21.04.2017 13:43 Uhr - 3. Liga SĂĽd - bhv, red

Nach 28 Jahren: BHV-Präsident Tschochohei wird nicht erneut kandidieren

Gerd TschochoheiGerd Tschochohei
Quelle: BHV, A.Dreher
Der 31. ordentliche Verbandstag des Bayerischen Handball-Verbandes findet am 6. Mai 2017 in Rain unter dem Motto "Handball-Bayern: Wir gewinnen gemeinsam!" statt - und wird eine große Veränderung mit sich bringen: Gerd Tschochohei, der 28 Jahre lang als Präsident an der Spitze des viertgrößten Landesverbandes stand und die Interessen von 95.000 Mitgliedern in über 500 Vereinen vertreten hat, wird nicht mehr kandidieren

Er verzichte auf eine erneute Kandidatur, "weil ich nicht absehen kann, ob die vorhandenen persönlichen gesundheitlichen Gegebenheiten noch ausreichend stabil bleiben werden", so der scheidende Präsident. "Außerdem ist die Nachfolge bestens geregelt."


Seit seinem Amtsantritt im Jahr 1988 verfolgte Tschochohei das Ziel, den BHV mehr zu gestalten als zu verwalten. Zu den Meilensteinen seiner Amtszeit gehören u.a. die Reform der Verbands- und Spielstruktur, die Dezentralisierung der Ăśbungsleiterausbildung und die Stärkung des jungen Engagements – Stichwort: Jugendsprecher im BHV. "Durch diese Weichenstellungen wurde die Zukunftsfähigkeit der Vereine entscheidend beeinflusst", schreibt der BHV.

Auch im Deutschen Handballbund und im Bayerischen Landes-Sportverband war er, so der Verband in seiner Pressemitteilung weiter, "ein anerkannter Fachmann und wertvoller Impulsgeber, dessen Meinung in den unterschiedlichsten Positionen und Gremien (Schulausschuss, Landesleistungsausschuss, Strukturkommission, Sportbeirat, Präsidium) gesucht und geschätzt wurde."

Für seine Verdienste um den Handballsport in Bayern und 56 Jahre ehrenamtliches Engagement wurde Gerd Tschochohei im vergangenen Jahr vom Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.



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