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20.08.2017 11:47 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Rhein-Neckar Löwen nur "am Anfang Probleme" mit Balingen-Weilstetten

7 Tore: Hendrik Pekeler7 Tore: Hendrik Pekeler
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Die Rhein-Neckar Löwen ziehen durch ein 41:28 (18:11) gegen HBW Balingen-Weilstetten ins Finale des DHB-Pokal-Erstrundenturniers in Darmstadt ein. Nach einer kleinen Schwäche zu Beginn kam der Deutsche Meister immer besser ins Rollen und ließ dem Erstligaabsteiger von der Schwäbischen Alb am Ende keine Chance. Im Spiel um den Einzug ins Achtelfinale treffen die Löwen am heutigen Sonntag um 15 Uhr auf Zweitligist ThSV Eisenach, der in der ersten Partie des Tages gegen Drittliga-Klub und Turnier-Gastgeber MSG Groß-Bieberau/Modau mit 31:20 die Oberhand behielt.

"Wenn wir zu einem Prozent die Chance bekommen, das Spiel für uns zu entscheiden, dann werden wir darum kämpfen", machte HBW-Coach Rúnar Sigtryggsson deutlich, dass er mit seiner Mannschaft nicht nach Darmstadt in die Sporthalle am Böllenfalltor fährt, um dem haushohen Favoriten etwas zu schenken. Das Spiel gegen Rhein-Neckar-Löwen war für ihn auch nochmals ein Härtetest, in dem er sehen wollte, wo seine Mannschaft eine Woche vor dem Saisonstart seht. Dass er bei diesem Härtetest auf seinen norwegischen Neuzugang Simen Schønningsen verzichten musste, war bereits im Vorfeld klar, denn der Linkshänder musste sich vorletzte Woche einer Meniskusoperation unterziehen und wird auch den Saisonstart verpassen. Dass mit Lars Friedrich ein weiterer Linkshänder kurzfristig ausgefallen ist, brachte die Planungen von Sigtryggsson etwas durcheinander. Dafür konnte er in Darmstadt auf seinen jüngsten Neuzugang Marouèn Maggaiz zurückgreifen. Der tunesische Nationaltorhüter stand ab der 21. Minute für Tomá? Mrkva zwischen den Pfosten und macht seine Sache gut.

An dem Tunesier hat es auf jeden Fall nicht gelegen, dass der HBW am Ende mit 41 Treffern viel zu viele Tore kassiert hat. Vielmehr war es der Angriff, der gegen die gelbe Wand der badischen Löwen kaum Lösungen fand. Dabei hatte es am Anfang der Partie gar nicht so schlecht ausgesehen. Christoph Foth traf zum 1:0 und nach der ersten Parade von Tomá? Mrkva legte Jona Schoch zum 2:0 nach und zog dabei auch noch die erste Zwei-Minuten-Strafe gegen Harald Reinkind. In Überzahl erkämpften sich die Balinger erneut das Leder und Gregor Thomann legte zum 3:0 nach.

Spätestens jetzt waren die Löwen aber wach. Aus dem 0:3-Rückstand machten sie bis zur 12. Spielminute eine 6:4-Führung. In der Folge hatte der Favorit die Nase zwar vorne, aber die Balinger ließen sich so schnell nicht abschütteln. Bis zur 20. Minute beim Stande von 10:8 war es eine völlig ausgeglichene Partie, aber es war unverkennbar, dass die Löwen besser und besser ins Spiel fanden. Als Jannik Hausmann mit einem Wurf im Mannheimer Block hängen blieb, erhöhte Guardiola auf 11:8. Nachdem der Balinger Angriff nach der ersten Maggaiz-Parade den Ball in der Vorwärtsbewegung erneut verlor, erhöhte Groetzki per Tempogegenstoß auf 12:8. Hinter einer jetzt bärenstarken Löwen-Abwehr steigerte sich auch deren Torhüter und der Favorit zog unaufhaltsam davon. Nach einem 9:1-Lauf (von 8:8 auf 17:9) war die Partie schon vor der Halbzeitpause entschieden.

Wer in der zweiten Hälfte geglaubt hatte, dass die Rhein-Neckar-Löwen den Vorsprung, angesichts der Tatsache, dass sie am Sonntag erneut auf die Platte müssen, nur noch verwalten würden, wurde schnell eines Besseren belehrt. Allerdings spielten ihnen die Balinger mit ihren zahlreichen Ballverlusten und Fehlwürfen auch in die Karten. Die Löwen bestraften jeden Fehler gnadenlos und in der 41. Spielminute war der Abstand beim Stande von 26:16 zum ersten Mal zweistellig. Aber auch das reichte dem Deutschen Meister noch nicht. Einmal in Fahrt, ließ sich die gelbe Lawine nicht mehr stoppen. Der Torhunger war erst mit dem Schlusspfiff, beim Stande von 41:28 gestillt.

"Wir hatten am Anfang Probleme, danach aber haben wir es gut gemacht", sagt der Sportliche Leiter Oliver Roggisch. "Man hat ein bisschen die Müdigkeit gemerkt nach der schweren Vorbereitung", findet Hendrik Pekeler mit Blick auf die Anfangsminuten: "Danach lief es dann deutlich besser."

Rhein-Neckar Löwen - HBW Balingen-Weilstetten 41:28 (18:11)

Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka (n.e.),Pekeler (7), Reinkind (7), Mensah (6), Rnic (5), Guardiola (4), Sigurdsson (3), Tollbring (3/1), Groetzki (2), Taleski (2), Schmid (1), Radivojevic (1)

HBW Balingen-Weilstetten: Maggaiz, Mrkva; Foth (2), Wagner (1), Flohr (3), Hausmann (2), Thomann (6/1), Friedrich, Nothdurft (1), Runarsson, Gretarsson, Strobel (5), Stegefelt, Schoch (3), Spohn (5), Saueressig

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Männer · DHB-Pokal · Saison 2017/2018
1. Spieltag · 19.08.2017 · 19:30 Uhr
Rhein-Neckar Löwen41:28
HBW Balingen-W.
Sporthalle Georg-Büchner-Schule Darmstadt · Zuschauer : 1070

Spielfilm:
0:0 (1.), 0:1 (2.), 0:3 (4.), 2:3 (6.), 3:3 (8.), 4:4 (11.), 5:4 (11.), 6:4 (12.), 7:6 (17.), 7:7 (17.), 8:7 (17.), 8:8 (18.), 9:8 (19.), 10:8 (20.), 11:8 (21.), 13:8 (22.), 15:9 (25.), 17:9 (28.), 17:10 (28.), 18:10 (29.), 18:11 (30.), 18:11 (HZ), 19:11 (31.), 19:12 (32.), 20:12 (33.), 20:13 (34.), 21:13 (36.), 22:13 (37.), 23:14 (39.), 24:15 (40.), 24:16 (40.), 26:16 (41.), 27:17 (42.), 28:17 (43.), 29:17 (44.), 30:17 (45.), 32:18 (47.), 34:20 (50.), 36:23 (54.), 39:24 (56.), 39:25 (56.), 39:26 (58.), 40:26 (59.), 41:28 (60.), 41:28 (EN)

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