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12.12.2017 12:36 Uhr - 3. Liga Süd - Mike Junker

3. Liga kompakt - Südstaffel: Hochspannung hält weiter an

Max HaiderMax Haider
Quelle: Uwe Knebel
In der Südstaffel der 3. Liga wollen sich Spitzengruppe und Mittelfeld einfach nicht klar differenzieren lassen. Noch deutlicher wird dies, wenn man die vorgezogen ausgetragene Rückrundenbegegnung zwischen Neuhausen/Filder und den Rhein-Neckar-Löwen II rausnimmt. Auf Spitzenreiter Kornwestheim und dem Zweiten Nußloch folgen dann drei Teams mit 19:11 Punkten (die im direkten Vergleich übrigens je 2:2 Zähler haben) und zwei mit 18:12. Auch dahinter bleibt es dichtgedrängt. Da stellt sich die Frage, wo jene Teams hin sollen, die von den gegnerischen Trainern zumindest im Vorfeld oft mit dieser Aussage (oder ähnlichen) gelobt werden: "Diese Mannschaft gehört nicht da unten hin." Sätze, die praktisch schon zu jedem Verein der unteren Hälfte gefallen sind. Und so sind auch an diesem Spieltag Überraschungen ? je nach Sichtweise positive wie negative ? nicht ausgeblieben.

SV Kornwestheim - HC Oppenweiler/Backnang 35:28 (18:16)

Der SVK benötigte einen energischen Endspurt, um den anhänglichen Gast mit seiner großen Moral (22:21, 30:28) zu distanzieren. Da der HC sich gegen Schluss aber drei Hinausstellungen leistete, war er nun fast wehrlos. "Die letzten sechs Minuten hatten aus meiner Sicht mit Handball nur noch wenig zu tun", ärgerte sich Trainer Matthias Heinecke. "Das war sicher nicht unser bestes Saisonspiel", hatte auch der gastgebende Coach Alexander Schurr etwas auszusetzen.

TV Neuhausen/Erms - SG Nußloch 26:32 (13:12)

37 Minuten - bis zum 17:17 hielt der TVN mit, dann machte sich trotz Überzahl eine gewisse Unsicherheit breit. Eine Unsicherheit andere Art soll bald beendet werden. Vor dem Rückrundentrainingsstart (2. Januar) soll die Trainerfrage - inzwischen auf drei Kandidaten eingegrenzt - geklärt sein.

HG Oftersheim/Schwetzingen - Rhein-Neckar-Löwen II 23:34 (12:18)

Schlecht gelaufen: Die selbst ernannten HG-Hyänen wollten den zu Rebhühnern verniedlichten Gast vernaschen. Doch der Bissen blieb ihnen im Halse stecken, denn die Löwen erwiesen sich vom Start weg als weitaus bissiger. Für HG-Trainer Holger Löhr keine Schluckaufgefahr: "Solche Niederlagen, auch in der Höhe akzeptabel, muss man einfach anerkennen."

TuS Dansenberg - TGS Pforzheim 20:25 (10:9)

Der TuS hat mit Marc-Robin Eisel (SV Zweibrücken / Doppelspielrecht) dem Angolaner Augusto Aranda (Benfica Lissabon) noch zwei Jugend-Nationalspieler an Bord geholt. Obwohl Aranda gleich mitwirken durfte, feierten am Ende die Auswärtigen. Diese vermeldeten mehrfach, dass das fairste Team der Liga beim härtesten zu Gast sei. Bei Dansenberg wird hingegen kundgetan: "Bei dem ein oder anderen Spieler mangelt es vielleicht ein bisschen an der Einstellung. Wir werden intensive Gespräche führen und dann Konsequenzen ziehen. Wer nicht mitzieht oder keinen Bock hat, wird in der Rückrunde nicht mehr zum Kader gehören." (Teamchef Alexander Schmitt in der Rheinpfalz)

TuS Fürstenfeldbruck - TSV Neuhausen/Filder 25:25 (13:12)

Sie bezeichnen sich als die Teams mit den am offensivsten ausgerichteten Abwehrreihen der Liga und neutralisierten sich letztlich gegenseitig. Fast über den gesamten Spielverlauf führte der Hausherr, dann lag auf einmal der Gast (56.) vorne, war den zwei Punkten näher. Vier Sekunden vor Abpfiff sorgte Alexander Leindl per Gewaltwurf für das Endergebnis.

TSB Horkheim - SG Köndringen/Teningen 41:30 (20:14)

Frohgemut fuhr die SG nach Horkheim, spätestens nach 20 Minuten kassierte sie aber eine Lehrstunde und musste etwas deprimiert und ohne Zählbares die Rückreise antreten.

HBW Balingen-Weilstetten II - TSG Haßloch 26:24 (10:11)

Zwar hat die TSG auswärts schon etliche Teams geärgert (zuvor sechs Siege, ein Remis, keine Niederlage), aber HBW bleibt daheim verlustpunktfrei. Aber um auch diesen beiden Zähler einzufahren, mussten die Schwaben bis zum Abpfiff hellwach bleiben und kämpfen.

TV Hochdorf - VfL Pfullingen 30:26 (15:13)

Eine Pflichtsieg hatte VfL-Coach Till Fernow gefordert und wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Nach der Trennung von Trainer Stefan Bullacher präsentierte sich der TVH von neuer Seite - mit durchschlagendem Erfolg. Für den vakanten Posten in Hochdorf lägen wohl viele Bewerbungen vor.




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