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14.11.2017 12:56 Uhr - HLA - Handball Liga Austria - PM HLA

HLA kompakt: Fünf Heimsiege und der erste Saisonsieg für Ferlach

Petr Hrachovec, Alpla HardPetr Hrachovec, Alpla Hard
Quelle: Alpla HC Hard/Walter Zaponig
Der 11. Spieltag in der Hauptrunde der spusu Handball Liga Austria brachte Freitag- und Samstagabend ausschließlich Siege für die gastgebenden Teams. Im LAOLA1.tv-Topspiel der Runde setzte sich am Freitag der HC Bruck gegen die HSG Graz mit 29:24 durch und sicherte sich damit die Vormachtstellung in der Steiermark. Der HC Fivers WAT Margareten verteidigte mit dem 32:28 über Bregenz Handball die Tabellenführung. Erster Verfolger der Wiener bleibt Meister Alpla HC Hard, der sich mit 28:26 gegen die SG Insignis Handball Westwien durchsetzen konnte. Einen wahren Befreiungsschlag landete der SC kelag Ferlach, besiegte Sparkasse Schwaz Handball Tirol mit 28:25 und feierte den langersehnten ersten Saisonsieg. Einen fulminanten Auftritt legte der HC Linz AG hin, setzte sich gegen den Moser Medical UHK Krems bereits zur Pause mit 22:12 ab und gewann am Ende 39:28. Aufgrund des EHF Cup-Qualispiels gegen Wacker Thun (SUI) nächste Woche Samstag, empfängt der Alpla HC Hard im vorgezogenen Spiel der 12. Runde den SC kelag Ferlach bereits kommenden Dienstag.

Nächster Start-Ziel-Sieg der Roten Teufel

Der amtierende Meister Alpla HC Hard bleibt zu Hause eine Macht. Im Topspiel der 11. Hauptrunde der spusu Handball Liga Austria (HLA) gewannen die zweitplatzierten Vorarlberger gegen Verfolger SG Insignis Handball Westwien mit 28:26 (17:12). Die Roten Teufel vom Bodensee sind nun seit über 544 Tagen in der Sporthalle am See ungeschlagen.

Petr Hrachovec, Trainer Alpla HC Hard: "Wir waren heute die klar bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Wir haben zwei Mal mit sechs Toren geführt. Danach sind wir zu ungeduldig geworden, haben die Angriffe zu früh abgeschlossen."

Wilhelm Jelinek, SG Insignis Handball Westwien: "Es war ein spannendes Topspiel. Leider ist bei uns nicht alles aufgegangen. Um in Hard zu gewinnen, muss beim Gegner einfach alles passen, sonst hast du keine Chance."

Roman Frimmel, Co-Trainer SG Insignis Handball Westwien: "In der ersten Halbzeit haben wir in der Deckung zu wenig Zugriff bekommen und zu viele Fehler hinten gemacht. In der zweiten Halbzeit war die Deckung viel besser, wir haben aber zu lange gebraucht, um knapper heranzukommen. Hard war da sehr routiniert, gegen Ende ist uns dann die Zeit davongelaufen."

Kantersieg: HC Linz AG zerlegt Krems

Nach der bitteren Auswärtsniederlage gegen Bregenz Handball brannten die Linzer Spieler auf Wiedergutmachung. Vor 500 Fans starteten die Stahlstädter entsprechend motiviert gegen den Moser Medical UHK Krems in die Partie, setzten sich bis zur Pause mit 22:12 ab und siegten schließlich hoch verdient mit 39:28.

Manuel Gierlinger, Chefcoach HC Linz AG: "Ein unglaubliches Spiel, wir haben uns eindrucksvoll für das schlechte Spiel in Bregenz und auch für die bittere Niederlage in der Hinrunde rehabilitiert. Ein Lob an die ganze Mannschaft, die heute über die ganze Distanz eine tolle Leistung geboten hat. Krems ist die Torfabrik der Liga, wir konnten heute ihre gefürchtete erste Welle über weite Strecken neutralisieren. Die Deckung ist auch im Positionsangriff sehr gut gestanden, was aus der zweiten Reihe durchgegangen ist, hat sich Boschi geholt. Vorne haben wir unsere Chancen konsequent genutzt. Ich hoffe, wir können diesen Schwung nächste Woche auswärts nach Graz mitnehmen!"

Erster Saisonsieg für Ferlach nach 11 Runden

Viel Geduld mussten Mannschaft und Fans bislang aufbringen. Ganze elf Runden hat es gedauert bis der SC kelag Ferlach seinen ersten vollen Erfolg feiern konnte. Vor Heimpublikum setzten sich die Kärntner gegen Sparkasse Schwaz Handball Tirol mit 28:25 durch. Bereits zur Halbzeit führte man mit 15:11, doch den Tirolern gelang nach Seitenwechsel rasch der Ausgleich und die Führung. Angetrieben vom Publikum drehte man das Ergebnis aber rasch erneut und sicherte sich den ersten Saisonsieg.

