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20.08.2017 20:18 Uhr - DHB-Pokal - cie

Rückschlag für Gummersbach: Saarlouis schaltet auch den zweiten Altmeister aus

Lars Weissgerber und die HG Saarlouis schafften den überraschenden Sprung ins AchtelfinaleLars Weissgerber und die HG Saarlouis schafften den überraschenden Sprung ins Achtelfinale
Quelle: HGS
Im gestrigen Spiel gegen den TV Großwallstadt hatte die HG Saarlouis das Glück auf ihrer Seite, erst im Siebenmeterwerfen konnte der gastgebende Drittligist bezwungen werden. Im heutigen Endspiel um das Ticket in das Achtelfinale des DHB-Pokals ging es mit dem VfL Gummersbach gegen einen weiteren Altmeister - auch diesmal wurde es spannend, doch die Entscheidung fiel innerhalb von sechzig Minuten. Saarlouis, diesmal gegen den Bundesligisten in der Außenseiterrolle, bejubelte ein sensationelles 28:27 und bescherte den Oberbergischen einen herben Rückschlag zum Saisonstart.

Die Partie begann zerfahren, die HG Saarlouis, die am Vortag im Duell mit Überlänge gegen den Gastgeber einige Kraft gelassen hatte, musste zudem mit Arthur Müller, Pascal Noll und Peter Walz auf drei Stammkräfte verzichten. Doch Gummersbach, dass sich ohne Mittelmann Simon Ernst bereits einen Tag zuvor gegen Coburg schwer getan hatte, fand zunächst ebenfalls keinen Zugang zum Spiel. Ein Doppelschlag von Lars Weissgerber brachte dem Außenseiter in der vierten Minute so eine 2:0-Führung.

Alexander Becker erzielte kurz darauf den ersten Treffer für die Oberbergischen, der Klassenunterschied sollte aber in der Folge nicht zu Tage treten. Auch dank einer zwischenzeitlichen ersten Überzahl konnte der Favorit durch Marvin Sommer und dank der Paraden von Carsten Lichtlein in der zehnten Minute zum 3:3 ausgleichen, der Führungstreffer gelang dem VfL aber nicht. Stattdessen setzte sich Saarlouis wieder auf zwei Tore ab, auch weil Pat Schulz zwischen den Pfosten ein sicherer Rückhalt war.

Dank Lichtlein und Sommer schien der VfL Gummersbach in der Folge aber seiner Favoritenrolle gerecht werden zu können. Sommer hatte beim 5:5 für den erneuten Ausgleich gesorgt, insgesamt gelangen den Oberbergischen sogar vier Treffer in Serie. Aus dem 5:3 der HGS war ein 5:7 geworden, beeindruckt zeigte sich der Außenseiter aber nicht. Lars Weissgerber sorgte beim 8:8 in der zwanzigsten Minute wieder für den Ausgleich und legte den Führungstreffer gleich selbst nach. Gummersbach hatte den Faden wieder verloren und Saarlouis gab den Ton an, zur Pause führte der Außenseitermit 15:12.

Die Pausen-Ansprache von Dirk Beuchler schien den Favoriten dann aber wachgerüttelt zu haben, fünf Minuten nach Wiederbeginn hatte Moritz Preuß zum 17:17 ausgeglichen. Doch Saarlouis ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, Gummersbach ließ die Chance auf die Führung aus und Jerome Müller warf den Außenseiter wieder in Vorlage. Nach einem erfolgreichen Versuch von Marvin Sommer sah sich Saarlouis beim 18:19 noch einmal mit einem Rückstand konfrontiert, doch mit zunehmender Spieldauer schien der Druck den Favoriten aus Gummersbach noch mehr zu lähmen und die Hoffnung auf die Überraschung den Zweitligisten zu beflügeln.

Martin Murawski und Michael Schulz hatten die Führung zunächst zurück auf die Seite des Außenseiters geholt, dann war diese zurück zu Gummersbach gewechselt. Beim 22:24 lag Saarlouis sogar mit zwei Toren zurück, nach einer Auszeit war der Außenseiter umgehend wieder auf Augenhöhe und setzte durch Yann Polydore den Führungstreffer zum 25:24. Nun war es an Dirk Beuchler die Auszeit zu nehmen, doch mehr als der Fleichstand zum 25:25 sollte seinem Team nicht gelingen: Lars Weissgerber und Falk Kolodziej erhöhten auf 27:25 und als der Favorit nach dem Anschlusstreffer von Alexander Becker die Chance auf den Ausgleich ausließen und Falk Kolodziej das 28:26 erzielte, war der Weg zur Sensation geebnet. Marko Matic setzte noch das 28:27, die verbleibenden zehn Sekunden ließ sich Saarlouis die Überraschung aber nicht mehr aus der Hand nehmen.

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Männer · DHB-Pokal · Saison 2017/2018
2. Spieltag · 20.08.2017 · 17:00 Uhr
HG Saarlouis28:27
VfL Gummersbach
Sportpark Großwallstadt Halle 1 · Zuschauer : 241

Spielfilm:
1:0 (3.), 3:2 (7.), 5:3 (11.), 5:5 (14.), 5:7 (16.), 6:8 (18.), 9:8 (21.), 12:11 (25.), 13:12 (26.), 15:12 (HZ), 16:14 (32.), 17:15 (34.), 17:17 (35.), 18:19 (40.), 20:19 (41.), 22:23 (45.), 23:24 (48.), 25:24 (53.), 26:25 (55.), 27:25 (56.), 28:26 (59.), 28:27 (EN)

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