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15.12.2017 17:36 Uhr - 1. Bundesliga - red

THW Kiel nach Arbeitssieg "sehr zufrieden", Minden "oft einen Schritt zu spät"

Alfred Gislason lobte seine Mannschaft nach dem Kraftakt gegen MindenAlfred Gislason lobte seine Mannschaft nach dem Kraftakt gegen Minden
Quelle: groundshots.de
Der THW Kiel hat sich auf den 5. Tabellenplatz der Bundesliga vorgearbeitet. Nach dem Sieg schwer erkämpften Sieg gegen GWD Minden überwog die Freude beim Rekordmeister. Die Gäste hingegen haderten trotz guter Leistung mit dem letzten Tick. Ein kleiner Unterschied führte zum 30:27 (16:15)-Erfolg der Kieler vor ausverkaufter Kulisse.

"Ich bin sehr zufrieden mit den beiden Punkten. Einigen meiner Spieler hat man deutlich angemerkt, dass sie nach dem Derby sehr kaputt waren", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason auf der Homepage des THW Kiel nach dem Spiel und lobte den kämpfenden Gegner: "Minden hat eine sehr starke Mannschaft - das wussten wir. Aber auch wenn wir viele Fehler gemacht haben, so haben meine Jungs doch richtig gekämpft."

Geschäftsführer Thorsten Storm lobte derweil zwei eigene Spieler: "Ich habe mich sehr gefreut, dass Ole und Emil heute eine tolle Leistung gezeigt haben und uns helfen konnten. Ein schönes Zeichen, und die zwei Punkte waren wichtig." Ole Rahmel und Emil Frend Öfors zeichneten sich durch Schnelligkeit und Einsatzwillen aus, übernahmen in kritischen Phasen ebenfalls Verantwortung. Dies traf auch für die Torhüter Andreas Wolff und Niklas Landin zu, die mit mehreren Paraden dafür sorgten, dass die Kieler stabil blieben. "Das war ein klassischer Arbeitssieg, bei dem wir jeden Spieler gebraucht haben", sagte Landin. "Jeder erwartet natürlich nach einem Acht-Tore-Erfolg in Flensburg einen deutlichen Sieg auch gegen Minden, aber GWD hat gezeigt, warum sie in diesem Jahr schon so viele Clubs ärgern konnten."

Nach dem erneuten Lob eines Gegners sagte GWD-Trainer Frank Carstens: "Täglich grüßt das Murmeltier. Wieder war es eine vernünftige Leistung von uns." Nach dem Unentschieden gegen Hannover-Burgdorf, in welchem GWD nach der Schlusssirene den Ausgleich kassierte, reichte es auch diesmal nicht ganz zum Erfolg. "In der zweiten Halbzeit hat uns die Qualität der ersten Hälfte im Angriff gefehlt", weiß Trainer Carstens. "Dadurch kam der THW ins Konterspiel und konnte sich absetzen. Wir waren kurz davor, dem THW richtig dicht im Nacken sitzen zu können. Es hat aber ein klein wenig gefehlt. Und wenn man das nach einem Spiel in Kiel sagen kann, weiß man, das wir dicht am Optimum dran waren."

In die gleiche Kerbe schlug Sören Südmeier. "Wir haben vorne und hinten gute Ansätze gezeigt, waren aber oft einen Schritt zu spät. Kiel war da oft einen Ticken besser und das hat sich auch im Ergebnis wieder gespiegelt", sagte Mindens zweifacher Torschütze nach dem Spiel auf der Homepage von GWD. Mindens Sportlicher Leiter Frank v. Behren war dennoch mit vielen Aspekten zufrieden: "Wir haben uns hier teuer verkauft, auch wenn wir nicht wirklich rangekommen sind. Aber wir haben den THW geärgert. Vermisst habe ich ein bisschen den letzten Willen, daran zu glauben, hier wirklich was holen zu können. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt an meiner Mannschaft."

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