Walter Perkounig, Obmann SC kelag Ferlach: "Kompliment an das gesamte Team. Wir mussten heute ein wenig improvisieren da Janez Gams und Marek Pales ausfielen. Über 60 Minuten hat man aber eine tolle kämpferische Leistung gezeigt. Zum unserem Glück war auch Dean Pomorisac in blendender Torlaune. Ich denke, dass wir heute das stärkere Team waren. Für die Moral der Mannschaft war dieser Sieg auf jeden Fall enorm wichtig."

Fivers besiegen auch Rekordmeister Bregenz

In einem phasenweise engen Spiel bezwingen die Fivers WAT Margareten den Rekordmeister Bregenz Handball mit 32:28. Damit bleibt die Tabellenführung auch nach der 11. Runde der spusu HLA in Margareten, Verfolger Hard liegt zwei Punkte zurück.

Mathias Günther, Co-Trainer Bregenz Handball: "Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren. Im Angriff hatten wir viele Ballverluste, technische Fehler und Fehlwürfe. Die Fivers haben uns mit ihrer zweiten Welle überrollt. Zweite Halbzeit haben wir alles probiert, sind besser ins Spiel gekommen und sind auch im Angriff deutlich besser aufgetreten. Die Überraschung wäre möglich gewesen, in Summe darf man sich aber keine so langen Schwächephasen erlauben, um in der Hollgasse zu bestehen."

Peter Eckl, Trainer HC Fivers WAT Margareten: "Die ersten zwanzig Minuten spielten wir sehr gut, da war viel Zauberhandball dabei. Da konnten wir alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Es gab sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Hälfte Phasen, wo wir jeweils einen großen Vorsprung wieder hergegeben mussten. Wie immer wechselten wir viel, das gehört zu unserer Philosophie, nur so können alle unsere Spieler immer stärker werden. Insgesamt war das ein verdienter Sieg, er hätte auch höher ausfallen können."

Generalprobe für die Roten Teufel

Nur 72 Stunden nach dem 28:26-Heimerfolg gegen die SG Insignis Handball Westwien steht für den amtierenden Meister Alpla HC Hard bereits das nächste Heimspiel in der spusu Handball Liga Austria an. In der vorverlegten Partie der 12. Hauptrunde empfängt der Tabellenzweite am Dienstag (19.30 Uhr, Sporthalle am See) Schlusslicht SC kelag Ferlach. Für die Eurofighter vom Bodensee ist es die Generalprobe vor dem Hinspiel in der dritten EHF-Cup-Qualifikationsrunde am Samstag bei Wacker Thun (SUI).

Die Kärntner treten die Reise ins Ländle mit breiter Brust an. Feierte doch das Team aus der Büchsenmacherstadt am Samstag mit dem überraschenden 28:25-Heimerfolg über Sparkasse Schwaz Handball Tirol den ersten Saisonsieg in Österreichs Eliteliga.

"Ferlach hatte zu Saisonbeginn etliche Verletzte zu beklagen. Jetzt sind sie komplett und zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend. Dies hat auch der Heimsieg gegen Schwaz gezeigt", so Hard-Cheftrainer Petr Hrachovec. "Wir gehen als Favorit in die Partie und wollen die beiden Punkte. Dabei müssen wir jedoch sehr konzentriert zur Sache gehen", erklärt der 45-Jährige.

Mit Kapitän Dean Pomorisac verfügen die Ferlacher über einen wurfgewaltigen Rückraumspieler. Der 29-Jährige ist mit 75 Saisontoren derzeit der zweitbeste Werfer der Liga. Ansonsten hat Ferlach-Coach Ivan Vajdl die Qual der Wahl. Mit Torhüter Domen Oslovnik (SLO), den Kreisläufern Nikolaj Markovic (SRB) und Marek Pales (SVK), Linksaußen Izudin Mujatovic (SLO) sowie den Rückraumspielern Nemanja Malovic (MNE), Boris Vodisek (SLO) und Janez Gams (SLO) stehen gleich sieben Legionäre im Kader der Südkärntner. Vier sind jedoch nur spielberechtigt.

Walter Perkounig, Obmann SC kelag Ferlach: "Wir haben gegen Hard nichts zu verlieren. Der Auftritt der Mannschaft am Samstag hat gezeigt, dass wir mit einer guten Deckungs- und Torhüterleistung jeden in der Liga ärgern können. Das ist uns gegen Hard mit der knappen 22:25 Niederlage auch schon im Heimspiel gelungen. Uns allen ist jedenfalls ein großer Stein am Samstag vom Herzen gefallen, für das Selbstvertrauen war dieser Sieg enorm wichtig. Das schlimmste an einer Niederlagenserie ist der mentale Part. Mit dem Sieg haben wir den Anschluss an Bruck und Graz nicht verloren. Wenn wir komplett sind, haben wir eine schlagkräftige Truppe. Natürlich sind wir klarer Außenseiter gegen Hard, hoffen auf ein gutes Ergebnis. Danach legen wir alle Konzentration auf das Heimspiel gegen Bregenz und die darauffolgenden Wochen der Entscheidung gegen Bruck, Krems, Linz und Graz."

Nach dem Ferlach-Spiel beginnt für die Roten Teufel vom Bodensee gleich die Vorbereitung auf den EHF-Cup. Am Freitag, 13 Uhr, wird die Mannschaft nach Thun abreisen.

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