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21.11.2017 16:04 Uhr - 3. Liga Süd - Mike Junker

3. Liga kompakt - Südstaffel: Spitzenreiter Kornwestheim lässt erneut Federn

Manche Trainer in der Südstaffel der 3. Liga sind es allmählich leid, Woche für Woche den gleichen Sermon herunter zu beten. Dies gilt nicht nur für häufig unterlegene Übungsleiter, sondern auch für jene, die häufiger auf der erfolgreichen Seite sind. Bei den einen heißt oft "auf Augenhöhe", "gleichwertig", "fehlendes Quäntchen Glück", "wir belohnen uns nicht". Die anderen wollen zu hohen Erwartungshaltungen vorbeugen, reden von "Punkte für das Ziel Klassenerhalt", warnen "vor der Ausgeglichenheit der Liga", rechnen vor, "wie knapp es in dieser Staffel zugeht".

TuS Fürstenfeldbruck - SV Kornwestheim 32:25 (16:12)

Zumindest Alexander Schurr vom SVK liegt nach der dritten Saisonniederlage genau richtig mit seinen vormaligen vorsichtigen Einschätzungenen. Es war ein überzeugender Auftritt der Brucker Panther, einzig Peter Jungwirth war nicht ganz zu stoppen (11/5 Treffer), aber Handball ist eben Mannschaftssport. So blieb Schurr nur übrig, sich "über einen geilen Handballabend" zu freuen. "Jetzt ist ein bisschen Sand im Getriebe. Das ist überhaupt kein Problem". Und TuS-Trainer Martin Wild wollte "das Ergebnis nicht überbewerten".

HG Oftersheim/Schwetzingen - TuS Dansenberg 33:30 (16:13)

HG-Coach Holger Löhr weist jegliche Titelambitionen von sich, sieht bei den ständig knappen Spielausgängen auch mal das Glück auf den Seiten seiner Jungs, die bislang nicht in der Lage waren, einen deutlichen Vorsprung, weiter auszubauen. Für Dansenbergs Teammanager Alexander Schmitt endete der Auftritt in Schwetzingen indes mit einer "vermeidbaren Niederlage". Ob diese Ansicht in der Kurpfalz geteilt wird, sei dahingestellt. Beim 21:15 nach der Pause waren die Karten eigentlich klar verteilt.

Rhein-Neckar-Löwen II - SG Nußloch 30:30 (10:16)

Am Ende meinten beide Seiten, irgendwie mit dieser Punkteteilung leben zu können. Zur Pause waren die RNL abgeschrieben, 30:29 lagen sie 30 Sekunden vor Abpfiff vorne, bevor Nußlochs Lars Crocoll den Endstand herstellte. Ob des großen und dann verspielten Vorsprungs haderte SGN-Caoch Christian Job dann doch ein wenig.

TSG Haßloch - VfL Pfullingen 37:30 (20:14)

Der lang ersehnte zweite Heimsieg ist da, dabei war der VfL durchaus optimistisch, seine kleine Serie zu verlängern. Doch 37 Gegentore waren zu viel für Pfullingens Coach Till Fernow, der nur seinem Angriff gute Kritiken ausstellte. "Unser Abwehr wurde einfach überrannt, die Jungs warteten wie Kaninchen vor der Schlange ab." Aber auch seinem siegreichen Gegenüber Tobias Job waren 30 ins TSG-Nest gelegte Eier dann doch ein paar zu viel, aber sei?s drum, die Punkte sind da.

TSV Neuhausen/Filder - TV Hochdorf 25:23 (13:11)

Auch hier stand die Begegnung lange offen (22:23), erst nach dem Schlusspfiff durften die Hausherren jubeln. "Ich bin heilfroh, dass wir nicht über Hochdorf gestolpert sind", musste Ralf Bader anerkennen. TVH-Trainer Stefan Bullacher sah sich und sein Team einmal mehr als "unglücklicher Verlierer" in einer Partie, die durch Kleinigkeiten entschieden worden sei. Hochdorf präsentierte übrigens mit Nils Wöschler (vormals SV Zweibrücken) einen Nezugang, der bis Dezember aushelfen soll.

SG Köndringen/Teningen - TGS Pforzheim 28:28 (14:17)

Das zweite Unentschieden des Tages hinterließ gemischte Gefühle. Denn SG-Torwart Ulrich Kiefer (aus der "Zweiten" hochgeholt) hatte den finalen Pforzheimer Wurf gehalten, den einen Punkt gerettet. Doch kurz zuvor, hatten die Seinen noch klar mit vier Toren Differenz geführt, dann brachte sich TGS-Coach Andrej Klimovets selbst ins Spiel, stabilisierte seine Deckung, hatte gemeinsam mit Florian Taafel (der auch selbst vollstreckte) das Auge für gute Anspiele.

HBW Balingen-Weilstetten II - HC Oppenweiler/Backnang 33:29 (13:12)

Der HBW bleibt in der Heimbilanz verlustpunktfrei das Nonplusutra der Staffel. Für den HC O/C wird derweil die Situation immer brenzliger. Aber die Geschichte war lange hart umkämpft (21:20/44.).

TSB Horkheim - TV Neuhausen/Erms 28:25 (12:11)

TSB-Trainer Jochen Zürn ist mit der Wiederaufstehung seiner Truppe nach schwerem und eher schwachem Saisonstart zufrieden. "Das ist wichtig für uns." Doch bis zum 21:21 war noch nichts entschieden. Nach Zürns Ansicht hätte bis dato schon mehr zu Buche stehen müssen. Aber am Ende hatte der TSB die Hand auf den Zählern. Auf TVN-Seite wurde schon eine "Formkrise einiger Spieler" gemutmaßt (Geschäftsführer Nico Held). Außerdem wurde die Disqualifikation von Daniel Reusch als Grund für die Niederlage, die bereits siebte, angegeben oder "fehlende Abgezockheit" (Trainer Anel Mahmutefendic).

Die Spielberichte:

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