ernsthafte Sorgen würde ich mir machen, wenn wir ein Mentalitäts-Problem hätten." Aber bereits am Dienstag gaben alle Gas, zeigten großen Willen.

Die mit Spitzenakteuren gespickte Truppe von SG-Übungsleiter Maik Machulla bietet Weltklassehandball mit Team-Spirit und individueller Klasse aller Spieler. "Holger Glandorf kann trotz seiner 34 Jahre eine Begegnung allein entscheiden, für Schlussmann Mattias Andersson gilt das Gleiche und der 22jährige Neuzugang Simon Jeppsson steigert sich von Partie zu Partie", heißt es im Lager der Mittelhessen, die sich besonders auf die Routiners wie Thomas Mogensen, Tobias Karlsson, Rasmus Lauge-Schmidt oder Kentin Mahe einstellen zu haben. Es ist der breite Kader, der die SG so unberechenbar macht, aber auch die taktische Disziplin, die sie als Kontermannschaft auszeichnet.

Die Wetzlarer sind vom Ehrgeiz ergriffen, den Boden, den sie in Lemgo verloren haben, wieder zurückzugewinnen. "In den letzten drei Wochen absolvierten wir zuhause drei "Big-Points-Spiele" gegen Erlangen, Friesenheim und Stuttgart, die wir alle gemeistert haben. Doch das Restprogramm im Dezember gegen Flensburg, Gummersbach und in Minden hat es ebenfalls in sich. Hier geht es noch einmal um die Wurst. Da können wir nur bestehen, wenn wir in allen Bereichen gut sind und jeder Spieler an seine Leistungsgrenze stößt", lautet die Forderung von Sportwissenschaftler Kai Wandschneider. Aus gegebenem Anlass weist HSG-Geschäftsführer Björn Seipp darauf hin, dass die Begegnung nicht nur ausverkauft, sondern restlos ausverkauft ist. Dies bedeute nämlich, dass auch keine Freikarten für die Kids ausgegeben werden dürfen.

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Männer · 1. Bundesliga · Saison 2017/2018
17. Spieltag · 17.12.2017 · 12:30 Uhr
HSG Wetzlar19:24
SG Flensburg-H.
Rittal-Arena Wetzlar · Zuschauer : 4421
Live als TV oder Internet-Stream auf sky (Pay-TV) -1

Spielfilm:
0:0 (3.), 1:1 (6.), 3:1 (9.), 4:2 (12.), 5:3 (15.), 7:4 (18.), 8:6 (21.), 8:7 (24.), 10:8 (27.), 11:9 (HZ), 12:9 (33.), 12:10 (36.), 13:11 (39.), 13:13 (42.), 13:14 (45.), 15:16 (48.), 17:18 (51.), 18:20 (54.), 18:23 (57.), 19:24 (EN)

Torschützen: Holst (6/3), Kohlbacher (3), Cavor (3), Mirkulovski (2), Forsell Schefvert (2), Ferraz (2), Bjørnsen (1),
Siebenmeter:3 / 4
Zeitstrafen:3
Rot:
Torschützen: Glandorf (5), Svan (4), Mahé (4), Lauge Schmidt (4/1), Toft Hansen (3), Wanne (2), Jeppsson (2),
Siebenmeter:1/1
Zeitstrafen:4
Rot:

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