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09.04.2017 13:03 Uhr - DHB-Pokal - jun

Dramatik im Amateurpokal: Spenge setzt sich im Siebenmeterwerfen durch

Der TuS Spenge ist Amateurpokalsieger 2017Der TuS Spenge ist Amateurpokalsieger 2017
Quelle: Victoria Weihs
Der TuS Spenge ist Amateurpokalsieger 2017! Der Oberligist aus Westfalen setzte sich nach einem dramatischen Match im Siebenmeterwerfen 36:35 (31:31, 14:13) gegen den HSV Bad Blankenburg durch. Nachdem Keeper Bastian Räber einen Siebenmeter pariert hatte, machte Justus Clausing den Erfolg mit dem fünften Wurf perfekt.

Der TuS Spenge erwischte den besseren Start in die Partie und lag nach Treffern von Christoph Habert und Justus Clausing sowie einem Doppelpack von Kreisläufer Gordon Gräfe mit 4:0 (8.) in Front. Der HSV Bad Blankenburg hatte gegen die 3:2:1-Abwehr mit dem wuchtigen Gräfe auf der Spitze hingegen ihre Probleme und konnte sich nur wenige Chancen erarbeiten. Kam doch einmal ein Wurf aufs Tor, war dieser in den ersten Minuten sichere Beute des gut aufgelegten Bastian Räber.

Der HSV experimentierte kurz mit dem siebten Feldspieler, doch als auch das nicht zum Torerfolg führte, legte Jörn Schläger in der 10. Spielminute die Auszeit. Der Blankenburger Trainer reagierte auch personell und brachte Ladislav Brückner im rechten Rückraum - eine Einwechslung, die sich bezahlt machte. Der Linkshänder erzielte das 4:1 (11.) und sorgte damit für den ersten Treffer des frisch gebackenen MDOL-Meisters.

In den folgenden Minuten entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Da Bad Blankenburg nun wiederholt zum Torerfolg kam, konnte Spenge sein Tempospiel nicht mehr wie in der Anfangsphase aufziehen. Im Positionsangriff tat sich die Mannschaft von Heiko Holtmann deutlich schwerer gegen die kompakte 6:0-Formation. Als der TuS-Coach in der 19. Spielminute die Auszeit zog, war der Vorsprung auf 6:4 geschmolzen.

Wenn Bad Blankenburg den Gegner jedoch ins Laufen kommen ließ, war Spenge nicht zu stoppen. Fabian Brauer mit einem Doppelschlag sowie der von Clausing schön in Szene gesetzte Gräfe trieben den Vorsprung binnen weniger Minuten auf 9:5 (21.). Habert stellte mit einem schönen Treffer kurz darauf erstmals eine Fünf-Tore-Differenz her (10:5, 23.).

Nun bewies Schläger jedoch erneut ein glückliches Händen beim Wechseln: Er nahm den glücklosen Felix Herholc aus dem Tor und brachte Tobias Jahn. Der neue Mann zwischen den Pfosten kam mit einer Gegenstoßparade gegen Habert sofort gut in die Partie und nahm Spenge auch in den folgenden Minuten einige Bälle ab.

Mit Jahn im Tor kämpfte sich Bad Blankenburg wieder heran. Dabei lief vorne viel über Kreisläufer Martin Danowski, der mehrfach traf und in der 27. Spielminute zum 12:10 verkürzte. Nach einem Doppelpack von Alexander Werner war der Ausgleich dann perfekt: 13:13 in der 30. Spielminute. Räber brachte den Ball jedoch noch einmal schnell zur Mittellinie und Habert tankte sich durch, sodass Spenge mit einem knappen 14:13-Vorsprung in die Kabine ging.

Der erste Treffer nach der Pause gehörte Bad Blankenburg, die durch Weyhrauch zum 14:14 (32.) ausglichen. Anders als zu Beginn war es nun der künftig Drittligist, der die Nase vorne hatte und besser reinkam. Auch ein Torwartwechsel bei Spenge - Kevin Becker kam für Räber - brachte keinen neuen Impuls. Bad Blankenburg ließ den Ball gut laufen und setzte sich auf 20:17 (38.) ab. Holtmann zog die Auszeit.

Seine Mannschaft tat sich nun extrem schwer. Die Defensive bekam Weyhrauch und Brykner nicht in den Griff und vorne war die Effektivität weiter gesunken. Jahn nahm zunächst Dennis Mathews einen Siebenmeter ab und parierte auch den unmittelbaren Nachwurf von Habert. Zwar kam Spenge dank einer konzentrierten Phase auf 22:22 (44.) heran, doch Bad Blankenburg konterte das sofort und ging trotz mehrerer Zeitstrafen wieder in Front.

Elf Minuten vor dem Ende agierte der Drittligaaufsteiger in doppelter Unterzahl, lag jedoch mit 27:24 in Front. Schläger brachte den zusätzlichen Feldspieler und Werner erhöhte auf 28:24 (50.). Der TuS gab sich jedoch noch nicht geschlagen und kämpfte sich erneut zurück. Per Siebenmeter glich Mathews in der 54. Spielminute erneut aus (28:28).

So war das Spiel sechs Minuten vor dem Ende wieder völig offen. Mathews verwandelte einen weitere Siebenmeter, Brykner konterte jedoch sofort mit dem Ausgleich. So ging es hin und her, beide Fanlager standen längst komplett und keine Mannschaft konnte sich den vielleicht vorentscheidenden Ballgewinn verschaffen.

In der letzten Spielminute brachte Bad Blankenburg Rechtsaußen Werner bei angezeigtem Zeitspiel in Wurfposition, doch Räber parierte. So kam der TuS wieder in Ballbesitz und Holtmann legte 41 Sekunden vor dem Ende die Auszeit. Spenge brachte den Ball nach vorne und spielte Habert frei, der den Siebenmeter herausholte. Mathews trat gegen den eingewechselten Herholc an - und der Keeper parierte. Schläger nahm seine letzte Auszeit, doch die acht Sekunden reichten nicht mehr. Nach 60 minuten stand ein 31:31 auf der Anzeigentafel!

So musste die Entscheidung im Siebenmeterwerfen fallen - und hier hatte Spenge das glücklichere Händchen. Sebastian Kopschek, Mathews, Sebastian Reinsch, Habert und eben Clausing verwandelten sicher, während Räber Pechvogel Radoslav Miler den entscheidenden Wurf abnehmen konnte. So siegte der TuS am Ende mit 26:25.

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Männer · DHB-Pokal · Saison 2016/2017
1. Spieltag · 09.04.2017 · 11:15 Uhr
TuS Spenge36:35
HSV Bad Blankenburg
Barclaycard Arena Hamburg

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