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17.10.2017 20:40 Uhr - DHB-Pokal - cie

Thriller beim Bergischen HC: HSG Wetzlar sichert sich das erste Viertelfinal-Ticket im DHB-Pokal

Jannik Kohlbacher und die HSG Wetzlar schafften den Sprung ins ViertelfinaleJannik Kohlbacher und die HSG Wetzlar schafften den Sprung ins Viertelfinale
Quelle: Stefan Michaelis
Nach ausgeglichenem Spielverlauf setzte sich die HSG Wetzlar kurz vor dem Ende auf 27:23 ab und schien auf bestem Weg in Richtung Viertelfinale des DHB-Pokal. Doch mit der Unterstützung der 1.644 Zuschauer kämpfte sich der Bergische HC zurück in die Begegnung, nach einer Parade von Christopher Rudeck bot sich Sekunden vor dem Ende sogar die Chance zum Ausgleich und somit zur Verlängerung - doch diese konnte der Zweitligist nicht nutzen. Beim knappen 28:27 (16:14) der Wetzlarer waren Maximilian Holst (9/8) und Jannik Kohlbacher (8) die besten Schützen der HSG, für den Bergischen HC erzielte Fabien Gutbrod sieben Tore.

Die BHC-Wand, die heute auch dank im Vorfeld verteilter Utensilien besonders blau erschien, durfte gleich in der ersten Minute jubeln: Im ersten Angriff war Fabian Gutbrod erfolgreich und nährte die Hoffnungen der heimischen Fans auf eine Überraschung des ligatieferen Teams. Wobei der ungeschlagene an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga stehende Absteiger keinesfalls in der klaren Außenseiterrolle war, ein Klassenunterschied sollte wie erwartet über die gesamten sechzig Minuten nicht auszumachen sein.

Für den Ausgleich sorgte Jannik Kohlbacher und auch in der Folge kombinierten sich die Gäste immer wieder erfolgreich in die Nahdistanz, neben den erfolgreichen Versuchen des Kreisläufers des Nationalteams resultierten aus dieser Spielweise auch einige Siebenmeter. Für die erste Führung des Erstligisten sorgte in der sechsten Minute allerdings mit Alexander Hermann ein Rückraumspieler. Der Ausgleich des Bergischen HC folgte umgehend und auch in der Folge war der Zweitligist in dem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Schlagabtausch auf Augenhöhe.

Erst gegen Ende des zweiten Abschnitts konnte sich der Erstligist ein wenig absetzen, ein Gegenstoß von Kristian Björnsen sorgte beim 14:11 für die erste Drei-Tore-Führung. Sebastian Hinze reagierte mit einer Auszeit, eigene Fehler des BHC hatten den Gastgebern den Rückstand beschert. Dank zwei Paraden von Bastian Rutschmann fanden die Gastgeber wieder den Anschluss. Der Ausgleich sollte aber nicht gelingen, ein weiterer Björnsen-Treffer und ein Siebenmeter von Maximilian Holst als Antwort auf einen Treffer von Maciej Majdzinski bescherten Wetzlar zur Pause ein 16:14.

Nach Wiederbeginn schien der Bergische HC wacher, nach einem Ballgewinn war Arnor Gunnarsson im Gegenstoß erfolgreich und nach einem weiteren Fehlpass der Wetzlar glich Fabian Gutbrod zum 16:16 aus. Holst warf den Erstligisten mit einem weiteren sicher verwandelten Siebenmeter allerdings wieder in Vorlage und während ein Kempa-Versuch des BHC an der Latte landete, sorgte Holst diesmal per Gegenstoß für den dritten Wetzlarer Treffer in Serie. Wetzlar schien das Heft nun in die Hand zu bekommen, Kohlbacher legte das 21:17 nach.

Die Hausherren liefen sich mehrfach in der Wetzlarer Deckung fest, ließen sich aber nicht entmutigen. Ein Doppelschlag halbierte den Abstand und in Überzahl konnte der Anschlusstreffer gesetzt werden. Nach dem 23:21 von Björnsen beantwortete Hermann dann den nächsten Treffer der Hausherren mit einem Doppelschlag zum 25:22. Als Kohlbacher wenig später das 27:23 nachlegte, schienen die Weichen dann gestellt. Doch der BHC gab sich nicht auf und startete nach einer Auszeit eine furiose Aufholjagd. Mit einem Gegenstoß verkürzte Gunnarsson den Abstand wieder auf ein Tor und startete damit die finalen drei Minuten dieses Thrillers.

Diese starteten mit einem weiteren sicher verwandelten Siebenmeter von Maximilian Holst zum 28:26, auf der Gegenseite folgte aber der erneute Anschluss - Gunnarsson traf aus spitzem Winkel und ließ die Halle beben. Wetzlar nahm die Auszeit, doch die Halle stand wenig später erneut: Christopher Rudeck hatte den Wurf der Gäste abgewehrt, fünfzehn Sekunden blieben dem BHC für den Ausgleich und die Verlängerung. Der Erstligist bremste den ersten Versuch der Hausherren aus, diese versuchten mit dem siebten Feldspieler eine Lücke zu finden - doch es blieb nur die Brechstange in Form eines Versuchs von Fabian Gutbrod, der das Ziel verfehlte. Wetzlar riss die Arme hoch, das Final4 in Hamburg ist nur noch einen Sieg entfernt.

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Männer · DHB-Pokal · Saison 2017/2018
3. Spieltag · 17.10.2017 · 19:00 Uhr
Bergischer HC27:28
HSG Wetzlar
Uni-Halle Wuppertal · Zuschauer : 1644

Spielfilm:
1:0 (1.), 2:1 (2.), 2:3 (5.), 3:4 (8.), 4:5 (11.), 5:5 (12.), 5:6 (14.), 6:7 (16.), 7:8 (17.), 8:8 (18.), 9:9 (20.), 11:14 (25.), 13:14 (27.), 14:15 (29.), 14:16 (HZ), 15:16 (31.), 16:16 (32.), 16:17 (33.), 17:18 (35.), 17:20 (37.), 18:21 (40.), 19:22 (43.), 20:22 (44.), 21:22 (47.), 22:23 (49.), 22:25 (50.), 23:26 (51.), 24:27 (53.), 25:27 (54.), 26:27 (56.), 26:28 (57.), 27:28 (59.), 27:28 (EN)

Torschützen: Gutbrod(7), Arnesson(6), Gunnarsson(5/2), Bettin(2), Nippes(2), Babak(2), Majdzinski(2), Darj(1),
Siebenmeter: 2 / 2
Zeitstrafen: 2
Rot:
Torschützen: Holst(9/8), Kohlbacher(8), Bjørnsen(4), Hermann(3), Mirkulovski(3), Forsell Schefvert(1),
Siebenmeter: 8 / 8
Zeitstrafen: 2
Rot:

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