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18.10.2017 21:08 Uhr - DHB-Pokal - Dominik Schreier, Daniel Genings

Nach Verlängerung: Stuttgart macht Einzug in die nächste Runde perfekt

Stuttgart siegte in Lemgo - auch dank des glänzenden Johannes BitterStuttgart siegte in Lemgo - auch dank des glänzenden Johannes Bitter
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Hochspannung in Lemgo - mit dem besseren Ende für die Gäste: Der TVB 1898 Stuttgart setzte sich mit 29:27 (27:24, 23:23, 9:12) gegen den TBV Lemgo durch. Beste Werfer der Partie waren Tim Suton mit neun Tore für die Hausherren und Tobias Schimmelbauer mit sechs Treffern für die Süddeutschen, die nach siebzig Minuten den Einzug in das Viertelfinale des DHB-Pokals bejubeln konnten und nur noch einen Sieg vom Final4 in Hamburg entfernt sind.

Die 2.715 Zuschauer in Lemgo erwartete ein packender Pokalfight, sowohl für den TBV wie auch die Gäste aus Stuttgart ging es neben dem Liga-Alltag um einen Bonus - das Viertelfinale im DHB-Pokal an sich wäre ein Saison-Highlight für beide Teams und böte als Krönung die Chance auf den Einzug in das Final4 in Hamburg. Entsprechend motiviert gingen beide Teams von der ersten Minute an zu Gange, vor allem in der Deckung. Manuel Späth gelang nach gut zwei Minuten der erste Treffer, auf den Ausgleich durch Fabian van Olphen antwortete dann Tobias Schimmelbauer und auf den von Andrej Kogut dann wenig später Marian Orlowski - bei diesen fünf Toren blieb es in den ersten zehn Minuten.

Ein Grund für die niedrige Trefferzahl waren auf beiden Seiten auch die Torhüter, sowohl Peter Johannesson wie auch Johannes Bitter waren von der ersten Minute an im Spiel. Nach einer weiteren Glanztat von Johannesson konnte Donat Bartok beim 5:4 nach knapp einer Viertelstunde erstmals die Hausherren in Front werfen, ein Doppelschlag von Tim Suton sorgte mit dem 7:4 dann sogar für die erste etwas deutlichere Führung. Absetzen konnten sich die Hausherren aber nicht, beim 8:7 hatten die Gäste den Anschluss wiederhergestellt. Lemgo zog allerdings mit einem Doppelschlag wieder auf 10:7 davon und nahmen beim 12:9 diese Drei-Tore-Führung auch mit in die Kabinen.

Stuttgart meldete sich in den ersten Minuten des zweiten Abschnitts aber umgehend zurück, auch dank einer Überzahlsituation, in der Bobby Schagen zum 12:11 einnetzte. Johannes Bitter war in dieser Phase ein wichtiger Rückhalt für die Süddeutschen, denen der psychologisch wichtige Ausgleichstreffer aber zunächst nicht gelingen sollte. Abschütteln aber ließen sich die Gäste nicht, auch nicht als Lemgo beim 16:13 und 18:15 wieder auf drei Tore davonzog oder Isaias Guardiola nach einem Block von Christian Klimek im Gegenstoß für das 19:15 sorgte.

Die Halle feierte wenig später das 20:16 von Tim Suton, zumal Lemgo in der Deckung ein Ballgewinn gelang. Diesmal scheiterte Isaias Guardiola allerdings am überragenden Johannes Bitter, der somit ein wichtiges Zeichen für seine Vorderleute setzte - das diese verstanden. Statt eines Rückstands mit fünf Toren, gab es auf der Gegenseite Treffer von Michael Schweickardt, Tobias Schimmelbauer und Michael Kraus zum Anschluss. Damit nicht genug, Bitter schien in dieser Phase unüberwindbar und obschon Johannesson weiterhin glänzend parierte, Schweickardts Ausgleichstreffer zum 20:20 konnte auch der TBV-Torhüter nicht verhindern.

Gut zehn Minuten sollte Lemgo ohne Treffer bleiben, Stuttgart nutzte diese Phase und legte durch Michael Kraus zunächst die Führung und dann durch Michael Schweickardt das 22:20 nach - der sechste Gästetreffer in Folge. Eine Vorentscheidung sollte dieser Lauf aber nicht sein. Tim Suton beendete die Durststrecke des TBV Lemgo, der sich in der Folge wieder stabilisierte - auch dank des siebten Feldspielers in der Offensive. Das 23:21 von Michael Kraus glichen Christoph Theuerkauf und Tim Suton aus, mit etwas Glück retteten sich die Gastgeber so in die Verlängerung, die Peter Johanesson mit einer abschließenden Parade perfekt machte.

Bobby Schagen holte seinen Treffer dann allerdings gleich zu Beginn der Überzahl nach, Manuel Späth legte das 25:23 nach und setzte Lemgo so früh unter Druck. Tim Hornke gelang zwar noch der Anschluss, doch der Stuttgarter Doppelschlag zum 27:24 ließ bereits vor dem Seitenwechsel der Verlängerung eine Weichenstellung erkennen. Lemgo stemmte sich gegen die Niederlage, traf durch einen von Tim Hornke abgeschlossenen Kempa. Und Hornke holte wenig später auch noch einen Siebenmeter heraus, den er selbst zum Anschlusstreffer nutzte. Die von den heimischen Fans geforderte Zeitstrafe gegen die Stuttgarter blieb allerdings aus, eine Überzahl hätte Lemgo vielleicht noch einmal die Tür geöffnet. So aber blieb Stuttgart souverän, hielt durch die routinierten Michael Kraus und Manuel Späth die Hausherren auf Distanz und feierte ein 29:27.

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Männer · DHB-Pokal · Saison 2017/2018
3. Spieltag · 18.10.2017 · 19:00 Uhr
TBV Lemgo27:29
TVB 1898 Stuttgart
Lipperlandhalle Lemgo · Zuschauer : 2715

Spielfilm:
0:1 (1.), 1:1 (2.), 1:2 (3.), 2:2 (4.), 2:3 (6.), 3:3 (10.), 3:4 (12.), 6:4 (15.), 7:5 (18.), 8:5 (20.), 8:7 (21.), 10:7 (23.), 11:8 (25.), 11:9 (27.), 12:9 (29.), 12:9 (HZ), 12:10 (31.), 13:11 (35.), 14:12 (37.), 15:13 (39.), 16:14 (41.), 17:15 (43.), 19:15 (45.), 20:16 (47.), 20:19 (50.), 20:21 (52.), 21:22 (56.), 21:23 (57.), 22:23 (58.), 23:23 (59.), 23:23 (60.), 23:24 (61.), 23:25 (62.), 24:25 (63.), 24:27 (65.), 25:27 (66.), 26:27 (67.), 27:28 (68.), 27:29 (70.), 27:29 (EN)

Torschützen: Suton(8), Hornke(7/3), Zieker(3), van Olphen(2), Bartók(2), Kogut(2), Theuerkauf(1), Guardiola Vilaplana(1),
Siebenmeter: 3 / 3
Zeitstrafen: 2
Rot:
Torschützen: Schimmelbauer(6), Späth(5), Kraus(4), Schweikardt(4), Schagen(3/1), Salger(3), Röthlisberger(2), Weiß(2), Orlowski(1),
Siebenmeter: 1 / 1
Zeitstrafen: 3
Rot:

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